Jay-Z – und sein Diamantensymbol!

Wieder wird Jay-Z ans Bein gepisst! Knapp drei Wochen nachdem Diamond Dallas Page eine Klage gegen Def Jam Boss Jay-Z einreichte, nahm der Wrestler dazu Stellung. Er wirft Jay-Z vor, das Diamanten-Symbol unerlaubterweise kopiert zu haben, da er sich das Trademark für das Zeichen sichern liess.
Ein Wrestler hat Jay-Z wegen Markenverletzung verklagt und gab nun ein Statement dazu ab, indem er klarstellte, dass er nicht vor hatte, den Rapper zu verklagen, weil er ihn auf ganzer Linie respektiere. Bereits im Juli begannen internen Verhandlungen um das Zeichen, die jedoch zu keiner Lösung führten.
Page fuhr fort mit der Aufzählung einiger Namen von Entertainern und Sportlern, die das „Diamond Cutter“ Symbol schon benutzt haben, unter anderem trifft das auf die Basketballer Karl Malone und Lebron James zu. DDP bemerkte zum ersten Mal, dass auch Jay-Z das Zeichen benutzte, als der nach dem Spiel in dem Lebron James das Diamanden-Symbol mit seinen Händen formte, in einem Interview behauptete: „Das ist mein Zeichen!“.

Xzibit – Schluss mit Pimp my Ride?

Wird Xzibit bald keine Autos mehr aufmotzen? Lange wurden die Sendungen einer der erfolgreichsten TV Shows auf MTV ausgestrahlt. Die Rede ist von „Pimp My Ride“ mit Xzibit als Host der Sendung. Wie jetzt jedoch bekannt geworden ist, werden MTV und West Coast Costumers in Zukunft getrennte Wege gehen.
„We’ve had a great experience with Ryan,“ so MTV Sprecher David French. „Everyone in that garage is very talented and we wish them all the best.“

In Zukunft werden die Jungs von West Coast Costumers eine neue Sendung bekommen welche eventuell auf dem Discovery Channel ausgestrahlt werden soll. In der Show sollen dann Hubschrauber, Jets und Tourbusse aufgemotzt werden.

Black Eyed Peas – conscious Power

Ihre Musik kann auch eine Message haben. Die Black Eyed Peas haben sich jetzt mit Amnesty International zusammen geschlossen, um mit anderen Künstlern das „Make Some Noise“ Album, welches aus Neuversionen von John Lennon Songs bestehen wird, zu produzieren. Lennons Ehefrau Yoko Ono stiftete 2003 die Rechte seiner Solo Tracks an Amnesty. Als erster Song wurde „Power To The People“ neu bearbeitet und steht nun als Download bereit. „Power to the People is the ultimate anthem! We had an incredible time recording the track for Make Some Noise, and hope the single will motivate people to truly stand up and be counted,“ sagte BEPs will.I.am. „Make Some Noise“, welches nächstes Jahr erscheinen soll, enthält u.a Coverversionen der Lennon Songs von Avril Lavigne, Snow Patrol, The Cure, The Postal Service und Maroon 5.
„Lennon stood for so much, and it’s a privilege to ensure his music and messages reach out to people at such a poignant time of the year,“ äusserte sich Adam Levine von Maroon 5 in einem Interview. Das Album wird im Zusammenhang mit der „Make Some Noise“ Initiative veröffentlicht, welche eine Menschenrechtsorganisation von Amnesty ist.

Nelly – No Pimp Juice at Christmas

Nelly hat wohl kein relaxtes Weihnachtsfest gefeiert! Am 23. Dezember entwendeten Unbekannte 5000! Kisten von Nelly’s Energy Drink Pimp Juice aus einem parkenden Truck. Die Pimpsäfte sollten eigentlich nach Trinidad verschickt werden. Viel Spass an ihrem Diebesgut werden die Täter wohl nicht haben, denn ihre vorweihnachtliche Aktion wurde höchstwahrscheinlich auf Kamera festgehalten.

Beanie Sigel – wieder einmal angeklagt

Nichts Neues unter der Sonne. Auch das neue Jahr fängt für Beanie Sigel nicht gerade vielversprechend an. Nach diversen Gerichtsverhandlungen wegen u.a. unerlaubtem Waffenbesitz und nicht geleisteten Alimenten, steht im Januar ein weiterer Gerichtstermin an.

Anfang des Jahres leistete sich Beanie eine physische Auseinadersetzung mit dem 53-jährigen Wendell Mathis. Angeblich hat Mister Sigel seine weibliche Begleitung beschimpft. Daraufhin kam es zu einer heftigen Prügelei, bei der Beanie die Augenhöhle des Mannes zerbrach. Autsch!

Ebenfalls im Januar, beginnen die Verhandlungen im Falle Kevin Green, der des Mordes an Beanie’s Stiefvater Sam Derry beschuldigt wird. Green soll Beanie’s Dad erschossen und anschliessend verbrannt haben!

Mary J. Blige – back on the top

Mary J. Blige lässt die Konkurenz im Regen stehen. Ihr aktuelles Album „The Breakthrough“ platzierte sich „Nomen Est Omen“ Style – mit 727.000 Verkäufen in der ersten Woche – auf der Nummer 1, der US Billboard Hot 200 Album Charts.

Zum Vergleich: ihr Vorgänger verkaufte sich in der ersten Woche gerade mal 286.000 Mal und auch ihr 1997er Album
„Share My World“ kann mit 240.000 Exemplare nicht mithalten. Nach all der Scheisse, durch die Mary in früheren Jahren ging, sei’s ihr vergönnt!

Ghostface – eigene Puppe und neue Releases!

Wu-Tang Rapper Ghostface wird demnächst in Zusammenarbeit mit 4Cast Limited eine limitierte Puppe veröffentlichen. Die Plastik-Puppe wird laufen sowie sprechen können und eine 14-Karat Goldkette tragen. In der Hand hält der Ghostface „Mini Me“ einen mit Swarovski Kristallen verzierten Goldkelch. Die Puppe ist auf 1000 Stück limitiert und also Bonus gibt es noch ein exklusives Mixtape von Ghostface dazu. Weitere Infos wird es demnächst auf www.theghostfacedoll.com geben.
Anfang Dezember veröffentlichte Ghostface zusammen mit Trife Da God das gemeinsame CD/DVD Kollabo “ Put It On The Line“ über Sure Shot / Traffic Entertainment. Neben 18 brandneuen Tracks auf der Audio-CD befindet sich auf der DVD ein komplettes New York Konzert.

Desweiteren arbeitet Ghostface weiterhin an seinem fünften Solo-Album, welches über Def Jam erscheinen wird. Die LP, mit Produktionen von Pete Rock, Nottz, RZA und MF Doom, wurde auf den Februar 2006 verschoben. Für den Frühling 2006 ist das Kollabo-Album „Swift and Changable“ mit MF Doom geplant.

Trick 77 – Komplette EP zum Donwload

Trick 77 aus dem Kanton Glarus haben sich mit unzähligen Auftritten und Gastauftritten auf Tonträgern eine grosse Fangemeinde erspielt. Nun droppen die Glaner eine gesamte EP zum Gratis-Download! Auf www.trick77.gl gibts sieben Spitzentracks inkl. Cover. Darauf enthalten ist auch der Gegen-Nazis Song „Huusverbot“, der in den letzten Tagen auf vielen schweizer Radiosendern zu hören war und an Schulen in der Schweiz verteilt wurde. Saugen!

DJ Little Maze – It’s time for the DJ

DJ Little Maze, HipHop Urgestein aus Winterthur, hat eine Mix-CD namens „DJ Salat Vol. 1“ veröffentlicht mit einem einzigartigen Konzept. 20 DJ’s auf einer CD, die sich austoben konnten und unter den Fittichen von Little Maze zu einem Mix verschmolzen. Für aightgenossen.ch stand er, ganz im Zeichen von „DJ Salat“, während dem Mittagessen Rede und Antwort. Guten Appetit.


Maze Stell dich doch zuerst kurz vor und erzähl uns deinen Werdegang.
Mein Name ist DJ Little Maze. Ich mache seit über 15 Jahren Musik. Ursprünglich komme ich eigentlich aus dem Tanzbe- reich, d.h. früher als ich noch viel jünger war, bin ich immer in die Clubs tanzen gegangen. Somit habe ich mich dazu- mals bereits mit dem Nachtleben aus- einandergesetzt und habe mir gesagt: Das ist es, hier möchte ich mich weiter- entwickeln. In dieser Zeit habe ich auch gesehen, wie DJ’s aufgelegt haben und habe mir gesagt: das will ich auch probieren. Ich hatte einen Mentor ge- habt, der mir alles gezeigt hat, mit seinen Rock- und Funkplatten und da habe ich mir vieles abgeguckt. Als Jugendlicher war ich äusserst motiviert etwas zu machen, besonders in der Zeit, als es hier in Winterthur nicht wirklich viel gab.


Was war der entscheidende Faktor, der dich dazu brachte, DJ zu werden?
Wie bei vielen DJs auch, war bei mir der entscheidende Faktor, dass der Sound, den andere DJs spielten, mir effektiv nicht passte. Es war schon geil, aber ich hatte eine andere Vision. Es war so Wunschkonzertmässig, ich war nicht der, der sagte: spiel das, das oder das, sondern ich war derjenige, der fragte, was gerade gespielt wurde. Wie gesagt, ich hatte eine andere Vision, habe anderes Zeugs gehört mit dem sich der DJ nicht identifizieren konnte. Somit bestand die einzige Möglichkeit meinen Sound zu hören darin, dass ich selbst auflegte. Ich hab dann angefangen, mir meinen Style zusammenzukaufen. Meine Philosophie war immer, es ist mein Geld und mit meinem Geld kauf ich das, was mir gefällt und nicht irgendwas, was irgendjemand anders geil findet oder es gerade ein Hit ist.

Was waren deine damaligen musikalischen Einflüsse?
Mein allererster musikalischer Einfluss waren ganz klar die 80er gewesen. Das erste Konzert, das ich besuchte habe, noch zusammen mit meinen Eltern, war das von a-ha (norwegische Popband der 80er, Anm. d. Verf.) im Hallenstadion. Also sicher einmal die 80er, aber auch Ländler. Im Umfeld meiner Eltern hörten viele Leute Ländler und somit kam ich damit auch in Kontakt. Als ich getanzt habe, war auch Funk schon im aufkommen, sowie House der auch am Anfang stand. Dann kam langsam der HipHop.

Mittlerweile hast du nun deine Mix-CD namens „DJ Salat Vol. 1“ veröffentlicht, hinter der ein spezielles Konzept steckt. Kannst du etwas darüber erzählen?
„DJ Salat Vol. 1“ ist eine meiner Furz-Ideen (lacht). Furz-Idee klingt lustig, ist aber im positiven Sinne gemeint. Die meisten DJ Kollegen packen entweder den neusten Shit drauf, zack, aufnehmen, morgen verkaufen, übermorgen ist schon wieder alt. Andere machen viel Classic Tapes. Die meisten machen aber Feature Mixtapes mit MCs, machen ein Exklusiv und schmeissen das auf ihr Tape. Ich habe mir gesagt: „It’s time for the DJ!“. Darum auch „DJ Salat“. Ich habe 20 DJ’s auf der CD, quer vermischt, jeder hatte 3 ½ Minuten und konnte machen was er wollte, ohne Vorschriften. Du machst was du willst, schickst es mir und ich mixe es zu einem, sauberen Mix zusammen. Um es etwas Spezieller zu machen, habe ich kein reguläres Tracklisting gemacht. Es sind nicht 20 Tracks drauf, bei dem man sieht: jetzt ist der oder der DJ drauf, sondern drei Aufteilungen, bei denen eine gewisse Anzahl DJ’s zu hören ist. Darum gibt es auch kein Cover und kein Tracklisting, bei dem man gleich weiss, welcher DJ an der Reihe ist. Man muss es heraushören. Darum geht es mir auch, dass man etwas genauer hinhört und sich fragt: Welcher DJ könnte das sein? Es sind 20 DJs in the mix, jeder bringt was er will. Das geht über Funk, Reggae, es hat ein ODB-Medley, ein Michael Jackon Medley, es hat Elektro dabei, ebenso ein Exklusiv von Supernatural. Es ist sehr abwechslungsreich und wenn man es beim Kulinarischen belässt, könnte man sagen: das ist mein Geheimrezept.

Wie sah der Entstehungsprozess aus?
Am Anfang ist es schon holprig gewesen. Du fragst 20 DJ’s an, alle sagen Ja, dann gibst du ihnen eine Zeitlimite und plötzlich hörst du nichts mehr. Wenn du nachfragst, dann heisst es Ja, Ja, Ja und ich selber komme dann auch in Zeitdruck. Ich will das ja nicht erst in zwei Jahren rausbringen. Ich brauchte ein halbes Jahr bis ich alles zusammen hatte, alles durchgehört, zusammengestellt und gemixt hatte und das fertige Produkt da war. Zwei, drei Leute musste ich rauskicken, da der Rahmen einfach nicht eingehalten wurde, aber das heisst nicht, dass sie gar nicht mehr dabei sind. Diese werden dann auf Vol. 2 zu hören sein, falls dann noch Interesse besteht. Beim Vol. 1 war es auch schwieriger, weil die angefragten DJ’s nicht genau wussten, wie sie jetzt vorgehen konnten etc. Hundert Fragen wurden mir gestellt und ich habe einfach erklärt: Du hast 3 ½ Minuten, mach was du willst. Das war so das Grundkonzept. Und in 3 Monaten geht es schon wieder los, da werden die nächsten 20 DJ’s angefragt.

Bist du mit dem Endresultat zufrieden?
Betreffend der Produktion habe ich gemerkt, dass ich da einiges anders machen muss, aber das habe ich natürlich erst in diesem Entstehungsprozess gemerkt. Eben die Sache mit der Zeitvorgabe, dass ich auch immer wieder gesagt habe, na gut, ich gebe dir noch eine Woche. Ja ich bin mit dem Endresultat sehr zufrieden, es war auch eine Herausforderung, alle die verschiedenen Richtungen zusammenzumixen.

War es leicht die teilnehmenden Künstler für deine Idee zu begeistern?
Es war sehr verschieden. Wie das halt so ist, man kennt das ganze Gehate, da gab es sicher Leute, die gesagt haben, DJ Little Maze, was ist das für ein Clown, mit dem arbeite ich nicht zusammen und mich dann durch die Blume wissen liessen, dass sie kein Interesse haben. Das respektier ich auch, jedem das Seine. Bei anderen hat das reibungslos geklappt. Ich denke auch, dass bei den folgenden Veröffentlichungen dann einige DJ’s auf mich zukommen werden. Ich freue mich jetzt schon das nächste Volume mit weiteren 20 DJ’s in Angriff zu nehmen.

Um zu deiner Tätigkeit als DJ sprechen zu kommen. Du hast ja unzählige Club-Referenzen in welchen du auflegst. Ich nenne dir jetzt drei Clubs und du sagst was dir speziell daran gefällt.
Salzhaus: Voll geil, voll geil. Ich weiss jetzt nicht wie viele vom Salzhaus das lesen, aber liebe Grüsse von mir, ich würde gerne wieder mal bei euch auflegen. Ich liebe das Salzhaus. Du hast dort die Snöber-Skater-undergroundigen Hippie-Leute und nicht so jiggy. Das ist eben das Schöne am Salzhaus.
Tonimolkerei: Ich habe in der Toni Molkerei zwei oder dreimal aufgelegt für U.S. Acts. Ich finde die Toni Molkerei OK. Sie hat aber ein paar kritische Stellen, wie z-B. die Säulen die man vor dem Gesicht hat. Wenn man mal ein Konzert anschauen möchte, muss man dann die Säulen anschauen. Auch vom Sound her geht es eigentlich so. Es ist ja sehr gross und daher klingt es ziemlich wie in einer Höhle. Ich bevorzuge doch eher die kleineren Clubs. In der Tonimolkerei gehen zwar recht Partys ab, aber das ist halt das Problem mit grossen Clubs, dass keine wirkliche gute Atmosphäre entsteht und auch der Sound nicht so gut rüberkommt. Aber im Grossen und Ganzen: Tonimolkerei ist OK.
UG: UG! Der bekannte Schwitzkasten. Leider wird der Club einige Änderungen vornehmen, so wird es in Zukunft weniger oder keinen HipHop geben, sondern sie orientieren sich an andere musikalische Richtungen. Es ist effektiv ein Schwitzkasten. Ich habe ein paar Mal dort aufgelegt, ich finde es voll geil, auch darum, weil es eben diese Underground Szene ist. Ich kann mich noch erinnern als der Warm Up DJ von Kid Capri aufgelegt hatte und irgendein R’n’B Stück spielte, dass das ganze UG ihn ausgebuht hatte. Nach drei Stunden Set hat dann Kid Carpi die Musik abgestellt und zu den Leuten gesagt: Underground ist ja schön und gut, aber wir sollten auch was für die Ladies bieten. Damit konnte er die Leute beruhigen und sein Stück laufen lassen. Aber man merkt, dass das UG ziemlich underground ist und das schätze ich sehr. UG ist top.

Um gleich bei den Locations zu bleiben. 2002 tratst du am Montreux Jazzfestival auf. Was war das für ein Gefühl für dich?
Es ist so, ich lege sehr gerne auf, egal wo. Ich kann im grössten Kaff, in irgendeinem Bauernhaus ein Riesen Fest haben. Das ist meine Philosophie, denn ich liebe das, ich lebe das. Ich kann nicht verstehen wenn jemand auflegt und sagt: Das war Scheisse. Wieso machst du es dann? Im Prinzip musst du immer die Situation abschätzen und mit dem Publikum arbeiten und dich selber amüsieren können. Der Egotrip muss stimmen…ich meine das ist wie mit den Drogen. Du nimmst keine Drogen damit es dem anderen besser geht, sondern dir. Das ist ein Egotrip. Rein mit dem Mist und dann geht es dir gut. Ich brauche das nicht. Ich brauche nur gute Musik, gute Party und dann bin ich high. Music makes me high (singt). Freaky Tah Rest in Peace. Was Montreux anbelangt, da hat mich Claude (HipHop.ch, Anm. d. Verf.) reingebracht, dieser Anlass war einfach Top of the Pops, ganz klar. Du bist zwischen Bilal und Common und spielst dein Set runter und die Leute sitzen am Boden und hören zu, das war grossartig.

Bist du eigentlich Vollblut DJ oder gehst du auch einem 0815-Job nach?
Jetzt kann ich sagen dass ich Vollblut DJ bin. Habe ein paar Jahre gesagt ich will eigentlich nur das machen und schauen ob’s funktioniert und es funktioniert. Aber es ist hard work wie jeder andere Job auch, wenn man es als Job betrachtet, was ich eigentlich nicht wirklich will. Ich will nicht dass es ein Scheiss Job wird, auch wenn ich es beruflich mache. Aber ich kann sagen, dass ich mein Auto und meine Rechnungen damit bezahlen kann. Mehr Aufträge sind immer gut und für das muss man Werbung machen, dafür muss man präsent sein.

Am Brand Nubian Konzert hatten wir ein kurzes Zusammentreffen, bei dem du „Shout Outs“ von der Crew gemacht hast. Kannst du kurz erklären wie das bei dir abläuft?
Ich habe seit 1997 angefangen Shout Outs zu sammeln. Pro Jahr habe ich sicher eine CD auf der 80 bis 90 Shout Outs drauf sind. In diesem Jahr habe ich eigentlich alle grossen Namen, die hier waren, geholt. Mein nächstes Ziel sind die Fugees, ich habe gehört Lauryn Hill ist in diesem Punkt ziemlich schwierig, aber wir probieren es trotzdem. 50 Cent zum Beispiel wollte auch nichts machen, weder ein Foto, noch ein Shout Out, dafür habe ich dann eins von Olivia (Einziges weibl. Mitglied von G-Unit, Anm. d. Verf.) bekommen. Für mich ist es ein richtiges Sammeln, es ist jedes Mal eine Herausforderung. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten: am Konzert, Backstage, an der After Party oder im Hotel. Wenn es schlussendlich nicht klappt, ist das nicht so schlimm, ich habe auch schon ein paar Abfuhren erhalten. Es gibt auch in der Szene Leute, die Vollidioten sind, die drei, vier Mal Nein sagen und einfach nicht wollen. Dafür ist es dann mit anderen Leuten umso schöner, die viel herzlicher sind und mit denen du was aufbauen kannst und fast schon Freundschaften schliessen kannst. Wie zum Beispiel die Dilated Peoples, mit denen ich auch privaten Kontakt habe. So etwas ist mir dann sehr viel wert, dass mir 20 Absagen nicht viel ausmachen. Wenn ich den Star treffe, so wie die andere, die mit Robbie gepennt hat und gleich zu den Medien gerannt ist…Ich könnte auch jedes Mal zu Viva rennen, immer wenn ich James Brown treffe, aber schlussendlich mache ich das für mich. Eben ein Egotrip und weil es mir wichtig ist als ein Teil der HipHop Kultur mit den Artisten zu fachsimpeln. Ich lebe für HipHop.

In diesem Jahr ist über urban-itch.com eine Kollabo Mix-CD von dir und DJ High Time erschienen mit dem Titel „Generation Collaboration“. Was denkst du über die HipHop Konsumenten?
Was willst du genau hören? Sehr kompliziert und verwöhnt sind doch die HipHopper.

Deine Meinung.
Meine Meinung. Ich bin als Mensch so oder so sehr unkritisch. Ich bin jemand, der alles analysiert und immer zwei Lösungen findet. Es gibt nicht immer eine Lösung. Man muss einfach probieren eine Lösung zu finden und sei es durch Kompromisse. Wenn es jetzt um die Jungen geht, da ist meine Einstellung genau gleich. Um es vielleicht mit dem Thema Ausländer zu erklären. Wenn es irgendwo eine Schlägerei gibt oder einen Autounfall, dann heisst es: Ah, wieder diese Ausländer. Doch es sind nicht nur die Ausländer, auch die Schweizer. Man kann jemand nicht danach beurteilen was er ist, was für eine Nationalität, sondern wie er ist. Es gibt überall Idioten und das ist im HipHop nicht anders. Ich will aber nicht sagen, dass bei den Old Schoolern weniger Deppen dabei waren. Solche die ihre Finger nicht von den Drogen lassen konnten und nun nicht mehr unter uns weilen (R.I.P.). Das ist schade. Bei der heutigen Generation spielen aber auch die Medien eine grosse Rolle. Dieses ganze Bling Bling wird zu sehr in den Fokus gestellt. Ich meine das gab’s bei uns auch, mit EPMD, aber heutzutage wird es auf die Spitze getrieben.

Du legst am Silvester HipHop Jam 2005 auf. Was erwartest du dir von der Party?
Äs riese Puff! Es findet ja in der Eishalle Deutweg statt und ich habe gehört da passen circa 6’000 Leute rein. Du hast bei Touch the Soul Neujahrsparty aber einen Durchlauf von 10’000 Leuten. Da kannst du dir ausrechnen, was da drin los sein wird. 3 Floors, bei denen ich immer noch nicht weiss wo diese platziert werden sollen. Keine Ahnung. In der Eishalle also drei Floors, vielleicht ist dann eine in der Umkleidekabine inklusive Dusche. Zum Beispiel der Ragga Floor in dem ich auflege. Da kann ich nur sagen die Duschen werden laufen, bringt eure Bikinis mit. Nein. Ich freue mich sehr, vor allem auf Method Man und Redman. Abdel und Cutkiller werden auch ein Hammerset abliefern. Ich werde natürlich auch mein Bestes geben.

Irgendwelche Worte die du den Lesern für das neue Jahr mitgeben möchtest?
Ausschau halten nach DJ Little Maze Produkten. Reinhören, entscheiden ob’s was für dich ist. Ich denke ich habe Sachen, bei denen für jeden etwas dabei ist. Wer Musik liebt, wird bestimmt was finden. Darum keep HipHop alive. Aber eine Bitte habe ich noch: Nicht jeder, der das DJing cool findet, soll sich mit zwei Turntables und paar Platten hinstellen und sagen ich bin DJ. Ich meine, ich mache auch Workshops in denen Jugendliche schauen können, wie das funktioniert. Ich finde einfach, dass man das DJ Handwerk über Jahre erlernen muss um so gut zu werden, dass man an Partys und in Clubs spielen kann.