50 Cent – ausgebuht, geehrt und Kollege im Knast!

50 Cents Alltag ist momentan geprägt von Ups and Downs! Nachdem der G-Unit Frontmann beim englischen Reading Festival das Konzert vorzeitig abbrechen musste, da Flaschen und sogar Campingstühle auf die Bühne geflogen kamen, hat er von President Bush höchstpersönlich die Purple-Heart-Medaille verliehen bekommen. Das ist eine der höchsten auszeichnungen der Staaten, die normalerweise nur verwundete Soldaten erhalten. Bush wollte ihn für den Weg aus der Gasse zu einer erfolgreichen Karriere ehren. Bush sagte in seiner Rede, dass er es kaum erwarten konnte, diesem jungen Mann für seine heldenhaften Efforts diese Auszeichnung zu überreichen….
Doch dem nicht genug, gleichzeitig ist das frühere G-Unit Member Bang ‚Em Smurf in New York zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Naja…

Queen Latifah – zurück mit Jazz/Soul Album

Queen Latifah geht zurück zu ihren Wurzeln, der Musik. Nachdem sie sich in Hollywood mit Rollen in „Chicago“, „Bringing down the house“ und anderen Filmen einen Namen gemacht hat, verspürt die Rapperin wieder Lust auf Musik. Am 28. September wird sie ihren Longplayer „The Dana Owens Album“ releasen. Wer allerdings auf ein reines Hip-Hop Album wartet, wird vom Sound überrascht sein. Sie wird Jazz uns Soul Klassiker performen und von den Producers, die auch bei Norah Jones hinter den Regler standen, unterstützt. Tönt ja schon mal interessant.

Snoop Dogg – kommt mit „Snooperbowl“

Snoop Doggs Kreativität scheint keine Grenzen zu kennen. Nun plant er einen Tag vor dem offiziellen Super Bowl im nächsten Februar den eigenen „Snooperbowl“ zu starten. Das Ganze findet an der Florida School statt, aus der die meisten NFL Spieler hervorgegangen sind in den letzten 39 Jahren. Snoops Söhne werden auch mitspielen. Snoop meint dazu: „Ich mache das, um den Kinder ein Lachen zu schenken!“ Wir danken dir Snoop!

Royal Openair – Royal Openair, Täuffelen

Report – Royal Openair, Täuffelen

Kürzlich fand in Täuffelen bei Biel das fünfte Royal Openair statt. Was bis anhin als regionaler Geheimtipp galt, scheint sich von Jahr zu Jahr mehr zum Mega-Event zu entwickeln. Nebst dem Frauenfelder Openair dürfte dieses hier, wegen des attraktiven Line Ups das interessanteste Hip-Hop Festival der Schweiz sein. Grosse Namen wurden angesagt und grösstenteils auch eingehalten. Während der Freitag für die Jazz-, Funk-, Soul-, Ska- und Raggae- Fans bestellt war, unter anderem mit dem legendären James Taylor Quartet als Haupt-Act, war der Samstag unserer schönen Kultur gewidmet. Schweizweit entstand eine kleine Euphorie, als der Name des Headliners bekannt gegeben wurde. D.I.T.C.! Wer hätte das gedacht! Aightgenossen.ch war selbstverständlich dabei.

Nachdem das kleine Dorf nach sämtlichen Überquerungen landwirtschaftlicher Felder endlich gefunden und das Festgelände nach einem gemütlichen, unumgehbaren Spaziergang durch den kleinen Wald erreicht war, wurde man, wie auch schon letztes Jahr, mit derbsten Graffitibilder (78 Meter lange „Wall of Peace“!) willkommen geheissen. Was ist schöner als das? Diese wurden am Samstagnachmittag versteigert, dessen Erlös dem Kinderhilfsprojekt „Terre des hommes“ gespendet wurde. Dafür verdienen die Organisatoren, zu denen auch der legendäre Bieler Graffitikünstler Seyo gehört, schon grossen Respekt!

Ausser der unsanften Seebiese, welche mir für die darauf folgenden Tage eine deftige Erkältung eingesteckt hatte, schien das Wetter gut zu sein. Der Essensstand versorgte die Besucher mit einer grossen Auswahl von exquisitem Fastfood und für das Aufwärmen bis zum grossen Konzert sorgte das Crates diggen am hiphopstore.ch Stand. Wie schon im letzten Jahr, wurde leider auch diesmal nur eine einzige Bar aufgestellt. Diese war zwar gross, verhinderte aber das grosse Gedränge bei der hohen Anzahl Besucher nicht. Ausserdem gab es viel zu wenig Sitzplätze, um sich zwischendurch ein wenig auszuruhen, oder Möglichkeiten sich vom Regen zu schützen, wie sich später herausstellte. Alle drängelten sich unter die bedeckte Bar, weshalb man schnell 15 bis 20 Minuten brauchte, um sich bis zum geliebten Bier durch zu kämpfen. Wie dem auch sei, die Stimmung wurde dadurch nicht getrübt. Im Gegenteil, die lockere Atmosphäre bereitete auf einen gemütlichen Abend vor.

Die Anfangskonzerte lokaler Künstler (SRS, MC Bash, Intackt) verliefen sehr ruhig. Die Crowd ging wie immer leider nicht ab, gab ihnen nicht die Chance richtig zum Zug zu kommen. Besser wurde es bei Mad Group, sie sind ja auch schon etwas bekannter… Dann plötzlich, als die Chlyklass auf der Bühne stand, jubelten Alle. Die Stimmung erwärmte sich weiter, als Baze seine Hardcore-Lyrics ins Mikro spuckte, PVP neue und alte Songs spielten und Wurzel 5 zu „Alli Häng id Luft“ aufforderten. Weiter heizen durfte sofort Afu-Ra, weil die gefragte Band All Natural Inc. leider absagen musste und nicht ersetzt werden konnte. Seine Auftritte kennt wohl Jeder in der Schweiz, sie sind selbstverständlich sehr gut, jedoch nichts Neues. Das Interessanteste war, als das gemeinsame Lied mit Mad Group vorgeführt wurde, obwohl ich sehr enttäuscht bin von dem Song. Dafür brannte Englands Urgestein und Legende Blade alles weg. Die Stimmung war am Höhepunkt, als man die Ehre hatte, alte Undergroundklassiker aus England live erleben zu dürfen! Dieses Konzert war der absolute Hammer! Curse’s Auftritt beruhigte die Stimmung wieder etwas. Die Pimp Lizards Band mag zwar eine hochkarätige Gruppe sein, die Musik klingt aber zu Hause auf der Platte einfach viel besser. Er übrigens auch. Dass er keine Stimmungskanone ist, dürfte wohl allen wegen seinen Lyrics bekannt sein. Deshalb hätte ich ihn vor Blade auftreten lassen.

Dann war es endlich soweit! Alle waren gespannt und praktisch alle Besucher versammelten sich vor die Bühne um endlich diejenigen erleben zu dürfen, für welche man eigentlich gekommen war. Plötzlich stand Diamond D auf der Bühne und rockte einige Klassiker. Er ging zwar alles ziemlich ruhig an, zeigte sich etwas scheu, echte Kenner hatten aber trotzdem ihren Spass. Abgelöst wurde er vom Flowgott AG, der Solo ebenfalls einige seiner besten Stücke, sowie hammerharte Freestyles performte. Lord Finesse liess sich von den technischen Problemen, welche den eher unprofessionellen DJ beschäftigten, nicht runterkriegen und betrat ebenfalls die Bühne. Die Stimmung brannte trotz des Regens wieder, als The Funky Technician sein Classic Material auspackte und es der Crowd präsentierte. Danach wurde zusammen auf der Bühne gefeiert und mehr oder weniger die meisten D.I.T.C. Klassiker und Underground Bomben vorgeführt. Die New Yorker haben den Funk eindeutig noch nicht verloren und lassen uns sehnsüchtig auf neues Material hoffen. Für Einige ist mit diesem Konzert ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen…

Das Festival war ein Riesenerfolg. Alles hat einwandfrei geklappt. Zu verbessern wäre aber sicher noch die Tonqualität, denn das Breakdance-Zelt im Hintergrund war zum Teil lauter als die Hauptbühne, wenn man nicht gerader in der vordersten Reihe stand… Ausserdem waren einige Mics entweder kaputt oder falsch eingestellt, denn einige Künstler hörte man kaum. Die Organisatoren waren aber sehr fleissig und haben eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Die Infrastrukturen waren sehr professionell aufgestellt. Dafür verdienen sie sich dicke Props! Wir bedanken uns für den wunderschönen Abend und hoffen auf ein ebenfalls erfolgreiches Royal Openair 05.

Sektion Kuchikäschtli – Neuer Clip zu „Stadttiar“

Nachdem das erste Video zu ihrem überaus erfolgreichen Album „Nur so am Rand“ wochenlang bei Viva auf höchster Rotation lief, haben sich Sektion Kuchikäschtli nun nochmals vor die Kamera gewagt. Der neue Clip wurde zum Song „Stadttiar“ abgedreht und wie im Song selbst, sind auch „Luut und Tüütli“ mit von der Partie. Für die Produktion wurde wieder mit den selben Leuten zusammengearbeitet und der Clip wird demnächst bei Viva zu sehen sein und ist von witziger Natur! Wir sind gespannt…

Jay-Z – Streets Is Watching DVD

1998 wurde das Video bereits als VHS in den USA released, doch seither ist doch einiges gegangen und Jay-Z wurde zu einem der einflussreichsten MCs, was nicht zuletzt jetzt auch die vier gewonnenen VMA Awards für „99 Problems“ beweisen. Darum ist es wohl nicht weiter verwunderlich, dass „Streets is watching“ nochmals digital überarbeitet als DVD auf den Markt kommt. Am 5. Oktober erscheint der aufgemotzte Silberling erstmal in Amerika mit viel Bonusmaterial und „lost video footage“. Releasedate für Europa gibt es leider noch keines.

Black Eyed Peas – Nun singen sie in PC Slang

Die Black Eyed Peas werden von ihrem kommenden Album „Monkey Business“ neun Tracks noch einmal neu aufnehmen. Der Grund ist das neue Computer Game „The Urbz: Sims in the City“, einer Grossstadtvariante des überaus erfolgreichen Vorgängers „The Sims“. Die Band hat die Songs extra in der Sims Sprache „Simlish“ eingespielt. Eine Premiere: Noch nie haben reale Musiker in Computer Sprache gesungen. Ausserdem werden sich Black Eyed Peas auch um den Rest des Soundtracks kümmern und sogar im Spiel selbst als Figuren vertreten sein. „The Urbz“ soll Anfang 2005 erscheinen.

Eminem – Neues Album am 16. November?!?

Wirklich viel ist ja noch nicht bekannt über das neue Solo Album des Detroiter Ausnahme MCs. Einmal hiess es, dass sein neues Werk im Spätsommer veröffentlicht werde. Endlich gibt es jetzt aber etwas konkretere Informationen. Das Album wurde während den MTV Video Music Awards auf den 16. November angekündigt. Sobald es mehr Infos gibt, werden wir es euch wissen lassen.

PVP – mehr als „Eifach Nüt“

Die vier Jungs aus Bern haben endlich ihre erste Platte veröffentlicht! Nach vielen Gastauftritten, Featurings und einem erfolgreichen Soloalbum von Greis war es höchste Eisenbahn, dass PVP mit einem Album die Schweiz beglückt. Die etwas überdrehten Krust, Poul Prügu und Greis gaben sich die Ehre und liessen Aightgenossen.ch an ihrer gemeinsamen Kindheit sowie ihrer ausserordentlichen Liebe und Affinität zur Tierwelt teilhaben. Aber lest selber:

Wieso hat es so lange gedauert, bis ihr mit einer LP rausgekommen seid?
Greis:
Wir hatten verschiedene Sachen zu tun. Wir versuchten in verschiedenen Bereichen aktiv zu sein und haben lange Zeit vorgehabt, etwas mit Tieren zu machen. Zuerst haben wir an Tierstimmen gedacht. Doch dies missglückte leider. Doch auch in Alaska mit den Walen klappte es nicht. Das Live-Projekt, dass wir mit den weissen Tiger, die wir billig in Las Vegas erstanden, war leider schlussendlich auch nicht mit Erfolg gesegnet. Und so entschieden wir uns schlussendlich, ein Album ganz ohne Tiere zu machen. Aber trotzdem hat noch ein Lämmchen den Weg auf die Platte gefunden, dass dann tragischerweise von einem Bolzen niedergestreckt wird und auch ein Hirsch, der in den Schwitzkasten genommen wird, kommt vor…
Poul Prügu: …sowie ein Spannferkel.
Greis: Ja, so hat es eben doch etwas mit Tieren zu tun.
Krust: Der Zusammenhang ist halt nicht so ausgeprägt, wie wir es geplant hatten.

Könnt ihr es euch demzufolge vorstellen in einer Tierschutzorganisation mitzuwirken?

Greis: Es kommt drauf an, welche Tierschutzorganisation. Zum Beispiel für Crevetten wird sehr wenig gemacht. Die haben keine eigene Hilfsorganisation und sie werden zum Teil unter unmenschlichen Umständen gehalten. Darum mein Appell an euch: Save the Shrimps!
Poul Prügu: Wir sollten sowieso die Tiere mehr achten!


Doch zurück zu eurem Rapprojekt: Der Titel heisst: Eifach nüt! Wieso habt ihr einen solchen Titel gewählt?

Greis: Wir vermitteln gerne das Gefühl, als wäre das Ganze nichts für uns.
Poul Prügu: Wir haben das aus dem Ärmel geschüttelt als wäre es nichts.
Greis: Es ist halt einfach ein guter Titel. Der erste Track heisst ja „nüt“!

Krust: Der Witz ist, so mussten wir uns für kein Cover entscheiden, sondern konnten es schwarz belassen, was den Titel noch unterstreicht und ihm gerecht wird.

Widerspiegelt vielleicht der Albumtitel auch eure ironische Haltung zum Rap?

Greis: Nein, das kann man so nicht sagen. Viele MCs erzählen nur Scheisse und sagen danach: Weißt du, das war nur ironisch gemeint, wir nehmen das auf die Schippe. Wir meinen alles ernst. Wir hätten das Album auch dumm&ehrlich nennen können.

Doch gerade über den Rap selber gibt es einige kritische Worte.

Krust:
Wir nehmen einfach den Rap auseinander, und einzelne Teile, die Rap heutzutage einfach mit sich bringt, kritisieren wir. Das Hip Hop machen an sich lieben wir. Aber die Entourage, oder die Monde, die den Rap umschwirren, wenn man Hip Hop Protagonist ist, können nervig sein. Und ich denke, wir haben das auch ziemlich deutlich ausdifferenziert. Wir sagen nie: Rap oder ein Konzert geben ist Scheisse.
Greis: Weißt du, Rap ist immer noch eines der 17 Elemente des Hip Hop. Nein, es geht wirklich darum wie Krust das gesagt hat. Ich möchte das nur noch unterstreichen. Es ist wirklich genau so. Rap an sich ist verdammt geil, das geschlossene System, mit Aufnehmen, Konzert geben; du machst Rap. Aber alles drum und dran ist zum Teil ein wenig nervig. Darum gibt es auch viele Künstler die genau darum den Durchbruch nicht schaffen. Weil ihnen das Ganze zu mühsam ist. Und wir sind halt einfach eine Bastardenform von MCs. Wir wollen „de Föifer ond s Weggli!“

Was nervt euch konkret?

Krust: „Sell out“ kannst du eigentlich wörtlich nehmen!

Greis: Es nervt uns halt, dass ein riesen Geschiss um Rap gemacht wird!
Wenn du Graffiti machst, weiss niemand wer du bist. Niemand gibt dir Props und niemand lässt dich gratis an Konzerte oder Parties. Die ganze Aufmerksamkeit, die kann überaus positive Aspekte haben, aber es kann auch sehr mühsam werden. Einfach nur weil Rap jetzt eine Industrie ist. Wir können Rap auch artisanal machen. Also als Handwerk betrachten.
Poul Prügu: Es sind halt einfach Sachen, die ein Teil davon sind, die wir jetzt halt machen auch wenn es unangenehm sein kann. Aber der schöpferische Akt ist super. Man bekommt Props. Und zuviele Schmeicheleien tun halt auch nicht gut.

Warum dann das aggressive Flair zum Teil in euren Texten?

Krust: Wir haben das halt noch gerne. Das gehört vielleicht zum irrationalen das zum Leben gehört.
Greis: Und die Songs sind ja nicht böse. Es ist halt einfach unser Wortschatz, der sich aber, glaube ich, nicht gross von anderen Leuten unterscheidet.
Krust: Und wir haben uns dagegen entschieden, Wörter nicht zu gebrauchen, die Leute vielleicht halt abschrecken könnten.
Greis: ..oder die den Tieren Angst einjagen.
Krust: Wir wollten ein Album machen, dass wenn Kühe es hören, sie dann mehr Milch geben.
Greis: Aber eigentlich wollen wir noch einen Schritt weiter gehen und möchten Gruyère Käse mit unserer Musik beschallen. Dann wird er in viel kürzerer Lagerzeit rezent!
Poul Prögu: Emmi hat das Verfahren inzwischen patentieren lassen.


Gab es ein Konzept für euer Album? Oder ist es vielmehr eine Ansammlung von euren Texten?

Greis: Natürlich, es gab ein riesiges Konzept. Aber das ginge etwa anderthalb Jahre bis das jemand richtig begreifen würde!
Poul Prügu: Darum wäre es unmöglich, das Konzept auf wenige Sätze herunter zu brechen.
Krust: Und das Aha Erlebnis beim selber herausfinden ist natürlich viel grösser, wenn wir nichts verraten!

Greis: Wir haben eine grosse versteckte Message über sechzehn Songs verteilt. Aber du darfst dich nicht verkrampfen, sondern die Musik auf dich wirken lassen. Und der eigentliche Schlüssel zum Erfolg, dass man das Album 100%ig verstehen kann, ist, dass man es an verschiedenen Orten hören muss! Zuhause, beim Grillen, Beim Ficken, beim Velofahren!

Aus welcher Zeitspanne stammen die Songs?

Krust: Der älteste Song ist etwa ein Jahr alt, aber so die Hälfte der Songs ist in den letzten vier Monaten während der intensiven Produktionszeit entstanden.
Greis: Das ist unsere Frischegarantie!


Wie sieht euer konkreter Schreibprozess aus?

Poul Prügu: Meistens kommt halt jemand mit einer Idee und die andern geben ihre Einfälle dazu ein. Die Texte werden dann einzeln und für sich geschrieben. Weil jeder sein persönliches Konzept und Idee umsetzen muss.

Was wollt ihr dem Zuhörer mitgeben?

Greis: Schau, der Deal ist, wir machen Musik, die uns flasht und wir haben die Chance, dass wir das einem breiteren Publikum zugänglich machen können.
Poul Prügu: In erster Linie machten wir den Sound der uns gefällt, unserer Crew. Dann als zweites machten wir die Musik für unser näheres Umfeld. Wir haben jetzt das Glück, dass eine breitere Masse auf das anspricht. Das ist durchaus positiv!
Krust: Wir wollen nur unseren Ansprüchen gerecht werden, und wenn sich das deckt mit den Ansprüchen unseres Publikums, dann umso besser.
Greis: Trotzdem glaube ich nicht, dass das Album Gold geht in einer Woche, das wird schon etwa 10 Tage dauern.


Euer erster Videoclip wird der Song „Figg mit“ sein, den ihr mit Wurzel 5 auf dem Album performt. Was darf man bereits wissen?

Greis: Wir haben natürlich Tiere im Video, aber wir sind uns einig, dass keine Tiere ins Video kommen, die nicht in freier Wildbahn leben. Aber wir haben es gut mit den Tieren.
Wir haben schon einige Szenen gedreht, aber es gibt noch Sachen, wie gerade die Szenen mit den Faultieren, die noch „Work in progress“ sind. Oder auch mit der Anakonda, wie sie wächst…das dauert schon ein wenig! Trotzdem ist es uns ein Anliegen, dass man uns nicht reduziert auf unsere Affinität zu den Tieren.


Nach welchen Kriterien habt ihr die Featurings ausgewählt? Die meisten Namen haben einen eher niedrigen Bekanntheitsgrad?

Krust: Kalmoo wollten wir unbedingt draufhaben. Wir fanden ihn schon immer sehr talentiert und haben das Gefühl, er ist ziemlich underrated! Mit dem Featuring wollten wir der Schweiz zeigen, dass wir ihn eben wirklich gut finden. A-Man lieben wir einfach, weil er ein TopMC ist. Gaugehill ist eine junge Crew aus Bern. Phantwo und Poul Prögu sahen mal ein Konzert von den Jungs und waren restlos begeistert von ihrem Auftritt! Die wollten wir halt unbedingt featuren, vielleicht auch, damit wir etwas mit Bernern machen. Das Wurzel 5 Featuring liegt wegen Chlyklass eigentlich auf der Hand. Goldstein ist aus Oslo und das hat sich super ergeben. Er wollte bei uns zehn Schafe abholen von unserer Schafszucht. Bei den Vertragsverhandlungen ist ausgekommen, dass er auch rappt und da haben wir ihn mit ins Studio genommen!

Ihr seid ohne DJ und Producer unterwegs. Wie funktioniert das?

Greis: Wir sind halt sonst von guten Producers umgeben.
Krust: Wir nomadisieren quasi von fruchtbarem zu fruchtbarem Nährboden!
Poul Prügu: Es war halt schon vor allem Link, der die Verantwortung hatte auf der Produzentenseite, er hat die meisten Beats gemacht aber auch bei der Produktion das Ganze in der Hand gehabt.
Greis: Und Leute wie Dimos, Stern1 oder Tibner sind Menschen, mit denen wir immer wieder zusammenarbeiten. Und die gehören schon auch zur Familie. MXX sind Jungs aus der Romandie, die man in der Deutschschweiz noch nicht kennt, die aber sehr fette Beats machen. „Fründ u Find“ und „Ab id Schlacht“ sind Beats von ihnen. Merlin, vom Gaugehill ist auch mit drauf und Vasi darf man sicher auch nicht vergessen.
Poul Prügu: Schlussendlich sind es halt wirklich Leute aus unserem Umfeld, mit denen wir auch Party haben und es sich halt ergibt!
Greis: Wir hätten auch gerne zum Beispiel mit Lexx, Sad und Elwont etwas gemacht, aber das hat sich einfach nicht ergeben. Das sind Leute mit denen wir gerne zusammenarbeiten würden.
Krust: Live wird uns aber schon DJ Link unterstützen.


Ja, was kann man Live von euch erwarten?

Poul Prögu: Im Gegensatz zu PVP Konzert so vor zwei Jahren haben wir sicherlich schon mal mehr Konzept weil wir nun auch ein ganzes Set zu performen haben. Und sonst haben wir halt einfach mehr Erfahrung.

Stimmt es, dass ihr zusammen aufgewachsen seid?

Krust: Wir sind schon in den Kindergarten zusammen!
Poul Prügu: Ja, Greis und ich waren zusammen in die Schule gegangen und Krust und Phantwo haben sich auch schon im Kindergartenalter kennengelernt!
Krust: Im Endeffekt ist jeder Mal mit jedem zur Schule gegangen!
Greis: Es wird in Bälde auch eine Verfilmung unserer Kindheit geben, nicht mit Tieren, sondern mit Snoop Dogg in der Hauptrolle. Er wird den Charakter von Poul Prögu spielen!

Wer hat dann Hip Hop oder Rap in die Clique gebracht?

Krust: Wir sind eigentlich übers Breakdancen oder Graffitti zum Rap gekommen.
Poul Prügu: Rap war etwas, dass wir aus Joke oder Zeitvertrieb begonnen haben. Wir hatten nie ein Augenmerk, irgendwann eine Platte zu machen oder so.
Greis: Das hat sich dann ergeben, dass wir sogar ein wenig Cash verdienen!
Krust: Wir spielen auch im Fussballclub zusammen von dem her. Wir machen wirklich auch sonst viel zusammen.
Poul Prügu: Wir sind in dem Sinne einfach ein ehrgeiziger Freundeskreis, wenn wir etwas anfangen, dann wollen wir es uns gegenseitig beweisen, und so hat sich die Rap Sache langsam gesteigert. Und irgendeinmal kommt man an den Punkt, wo du sagen musst, so jetzt machen wir etwas Konkretes daraus!


Arbeitet ihr noch nebenbei?

Krust: Nur Phantwo arbeitet noch
Greis: Er ernährt uns alle!
Poul Prügu: Wir nennen ihn auch deshalb: Der Ernährer!
Poul Prügu: neben meiner Schafszucht, wo ich gerade den Osteuropäische Markt sondiere, studiere ich wie die andern zwei auch!
Greis: Sonst singe ich noch zu den Gruyère Käslaibe.
Krust: Ich verkaufe über E-Bay.
Greis: Aber wir trennen unser Käsegeschäft aber strikte vom Rapbiz! Sofern es geht.

Wie geht es weiter mit PVP? Was für Pläne sind im Umlauf?

Poul Prügu: Bei uns gibt keine fixen Pläne, aber sonst schon viele Projekte, die uns vorschweben. Ein Chlyklass Album sollte mal kommen. Alle von uns haben auch eher persönlichere Sachen, die wir realisieren wollen.
Greis: Es gibt sicher auch wieder ein PVP Album. Ob es eine EP, eine Maxi oder gar eine Maxi zu diesem Album sein wird, wird sich zeigen. Time will show!
Poul Prügu: Aber sicherlich werden wir in Zukunft auch wieder mehr grillen. Nach dieser Rapintensiven Zeit brauchen wir vielleicht auch wieder ein wenig Abstand für einige Zeit!