Dopestum – Debüt-Album „Irrehuus“ ab sofort erhältlich

Dopestum kommen aus Muri bei Bern und bestehen Beatremix (Produzent) und MC Mano. Zusammen haben die Beiden nun ein Album mit dem Titel „Irrehuus“ veröffentlicht. Das Debüt-Werk enthält vierzehn Tracks plus Intro und Outro und vermag mit einem „irren“ Zusammenspiel von verschiedenen Musikstilen wie TripHop, Soul, R`n`B, Funk, Crossover und Drum`n`Bass und natürlich viel HipHop zu überzeugen. Featurings gibt es von Fit, Nestor und Diens (Wurzel5).

Das Album „Irrehuus“ von Dopestum ist ab sofort erhältlich bei www.hiphopstore.ch!

Q-Unique – „Ich arbeite bereits am zweiten Album!“

Q-Unique ist den meisten wohl bekannt als „ehemaliges Arsonists“ Mitglied und Member der Rocksteady Crew, jedoch nicht als Einzelact. Wer diese Aussage bestätigen kann, sollte seinen Horizont schleunigst erweitern, denn Q präsentierte mit seinem Debut Solo-Album „Vengeance is Mine“ eines der besten Alben des Jahres 2004! Was er über sich zu erzählen hat erfahrt ihr in diesem Interview – oder auf seinem aktuellen Album…

Du bist eigentlich bekannt für Battle Rap und „schräge Texte“. Viele Songs auf deinem neuen Album lassen sich nicht in dieses Schema einordnen, sie sind viel persönlicher. Ist das ein neuer Q-Unique?

Nein, dass ist eher der richtige Q-Unique! Auf dem Album lasse ich meine Lebenserfahrung einfliessen, deshalb denkt man vielleicht ich habe mich verändert.

Was kritisierst du an deinem eigenen Album? Was würdest du im nachhinein ändern?

Ich würde nichts ändern, ich bin sehr zufrieden mit dem Album. Einzig würde ich mehr Geld aufwenden, damit das Album auch wirklich richtig Promotet wird! Hier bin ich nicht ganz zufrieden…

Du hast selbst lange im Fat Beats NYC gearbeitet. Fat Beats ist der HipHop-Store schlechthin, woher kommt dies?

Fat Beats ist sehr eng verbunden mit der HipHop Kultur, wenn nicht gar schon ein wichtiger Meilenstein in seiner Geschichte. Deshalb ist dieser Store weltweit bekannt! Ich hatte eine gute Zeit als ich bei Fat Beats arbeitete…

Ist es möglich, dass ein weiteres Arsonists Album erscheint?

Nein… Diese Tage sind definitiv vorbei!

Und ein weiteres Q-Unique?

Ja, sicher! Ich arbeite sogar bereits daran!

Kannst du uns bereits etwas über dein zweites Album erzählen? Wann dürfen wir es erwarten?

Geplant ist die Veröffentlichung für Ende 2005! Ich will jedoch noch nichts verraten, eventuell wird auch ein Europäischer Act auf dem Album sein. Aber wie gesagt, ich will nichts dazu erzählen…

Wie und wo schreibst du deine Texte? Was inspiriert dich?

Es passiert einfach, ich kann das nicht steuern. Wie ein Instinkt der dir sagt, jetzt musst du einen Text schreiben. Ich schreibe gerne über die Welt, über all ihre schönen und auch schlechten Seiten. Früher schrieb ich viele Battle-Texte, heute hat sich das ein wenig reduziert. Ich probiere meine Erfahrungen in die Texte einfliessen zu lassen, das ist mir auf dem Album ziemlich gut gelungen.

In deinem Album-Booklet steht folgendes: „all songs recorded in my fucking living room“. Ist dieser Satz korrekt?

Ja, aber natürlich! Alles wurde in meinem Appartement aufgenommen, in der Mitte meines Wohnzimmers! Mein Arbeitsplatz muss schliesslich gemütlich sein!

Du warst gegen die Wahl von George W. Bush. Um etwas zu bewirken ist ihm sogar ein Song („Psychological Warfare“) auf deinem Album gewidmet. Er wird Amerika jedoch die nächsten vier Jahre regieren. Was erwartet uns?

Darf ichs kurz machen? Die Hölle erwartet uns…

Weshalb wurde er dann wiedergewählt?

Alles ist möglich auf dieser Welt… Arnold Schwarzenegger ist zum Beispiel Gouverneur!

Du sagst in dem Song „George Bush comes up and the towers comes down“. Denkst du es gibt Verbindungen zwischen George Bush und 9/11?

Dazu gebe ich kein Kommentar… Eventuell arbeitest du ja für die CIA?! Es gibt zudem genügend Bücher über dieses Thema, ich muss hier keine eigene Theorie präsentieren.

Was würdest du verändern, wenn du Präsident der Vereinigten Staaten wärst?

Weed würde legal werden in den USA! Nein ernsthaft, die Armut würde bekämpft werden und die unprivilegierten Kinder bekämen Hilfe von mir. Es gibt so vieles was schief läuft auf dieser Erde, ich hätte Jahre von Arbeit vor mir!

Was denkst du, wenn du an die Schweiz denkst?

An Käse, Schokolade und eine wunderschöne Natur! Ich kann es kaum erwarten, das nächste Mal in die Schweiz zu kommen!

Was war bis zum heutigen Zeitpunkt das Beste in deiner Musikkarriere?

Blicke ich zurück war alles, was ich erlebt habe, eine gute Erfahrung für mich; ob ich es zu diesem Zeitpunkt positiv oder negativ empfand spielt keine Rolle. Es gibt keinen „Erfolg“ welchen ich speziell erwähnen möchte, jedes Hoch oder Tief ist ein Puzzleteil, zusammengesetzt ergeben diese mein heutiges Dasein.

Du sagst in einem Text „and i like to write about things in the world“. Würdest du sagen, dass gewisse Amerikaner nicht über die Vereinigten Staaten hinaussehen; sprich die ganze Welt sie nicht interessiert?

Viele Europäer werfen den Amerikanern dies vor, ich persönlich habe jedoch bereits weite Teile der Erde bereist und habe viele Erfahrungen gesammelt, welche ich auch in meinen Texten weitergeben möchte. Ob diese Aussage stimmt kann ich nicht beurteilen, wie viel wissen denn die Europäer über die Welt?

Bist du lieber auf der Bühne oder im Studio?

Ich brauche den Ausgleich zwischen Studio und Bühne, ich liebe beides! Es kommt jedoch auch auf meine Stimmung drauf an, was ich gerade lieber mache…

Bei deinem letzten Besuch in der Schweiz im Sommer 2004 in Zürich konntest du das Publikum sprichwörtlich unter Droge setzen mit deiner Energie. Was ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Konzert?

Du musst wissen, wie man das Publikum überzeugen kann, wenn du erfolgreich auf der Bühne sein willst. Ebenfalls braucht es viel Energie auf der Bühne! Ich und mein DJ, DJ Presto One (Rocksteady Crew), versuchen stehts diese Energie auf das Publikum zu übertragen!

In deiner Jugend warst du, so hört man, sehr gut im Baseball. Weshalb klappte es nicht mit deiner Baseball-Karriere?

Ich war nicht schlecht im Baseball… Während meiner High School Zeit platzte der Traum einer Sportkarriere jedoch an privaten Problemen, es lag nicht am den sportlichen Leistungen. Ich möchte nicht mehr darüber erzählen…

Was möchtest du deinen Schweizer Fans zum Schluss mitteilen?

Seid bereit für mich, ich werde euch bald besuchen! Q-Unique will rock the world!!!

Afrob – „Hammer“ ab heute erhältlich!

Das Reimmonster ist zurück! Ab heute steht das neue Album des Stuttgarters in den Läden: Hammer! Storytelling, Partytracks und Beats, die bouncig, hart und mit viel Sythieklängen daher kommen, machen das Album zu dem, was der Titel verspricht! Klar ist Samy Deluxe gleich wie Max Herre oder Joy Denalane
als Gast auf der Platte dabei, die unter anderem Tracks von erfolgreichen
amerikanischen Produzenten wie Jaz-O, Blitz (Megahertz), Needlz, B.R. Gunna, Young R.J. und Waajeed beinhaltet. Unbedingt kaufen das Teil!

Das Album „Hammer“ von Afrob ist ab sofort überall erhältlich – jetzt gleich bestellen unter www.hiphopstore.ch!

Videoclip „Wollt Ihr Wissen“: low | high

Splash – doch wieder in Chemnitz

Nun ists also doch definitiv. Zu Beginn des Jahres gab es Gerüchte, dass Europas grösstes HipHop-Festival „Splash!“ umziehen muss, da die Miete für den Stausee in Rabenstein bei Chemnitz drastisch erhöht wurde. Durch einen Förderbetrag in Höhe von 40.000 Euro der Stadt Chemnitz wurde nun die Standortfrage geklärt. Das inzwischen achte Splash!-Festival (5.-7.08.2005) findet auch in diesem Jahr wieder in Chemnitz statt.

Inzwischen wurden auch die ersten Acts bestatigt: Gentleman, Seeed und Kool Savas sicherten bereits ihr Kommen zu. Weitere ca. 100 Solo-Acts und Crews werden in den kommenden wochen und Monaten bekannt gegeben. Desweiteren wurden die Preise der Splash!-Tickets um 10 Euro gesenkt – Ein 3-Tages-Ticket kostet nun 74 Euro. Wenn das keine guten Aussichten sind!!

The Game – Stress mit Fifty?

In der kommenden Ausgabe des Vibe-Magazins äussert sich Fifty angeblich recht unkollegial über The Game. Sämtliche Songs auf Games aktuellem Album The Documentary sollen demnach auf Ideen des G-Unit Captains beruhen, die dieser für The Massacre nicht verwendet hat.
Ausserdem akzeptiert Game wohl nicht ausreichend wer der Boss ist. Sohh.com zitiert Fifty mit: „[Game don’t knows] when to shut up“, und hören kann der Junge scheinbar auch nicht. Das Erscheinen Game’s auf dem Jim Jones Track „Certified Gangsta“ und im dazugehörigen Video passte Fifty wenig, weil der Dip Set Capo auf dem Indie Koch released und 50 Cent nicht mit Labels zusammenarbeitet, die unter ihm stehen.
Mit ganz anderen Gerüchten hat der Newcomer dieses Jahres auch noch zu kämpfen. The Game soll sich vor seiner Rap-Karriere mit Strippen etwas dazu verdient haben.
Yukmouth, bekannt von Luniz und seit Jahren halb-erfolgreich im Westcoast Underground, behauptet ein Video zu haben, auf dem genau das zu sehen ist. Aufgenommen natürlich nicht in Yuk’s Schlafzimmer, sondern bei einem Junggesellinen-Abschied…
Angeblich trug Game damals ein Zungen-Piercing und strippte für eine proffessionelle Agentur in L.A.
Yukmouth will den Beweis auf seiner nächsten DVD zur Verfügung stellen.
Schon seit längerem hat der bei Rap-A-Lot gesignte Bay-Rapper Beef mit 50 Cent, was dann wohl auch Stress mit Game nach sich zog. Na ja…

Fat Joe – wehrt sich gegen 50 Cent

In seinem Track „Piggy Bank“ disste Fifty neben Jadakiss auch Fat Joe. In DJ Kay Slay’s Radio Show auf dem New Yorker Sender Hot 97 gab er sich gestern wieder Mühe endlich Stress zu starten.

Erneut warf das G-Unit Member Jada und Joey Crack vor, mit Ja Rule kollaboriert zu haben und erinnerte an die Verkaufszahlen seiner neuen Gegner, die ja viel geringer sind als seine. Was wiederum seine Überlegenheit eindeutig unter Beweis stellt.
Neben der Ankündigung, die beiden platt zu machen, kritisierte er auch Jay-Z dafür, selbiges nicht getan zu haben, z.B. zu der Zeit in der Fat Joe dezente Jigga-Disses in seine Rhymes einbaute.
Nur wenige Minuten nachdem Fifty mit seiner Ansprache fertig war, meldete sich Fat Joe bei Kay Slay, ebenso telefonisch und noch weit mehr angepisst. Während der nächsten 15 Minuten kritisierte er den G-Unit Boss dafür, dass er versucht den Verkauf seines Albums zu pushen in dem er andere Rapper disst. Zweitens wies er darauf hin, dass Fifty weit seltener In Da Club zu sehen ist, als das sein grösster Hit andeutet. Laut Fat Joe ist Fifty de facto überhaupt nie im Club, geschweige denn in irgendeiner Hood zu sehen. Für ein Foto das das Gegenteil beweist bot er spontan 1000$ Belohnung an…
Auch dass Fifty zwar Beef anfängt, sich gleichzeitig aber mit Securities einmauert, stört Terror Squad’s First Man. Er forderte Fifty zu einem One-on-One (was auch immer) auf, nannte ihn einen „long distance gangsta“ und machte sich darüber lustig, dass Fifty selbst seine Record-Release Party im eigenen Haus feiert.
Vielleicht sollte sich Joe einfach zurück lehnen… Zumindest bis er selbst wieder ein neues Album zu promoten hat…

Guerilla Black – Ich rebelliere gegen die Gesellschaft

Guerilla Black aus Compton, L.A. ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht von einem MC. Durch unzählige Mixtapes und besonders mit „Hood Affiliated Vol. 1“ hatte er für Aufsehen an der Westküste gesorgt. Dadurch gelang ihm der Sprung zum Major-Label Virgin Records/EMI und somit kam die Realisation seines Debüt-Albums „Guerilla City“ das ausgesprochen positives Lob einheimsen konnte zustande. Oft wird G. Black als die Reinkarnation von Rap-Ikone Notorious B.I.G. gehandelt, da er in punkto Aussehen, Stimme und Flow Biggie Smalls auffallend ähnlich ist. Was er von diesem Vergleich hält und weitere interessante Infos verriet ein gutmütiger und redseliger Guerilla Black im Interview mit aightgenossen.ch.

Kommen wir gleich mal zu deinem Namen zu sprechen. Guerilla steht ja für gegen irgendetwas ankämpfen, rebellieren. Gegen wen oder was kämpfst du?
Ich rebelliere gegen die Gesellschaft, weisst du, ich rebelliere gegen Ungerechtigkeiten. Ich rebelliere gegen die Ursachen dass Leute früh sterben, dafür dass kein Mitglied meiner Familie in Armut leben muss. Ich rebelliere auch für mich selber, in der Hinsicht dass ich herausfinden will wer ich wirklich bin in dieser Gesellschaft.

Mit deinem Independent-Mixtape „Hood Affiliated Mix Tape Vol. 1“ hast du für grosses Aufsehen an der Westküste gesorgt. Dadurch wurden Major-Labels auf dich aufmerksam und jetzt bist du bei EMI unter Vertrag. Wie hast du diesen plötzlichen Erfolg verarbeitet?
Eigentlich bin ich damit umgegangen wie mit allem anderen auch, ruhig. Ich habe mich dieser Situation angenommen und mich damit auseinandergesetzt um es richtig zu verstehen. Indem mir dieser Erfolg bewusst wurde konnte ich die Sache ruhig angehen. Ausserdem hatte ich eine Menge Leute die meine Sachen spielten, sodass ich eigentlich nicht von einer Welle des Erfolges überrannte wurde, sondern dieser mir quasi wohl portioniert entgegenkam.

In Compton scheint es ein ziemlich grosses Potential an talentierten MCs zu geben. Mit deiner Single „Compton“ widmest du dieser Stadt einen Song. Wie hast du dein Leben dort verbracht?
Ich habe mein Leben so gelebt wie man es eigentlich in einem Ort wie Compton erwartet. Ich war ein Jahr im Gefängnis, habe ständig Autos gestohlen als ich jünger war, war ich in lauter Gang-Streitigkeiten mit den Bloods verwickelt. Ausserdem habe ich lange Zeit Weed geraucht, mit Crack gedealt. Im Grunde genommen hatte ich eine Menge Spass, ich habe aber auch schlechte Dinge getan die ich definitiv bedauere. Und viele Menschen die ich geliebt hatte, die mir nahe standen sind gestorben. Mein ganzes Leben lang habe ich definitiv harte Sachen gesehen, Armut und Ungerechtigkeiten. Ich musste mich durchkämpfen. Mir sind auch viele Leute begegnet, die aus ihrem Talent nichts machen konnten. Sie konnten nicht aus Compton raus um etwas Besseres zu machen. Ihnen blieb einzig der Weg Crack oder Kokain zu verkaufen. Schlussendlich drohte auch ich so zu enden wie diese Leute, um überhaupt meine Familie ernähren zu können und ich betete zu Gott damit ich aus dieser Situation rauskommen konnte.

Ist Compton bzw. die West-Coast zurück auf der HipHop-Karte? Nebst dir ist ja auch The Game gross im Gespräch?
Es ist bereits schon zurück. Jedermann rennt herum und schreit „Compton“. You know, meine erste Single war „Compton“ zusammen mit Beenie Man und definitiv verkauft auch The Game seine Records wie verrückt und wie schon gesagt Compton/West Coast ist bereits zurück auf der HipHop-Karte. Genau genommen war Compton gar nie weg. Diese Stadt hat immer eine grosse Rolle in den Gedanken der HipHop Heads gespielt, schon seit den Tagen von N.W.A., DJ Quik, MC Eight und vielen anderen. Die Liste setzt sich eigentlich immer fort. Ich und The Game sind die Fortsetzung und reihen uns ein zwischen Leute wie Dr. Dre, Ice Cube oder MC Ren. Nun sind wir im Spiel und haben es ein bisschen einfacher „to spit fire.“

Nervt dich das dass du immer mit Biggie verglichen wirst oder empfindest du das als Ehre?
Manchmal ist es schon nervig. Ich denke der nervige Teil ist, dass die Leute nicht die Unterschiede von mir und Biggie separieren können. Am Ende des Tages – weisst du, ich liebe Biggie, ich liebe Chubb Rock, ich liebe Scarface, ich liebe Heavey D, ich liebe sie deswegen weil sie Style haben/hatten und so stückweit inspirierend auf mich wirkten. Ich mag Lyricists. Und 2Pac, Biggie und Scarface waren/sind definitiv gute Lyricists, ebenso waren sie Inspirationsquelle für mich, aber am Ende des Tages kommen die Dinge die ich tue und die ich sage ausschliesslich von Guerilla B-L-A-C-K. Du musst auch wissen, eine zeitlang musste ich mich ständig rechtfertigen wegen dieser Biggie Sache, aber alles was ich machen konnte, war weiterhin Records aufnehmen. Um es mit einem Vergleich deutlich zu machen. Die ganze Sache ist wie ein Baum. Die Leute sehen den Stamm, der aussieht und klingt wie Biggie, aber sie erkennen nicht die Äste, die auch dazugehören, die Guerilla Black ausmachen und ihn von Notorious unterscheiden. Aber ich denke mal, diese Fragen werden irgendwann mal versiegen, wenn die Leute die Unterschiede erkennen.

Um gleich dabei zu bleiben. Früher warst du unter dem Namen Big Cizzle bekannt und hast auch ein Album veröffentlicht. Häufig wirft man dir vor, dass du dort eher wie Mystikal oder DMX klingst und jetzt bei Guerilla City wie B.I.G. Sie zweifeln an der deiner Echtheit. Was sagst du dazu?
Als ich das erste Mal anfing zu rappen, sagte mir mein Bruder ich klinge zu sehr nach Biggie. Da habe ich halt versucht anders zu klingen und habe als Big Cizzle so eine Platte aufgenommen. Als ich zusehen musste wie meine Frau im Krankenhaus starb, brach eine Welt für mich zusammen. Ich gab das rappen auf und lief nur noch in Trauer und Depression durch die Welt. Irgendwann – durch meinen Bruder motiviert – fing ich wieder an mit dem rappen. Durch den Tod meiner Frau stellte sich bei mir eine Kehrtwende ein in meinem Leben. Ich sagte mir warum soll ich meine Stimme verändern? Ich klinge nun mal so und muss mich nicht verstellen. Weisst du, es gibt zwei Dinge im Leben die du alleine machst. Erstens, du kommst alleine aus der Pussy raus hinein ins Leben und zweitens du verlässt dieses Leben alleine im Sarg. In meinem Leben bin ich niemandem Rechenschaft schuldig. Der einzige der schlussendlich über mich richtet, ist Gott. Ich tue jetzt einfach was ich tun muss, ich mache „hot records“. Überhaupt die Leute sollen nicht in der Vergangenheit nach Dreck wühlen. Ich habe dazumal anders geklungen weil ich mich verstellt habe. Aber man macht eine Entwicklung durch. Das ist genauso als die Leute sagten Shyne klinge wie Biggie oder besser Shyne klinge wie Nas. Oder noch ein Beispiel als Jay-Z so klang wie die Fu-Schnickens. Erinnerst du dich daran?

An die Fu-Schnickens…?
…Ja. Daran als Jay-Z zu Beginn seiner Karriere wie die Fu-Schnickens rappte.

Davon weiss ich leider nichts. Ich höre nicht so viel Jay-Z, daher kenne ich seine Musik nicht gut. Ich kann das nicht beurteilen.
Yeah. Wie gesagt er klang wie die Fu-Schnickens. Ich meine z.B. 50 Cent. Er klang früher nicht so wie er jetzt klingt. Künstler verändern sich von ihren Anfängen bis zu ihrem aktuellen Zustand. Das ist ein Prozess. Ich bin nun mal mit dieser Stimme auf die Welt gekommen. Daran kann ich nichts ändern. Das bleibt nun mal so.

Du hast auf deinem Album eine Menge interessanter Features. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?
Zunächst kam der Kontakt mit Carlos Broady (Mitproduzent auf „Guerilla City“, Anm. d. Verf.) über meinen A&R zustande, dieser kannte ihn nämlich. Fred Wreck kannte ich auch seit langer Zeit, dieser hatte mit Nate Dogg zusammengearbeitet und so stellte er den Kontakt zwischen mir und Nate Dogg her. Für mich war es eine Ehre mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten. Besonders mit Mario Winans konnte ich extrem gut chillen. Für mich war das quasi Voraussetzung um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Beenie Man zum Beispiel habe ich bis anhin nur wenig gekannt, aber die Arbeit mit ihm war ziemlich angenehm. Ich hatte eine Menge Spass.

Du bist das erste Mal in der Schweiz oder? Gestern hattest du eine Show in Zürich. Wie ist dein bisheriger Eindruck von der Schweiz und den Leuten?
Zuerst einmal kommt es mir immer noch wie ein Traum vor hier in der Schweiz, in Zürich zu sein. Ich geniesse es sehr überhaupt hier sein zu können. Bisher habe ich noch nicht so viel gesehen, aber ich versuche ein Stückweit etwas vom Leben und der Kultur der Menschen hier mitzubekommen. Ich weiss ihr habt hier ein sehr gutes Bankensystem und der Lebensstandart den die Leute haben ist ziemlich hoch.

Zu Beginn deiner Karriere hast du viel mit Ice-T gearbeitet. Wie stehst du zu ihm und ist eine Zusammenarbeit in irgendeiner Art geplant?
Was soll ich sagen. Er war einer der ersten der mich ins Rap-Game gebracht hat. Er ist sozusagen mein Mentor. Ich werde bestimmt noch irgendwann mit ihm zusammenarbeiten.

Was sind die nächsten Schritte nach
„Guerilla City“? Schon was geplant oder lässt du mal alles auf dich zukommen?

Ich habe definitiv viel geplant. Ich möchte mich mit diesem Album ins nächste Level schiessen und damit die Kritiker und Pessimisten zum stillschweigen bringen. Ausserdem wird ein neues Video folgen. Zudem ist ein Guerilla Black Schuh in Planung.

Wie willst du es vermeiden in Zukunft als Biggie-Klon unterzugehen, was durchaus passieren könnte?
Mit der Zeit in der ich weiterhin Sachen veröffentlichen werde, wird dieser Biggie-Vergleich in den Köpfen der Leute allmählich verschwinden. Ich denke sehr viel Leute die mein Album zum ersten Mal gehört haben, haben sich zu sehr auf dieses Biggie-Ding fixiert und haben dadurch die Inhalte meiner Texte nicht richtig zur Kenntnis genommen. Denn wenn sie richtig zuhören würden, dann würde ihnen auffallen dass ich mich sehr von Biggie unterscheide. Ich habe ganz andere Storys zu erzählen, eine völlig andere Sichtweise des HipHop Biz. Aber ich denke nun habe ich die Plattform um mich den Leuten mitzuteilen und wie gesagt diese Gedanken aus ihren Köpfen zu streichen.

Meine letzte Frage. Kannst du zusammenzählen warum die Leute nach Guerilla Black „Guerilla City“ Ausschau halten sollten?
Weil ich für eine lange Zeit im HipHop Game sein werde. Guerilla City ist ein Klassiker. Die Musik ist universell. Ich habe als erster Newcomer aus der Westcoast seit sieben Jahren die nationalen und internationalen Grenzen gesprengt. Ich denke die Schweizer Heads würden etwas Phänomenales verpassen. Und in naher Zukunft wird meine neue Schuhmarke „Guerilla Boot“ auch in der Schweiz erhältlich sein. Also checkt Guerilla B-L-A-C-K.

3-Sächser – am 12. März ist es soweit! / dritter Download-Track

Am 12.März ist es soweit. „1,2,3…“ wird die neue EP der 3-Sächser heissen überwelche wir in den letzten Wochen schon berichtet haben.
Passend dazu gabe es jede Woche einen exklusiven Web-Track zum Downloaden. Nun wird drei Track starke Exklusiv-Reihe wird mit dem Track „123 Schwitze“ von FREEZE beendet.
Demnächst wird es auch einen Videoclip zu sehen geben welcher uns die Wartezeit auf die EP noch ein bisschen überbrücken wird.
Alle drei Exklusiv-Tracks sind auf www.diggy.ch/3-saechser und bald auch auf www.3-saechser.ch downloadbar.

LL Cool J – verklagt die Kleidermarke FUBU

Der Legendäre Rapper und Schauspieler LL Cool J hat die Kleidermarke Fubu verklagt, für welches er lange Zeit gemodelt hat. Seiner Meinung nach wurde er vom Kleider-Label nicht ausreichend für seine Leistungen bezahlt. LL war einer der Hauptwerbeträger der Klamottenmarke.
LL selbst hat nun deshalb wohl auch andere Pläne, denn zur Zeit arbeitet er an seiner eigenen Clothing Line, die seinen Namen „James Todd Smith“ tragen wird.

Missy Elliott – neues Album im Mai

Nachdem wir bereits Gestern berichtet haben, dass Missy plant einen Film über ihr Leben zu machen, folgen nun gleich die nächsten News. Missy Elliot hat angeblich ihr neues, bereits das sechste Album fixfertig im Kasten. Sie selbt hält das Werk für ihr bisher Bestes. Auch Kollegin Lil’Kim soll begeistert sein. Wenn alles gut geht, sollte das Teil im Mai auf den Markt kommen. Bis dahin gibt es Missy mit ihrer Casting-Show im US-Fernsehen zu sehen!