Phenomden – „Gangdalang“ out now

So, wir haben genug lange gewartet. Der Zürcher Reggae Singer Phenomden releast heute sein zweites Studioalbum. Mit „Gangdalang“ darf man sich auf ein abwechslungsreiches Modern-Roots-Album freuen, welches sich nebst dem Charme und dem Talent von PHENOMDEN auf einem breiten Netzwerk von Musikern und Produzenten stützt. Dazu gehört an erster Stelle die Basler Reggaeband “The Scrucialists“, die ihn auch live begleitet. Auch die Schweizer Reggaepioniere “Ganglords“ haben einen “Riddim“ beigesteuert. Zudem hat PHENOMDEN auch intensiv mit deutschen Produzenten gearbeitet: Ingo vom international bekannten Label und Soundsystem Pow Pow, Ganjaman aus Berlin und Teka aus dem Kölner Rootdown-Camp (welches auch den Vertrieb in Deutschland macht). Und mit dem Sänger “Rebellion the Recaller“ aus Gambia und “IBK Tribe“ aus Österreich sind kredible Gäste am Mikrophon zu hören. Unbedingt holen das Teil, denn das ist wirklich gute Musik mit Vibes!

Ausserdem beginnt in einer Woche die ausgedehnte Clubtour durch die ganze Schweiz im Aarauer Kiff! Alle Dates findet ihr HIER!


Das Album „Gangdalang“ von Phenomden ist ab sofort überall erhältlich und kann jetzt gleich bei www.hiphopstore.ch bestellt werden!

Suge Knight – prügelt Freundin bewusstlos!

Als die Cops eintrafen lag Melissa Issac blutend und nackt am Boden!
Nicht zu fassen, dass es immer noch Frauen gibt, die sich mit Captain Slap-A-Ho aka Suge Knight auf ein Techtelmechtel einlassen. Haben die Damen kein Internet oder was? Nun ja, Berichten zufolge gab’s für eine von Suge’s Ischen diese Woche wieder mal auf’s Maul. Doch diesmal ging der Ex-Plattenboss zu weit, denn laut Polizeibericht der L.A. Cops fand man die Lady namens Melissa Isaac bewusstlos und nackt am Tatort vor.

Wie Melissa anschliessend auf dem Polizeirevier aussagte, befanden sie sich auf dem Weg zu einem Club am Spearment Rhino Strip in Las Vegas, als Suge plötzlich einen Anruf von einer anderen Frau bekam. Als sie ihn darauf ansprach flippte er angeblich komplett aus und schlug ihr während der Fahrt auf den Hinterkopf.

Als Suge anhielt, versuchte die Lady zu flüchten, doch er holte sie ein und schlug sie bis zur Bewusstlosigkeit. Anschliessend muss er ihr wohl auch noch die Klamotten vom Leib gerissen haben, denn als die Polizei eintraf, lag Melissa nackt am Boden. Zeugen wollen ebenfalls gesehen haben, dass Suge währenddessen wie wild mit einem Messer herumfuchtelte. Gerüchten zufolge war Suge Knight heftig auf Ecstasy und Vicodin unterwegs.

Dank der behinderten amerikanischen Gesetzgebung wurde Suge zwar sofort verhaftet, doch nach Hinterlegung einer Kaution vorerst wieder auf freien Fuss gesetzt. Am 26. September muss er sich dann wegen dieser brutalen Tat vor Gericht verteidigen.

Das dürfte Suge wohl wenig kratzen, denn wenn er aus dem Knast entlassen wird, gibt es bestimmt wieder ein paar dumme Chicks, die sich mit der „Superstar Death Row Legende“ einlassen wollen. Erde an Groupies???????

Phenomden – Ich mache positive Musik!

Mit „Gangdalang“ gelingt dem Zürcher Reggae-Sänger Phenomden ein brillantes Album, mit Texten, die ins Herz gehen und Musik, die gereift ist und berührt. Wir sprachen mit dem 28 jährigen Musiker über die Botschaft von Reggae und wohin ihn sein Sound führt.

Du warst jetzt gerade mit Lady Saw auf Europa-Tour? Erzähl ein wenig. Wie war das für dich? Was hast du erlebt? Wo warst du überall? Was waren deine persönlichen Highlights?
Ich konnte mit den Scrucialists mitgehen, die ja auch schon mal vor ein paar Jahren eine Tour mit Lady Saw gemacht haben und jetzt wieder die Möglichkeit dazu hatten. Und sie haben mich dann quasi vorgeschlagen als Vorband. Und so sind wir gegangen. Zehn Leute mit einem Bus, drei Wochen lang. Es war wirklich geil. Wir hatten so ein Nightliner mit Betten zum Schlafen. Dann ist man am morgen aufgewacht und war in einem anderen Land, also total geil. Und das Touren war nicht sehr anstrengend. Wir hatten immer genügen Zeit uns zu erholen. Ich glaube fast, ich habe während der Tour mehr geschlafen als zu Hause (lacht).

Als Support-Act ist man oftmals gar nicht so nahe am Künstler. Aber so wie du erzählt hast, konntest du voll mit Ihnen abhängen. Ist das so?
Ja voll. Man hat sich wirklich gut kennen gelernt. Klar, die ersten paar Tage war man etwas auf Distanz, aber das hat sich dann schnell gelegt und man hat sich kennen gelernt. Es herrschte immer lockerer Umgang und wir haben viel gelacht; viele Running-Gags waren da. Lady Saw ist eine wirklich lustige Person, die uns viel unterhalten und zum Lachen gebracht hat. Es ist wirklich viel vorgekommen, dass du aufgestanden bist aus dem Bett im Nightliner und den Gang nach vorne gegangen bist, wo es noch viele Sitze und so hatte. Und alle sind da gesessen und haben Ihr zugehört und gelacht. Sie ist wirklich der Hammer, wenn sie gut drauf ist. Klar manchmal war sie auch nicht so in Stimmung, aber das Positive hatte schon sehr überwogen.

Und gab es auch musikalische Annäherungen? Ich denke, man hat dann immer so die Idee im Kopf, dass es noch ein gutes Featuring wäre mit ihr? Oder will man es dann bewusst gerade nicht? Oder wie war das bei euch?
Es ist nicht so, dass ich das Im Kopf hatte, denn sie macht schon noch was anderes wie wir. Aber klar, ein Featuring wäre sicher geil. Vielleicht hätte ich eher daran gedacht, wenn es auch ein Artist gewesen wäre, der was Ähnlicheres macht wie ich. Ich kannte Lady Saw schon und auch ein paar Tracks von ihr, aber es wäre geheuchelt zu sagen, dass ich ihre Musik vorher wirklich gut gekannt habe. Ich wurde aber sicher auch ein Fan von ihr auf der Tour. Und wir haben schon ausgetauscht. Aber mehr so im Stil von: „Wie machst du das und das? Wie singst du ein? Etc.“. Sie ist auch nicht eine Person, die dauern über Musik spricht auf de Tour. Man merkt schon, dass sie die Musik liebt und gerne auf Tour ist. Aber sie spricht auch sehr gerne über ihre Prada-Handtasche und ihre Autos, ist also nicht immer im Musikfilm.

Das heisst sie steht finanziell gut da?
Ja, ich denke schon. Weil sie geht in Amerika und Europa auf Tour. Und in Jamaica ist das dann sehr viel Geld. Sie hat dort Haus mit Pool. Eben und sie ist nicht die Art Frau die ständig über Musik spricht. Dafür umso mehr ihr Mann, der ihr Produzent ist, John John heisst er, also wirklich zweimal „John“. Und er ist ein Sohn King Johnnys, DAS Label aus den 80er Jahren, ein unglaublich legendäres Reggae-Label. Und eben er ist ein Sohn von ihm, aber auch ein super eigenständiger Produzent, hatte in den 90ern sehr viele Hits gehabt. Und mit ihm haben wir wirklich immer über Musik geredet, das war krass. Und zu ihm hatten wir eigentlich auch den besten Link. Am Anfang war er auch etwas auf Distanz, bis er gemerkt hat, dass wir auch alle voll easy drauf sind und ab da war es genial. Ich habe ihm dann mal mein Zeugs gezeigt und er hat mir gut zugesprochen oder ist nach einer Show gekommen und hat gesagt „Good work“ und das hat mir schon sehr viel bedeutet. Und er hat uns dann auch zu sich nach Hause eingeladen oder hat mir seine neugekauften Schuhe geschenkt, sie er im Bus vergessen hatte. Oder er hat mir auch Videovorschläge für meine Songs gemacht. Und ja eben, zu ihm hatten wir den Link und es war richtig geil.

Und wie war es so aufzutreten? Hatte es viele Leute und gute Shows? Wie lief es musikalisch?
Super wirklich. In der Mitte haben wir drei Clubshows gehabt in Frankreich und Spanien und die waren fast leer. Das ging etwas in die Hose. Das war ein wenig komisch organisiert und dann waren vielleicht etwas 40 Leute da. Aber sonst war es immer geil. Festivals auf der Mainstage am Abend zur besten Zeit, also krass.

Und wie ging das sprachlich? Du singst ja schweizerdeutsch. Hast du dich auch so angesagt?
Ja genau. Also das ging so, dass ich zu singen begann und nach ein paar Takten spielte die Band leiser und ich stellte mich auf Englisch vor und sagte, dass ich auf Schweizerdeutsch singe. Und das hat eigentlich immer sehr gut geklappt.

Haben die Leute vielleicht auch gerade deswegen noch mehr Sympathie für dich entwickelt?
Ja, es wirklich nie er Fall, dass ich nicht gut ankam und an den Festivals sind ja die Leute sowieso schon gut drauf. Und ich empfand es immer als sehr gelungen und war zufrieden. Zum Teil konnte ich die Leute auch zum Mitsingen animieren, auch wenn sie nichts verstanden, so zum Beispiel bei „Stah da“, was ja sehr einfach zum Mitsingen ist.

Schauen wir etwas zurück: Im Jahr 2005 hast du deine erstes Album veröffentlicht. Und so wie ich es mitverfolgt habe, hast du einfach mal ein Album rausgehauen und dann ist es erst richtig losgegangen. Wie war das so für dich? Hast du den Erfolg erwartet oder nicht?
Ich habe ja schon vorher was gemacht, so ein paar Singles und Live-Auftritte. Aber eben durch das Album hatte ich dann schon immer Anfragen und konnte Auftreten, in den letzten drei Jahren sicher jedes Wochenende im Schnitt. Letztes Jahr haben wir in der Schweiz Pause gemacht und konnten dann nahtlos durch ein Kölner Label nach Deutschland und Österreich gehen. Und das hätte ich natürlich nie erwartet.

Was hast du denn richtig gemacht? Was war dein Erfolgsrezept? Hast du das schon herausgefunden?
Ich war sicher zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber ich mache ja die Musik im Ausland nicht anders wie hier. Es ist sicher auch eine Hilfe, dass die Österreicher und die Deutschen uns Schweizer extrem gerne haben. Ich bin sonst auch nicht so auf Länder fixiert. Aber überall haben sie Freude an uns Schweizern. Das ist mir bisher überall passiert. Und das fiese ist ja, dass es umgekehrt überhaupt nicht so ist. Aber eben zurück zum Thema. Ich glaube es liegt schon nicht nur daran, dass ich Schweizer bin, sondern sie haben sicher auch die Musik gern.

Ja klar. Aber nicht einmal in der Schweiz konnte man diesen Erfolg erwarten.
Ich glaube es gab schon irgendwie ein Verlangen nach Reggae. Diese Musik gibt scheinbar doch vielen Leuten hier etwas. Man sieht ja das auch an Dodo oder in Deutschland an Gentleman.

Du hattest dann sogar das Privileg Konzerte abzusagen, also zu sagen, dass du gar nicht mehr spielen kannst.
Ja das war eine Pause, die wir eingelegt hatten, einfach dass es nicht zum Overkill wird.

Dann hast du ja dein Studium beendet und danach ein anderes Album herausgebracht, mit einer auch etwas anderen Herangehensweise. Was war dort so dein Ziel?
Ich habe ja das „Fang ah“ Album gemacht, bin aber danach nicht mehr richtig weitergekommen. Also nicht, dass ich jetzt eine Krise gehabt hätte. Ich habe gewusst, dass ich etwas Zeit brauche und dann war ja noch das Studium. Und so hat sich wie nichts Neues angebahnt. Und in dieser Zeit habe ich sehr viel Reggae aus den 80er Jahren gehört, den ich vorher eigentlich nicht kannte, und mich auch intensiv damit befasst. Und so lernte ich immer mehr schätzen, was in dieser Zeit passiert ist, was einfach unglaublich ist. Das ich einfach eine andere Epoche. Uns so lag es für mich nahe einmal selber so ein Album zu veröffentlichen und so wurde es dann das zweite. Und da ich wusste, dass es sicher etwas polarisieren würde, hatte ich auch nicht vor, damit auf Tour zu gehen. Ich brachte es ja auch unter dem Pseudonym „Phenomelody“ heraus. Es ist wirklich mehr so ein Liebhaberteil. Aber die Revival-Bewegung war schon vorher da. Auch in Jamaica wurden wieder mehr 80er Rhythms produziert. Das kam sehr plötzlich wieder auf. Es passt auch schön in den 20 Jahre Rhythmus. Man sagt ja, dass nach 20 Jahren wieder so ein Revival gibt. Und so hat mein Album genau hineingepasst. Es würde sicher auch jetzt, ein Jahr später noch passen, aber so war es genau perfekt. Und kaum hatte ich dieses Projekt beendet, hatte ich wieder extrem Lust zu singen und wieder etwas Neueres zu machen. Ich hatte wieder die alte Frische zurück. Aber das zweite Album hat mich auch künstlerisch weiter gebracht. Schrieb ich beim ersten Album noch über universellere Themen, habe ich beim Phenomelody Album gelernt, auch über ganz kleine Dinge oder Ereignisse zu schreiben. Und fürs dritte Album bin ich schon wieder etwas allgemeiner geworden, versuchte aber trotzdem das Beobachterische des zweiten Albums beizubehalten. Und so vermischt es sich auch teilweise, das heisst einige Songs vom aktuellen Album, zum Beispiel der Song „Roots“, könnten durchaus auch auf Style Generator sein, rein vom Songwriting her.

Du hast gesagt, du wurdest neu gepackt. Der Druck von aussen war aber ja auch da. Hast du das gespürt oder hast du diese Leichtigkeit noch gehabt? Wie bist du da herangegangen?
Ja ist geil, wenn sie von Phenomden gute Musik erwarten.

Ja schon, aber hast du diesen Druck gespürt. Du hast gewusst, du hast das erste herausgebracht und es war voll geil. Dann das zweite ist immer so ein Album, wo man sich beweisen muss, sagt man. Wie war das für dich?
Es war nicht mal so sehr ein Druck von aussen, sondern ich hatte selber hohe Erwartungen an mich. Denn ich wollte nicht einfach dasselbe wie bei Vorgängeralbum machen, so copy-paste-mässig, obwohl es den Leuten sicher gefallen hätte. Und ich habe wirklich lange gebrütet und mir viele Gedanken gemacht. Und ich bin wirklich ein selbstkritischer Mensch, aber ich kann sagen, dass ich damit wirklich zufrieden bin und das Album auch gerne selber höre.

Hat es eine Zeit gegeben, wo du gesagt hast, in diesem halbern Jahr produziere ich ein Album? Oder hast du da mal ein Riddim, da mal einen Text gemacht? Wie bist du vorgegangen?
Ich haben zuerst einzelne Tracks gemacht und schon das Gefühl gehabt, es gibt eine kleine Vision daraus. Aber das ganze hat sich dann doch etwas in eine andere Richtung entwickelt. Die ersten Lieder waren „Schriibe“, „Was ich d’Liebi“ und noch anderer. Und dann hatte ich schon das Gefühl, das Album wird wieder etwas ganz Neues. Schlussendlich haben sich dann aber nicht alle Songs in diese Richtung entwickelt und das Ganze wurde noch offener, passt aber dennoch gut zusammen. Und mit diesem Grundstock von Songs ging ich dann zu Nation und sagte, dass ich ready wäre und so wurde das Release auf Frühling festgelegt. Dann habe ich aber gemerkt, dass der erste Schub zwar da war, ich aber noch mehr wollte. Ich wollte mir wirklich nochmals Gedanken dazu mache und nicht einfach auf die Schnelle noch drei, vier Songs machen, nur damit das Album komplett ist. Und so wurde dann das Release auf Herbst verschoben.

Du hast jetzt mit verschiedenen Produzenten, auch aus Deutschland, zusammengearbeitet. Läuft das wie im HipHop so Beats-Picking-mässig? Oder bist du da näher dabei, wenn die Riddims geschrieben, gemacht und aufgenommen wurden? Wie warst du da involviert?
Das ist ganz verschieden abgelaufen. 4, 5 Tracks liefen eher hiphop-mässig. Aber das ist im Reggae ein wenig anders. Ein Produzent macht ein Rhythm, schickt den herum und dann nehmen verschiedene Künstler darauf einen Song auf. Das heisst ich habe auch Riddims, die auch auf Alben von anderen Künstlern sind. Zum Beispiel die Riddims von „Schriibe“, „Was isch d’Liebi“, „Dance im Olivenhain“ und „Chugle“. Es läuft ja so, dass ich viele Rhythms zugeschickt bekomme und manche gefallen, und manche nicht, zu einigen habe ich eine Idee und zu anderen nicht. Das ist also ganz normal. So habe ich eigentlich Fang ah auch gemacht, fast ausschliesslich so. Und bei „Gangdalang“ sind dann doch die Hälfte der Songs mit Bands entstanden, mit den Scrucialists und Ganglords, beim jammen.

Und dass sind dann Riddims, die niemand sonst hat?
Ja nicht unbedingt. Zum Beispiel „Stah da“ finden wir alle einen geilen Riddim. Da nehmen wir vielleicht noch andere Sänger auf, so selection-mässig. Dann kann der DJ alle nacheinander abspielen.
So sind wirklich ein paar Songs entstanden. Wie es vielleicht auch eine Rockband macht, einfach beim jammen. Die Band spielt ich freestyle und singe und dann hat man plötzlich noch eine Idee, was noch passen würde und so entwickeln sich dann sie Songs. Und das ist schon auch die Richtung, die ich noch mehr einschlagen möchte, vielleicht für ein nächstes Album, wirklich ein Bandalbum. Das wäre schon geil.

Du hast das letzte Mal gesagt, du hättest viele Texte am Küchentisch geschrieben. Ist das immer noch so?
Ich habe mir mehr im Kopf überlegt. Also ich hatte zum Teil schon fast ganze Songtexte im Kopf. Aber ich habe dann immer gemerkt, als es so den letzten Teil der zweite Strophe zuging, dass ich den Text aufschreiben muss, um ihn ganz fertig zu schreiben.

Hast du nicht Angst, dass du dann etwas vergisst?
Nein, es gibt schon Sachen, die ich vergessen habe. Aber ich fühlte es auch so, dass diese dann auch nicht so gut waren.
Der Vorteil war, dass ich dann im Studio schon fast alle Songs auswendig wusste und so gab es Songs, die ich in nur einem Take einsingen konnte. Und das ist schon geil. Ich habe eben das Gefühl man merkt es schon, die Vibes bleiben.




Du hast ein starkes Sendebewusstsein als Reggae-Künstler. Du singst über Liebe, Reggae-Musik an sich, über deine Geschichte oder sonst Storytelling-mässige Songs. Was ist dir wichtig? Was willst du den Leuten mitgeben? Ich habe das Gefühl du bist ein Ermutiger und Motivator. Ist das so?
Ja es ist nicht so, dass ich mir bewusst dazu Gedanken gemacht habe, dass ich diese Rolle verkörpern will, aber ich habe gemerkt, dass mir das einfach liegt und ich auch selber gerne so Musik höre. Das ist ja oft so im Reggae. Und wenn ich das höre und aufnehme, will ich es auch wieder an andere weitergeben.

Ja eben im Vergleich zum Hiphop, wo vieles von Respect geprägt ist und auch oft die Welt negativ und melancholisch beschrieben wird. Klar du hast mit „Chugle“ auch nachdenkliche Songs dabei, aber trotzdem, man hat am Schuss immer das Gefühl man sei ermutigt worden.
Ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit wie ich Musik machen kann. Ich könnte nicht alles negative Songs machen oder wie Eminem über meine Mutter herziehen und dann mit diesen Songs auf Tour gehen. Für mich muss es einfach im Endeffekt etwas Positives daran haben. Ich finde es bringt einfach nichts viel Energie zu verbrauchen um zu sagen, wie Scheisse alles ist. Aber ich will auch niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat. Ich finde es einfach wichtig für mich zu sehen, was es noch mehr braucht, dass die Leute zufriedener werden mit dem was sie haben und mit sich selbst, einfach mit sich im Reinen sind. Ich finde man sollte toleranter zu sich selber werden und nicht so viel an sich rumnörgeln, das macht alles viel einfacher.

Was mich noch beeindruckt hat, ist, dass du ganz einfache Sätze brauchst und so ganz einfache Sachverhalte beschreibst und dennoch triffst es genau zu. Braucht es Mut zu sagen, ich mach das textliche Songwriting wirklich ganz einfach?
Ja ich finde es eben noch geil, wenn der Text ganz einfach ist, aber trotzdem viel Tiefgang hat. Aber es ist manchmal auch schwierig, dass ein einfacher Text nicht seicht wirkt. Man muss da schon aufpassen. Aber ich möchte einfach, dass es nicht zu komplex wird und man die Texte gut nachvollziehen kann. Das Beste ist dann, wenn man dann noch zum Nachdenken herausgefordert wird oder auch wenn der Text verschiedene Interpretationen zulässt.

„Dance im Olivenhain“ ist eine Geschichte. Ist die wirklich so passiert?
Ja es nicht eigentlich eine Geschichte, sondern ich ging dort auf eine Party und habe beobachtet und dann alles genau beschrieben. War eine der geilsten Reggae-Partys, auf der ich je war.
Das konnten auch die Jamaikaner aus den 80er Jahren gut. Die haben ein kleines Ding genommen, aber dieses sehr genau und detailliert beschrieben.

Du kommst ja nicht aus dem Kulturkreis des Reggaes, warst auch noch nie in Jamaika. Ist es nur die Musik, die dich fasziniert oder ist das trotzdem auch ein Lifestyle für dich?
Es ist schon beides. Musik, Lifestyle und Spirit. Dennoch bin ich ja jetzt nicht ein Rasta-Man oder so. Aber ich spüre schon etwas, wenn im Reggae über Gott und Rastas gesungen wird und merke auch, dass das auch in mir vorhanden ist und mir irgendwie Kraft gibt.

Wie ist das denn für dich? Es gibt ja auch einige Rastas in der Schweiz. Und du bist zwar ein musikalischer Vorreiter, entsprichst sonst aber nicht unbedingt diesem Stereotyp?
Nein, das ist eigentlich fast kein Thema. Es gibt auch sonst und in Jamaika verschiedene Reggae-Künstler, die keine Rastas sind. Aber ich will sicher mal nach Jamaika gehen, einfach mal um zu schauen, wie es da so abgeht.

Dein Album ist soeben erschienen. Hast du irgendwelche Ziele, oder Erwartungen?
Ich will definitiv, dass es live ein Level höher geht. Mit den Scrucialists und den Sängerinnen, ich habe jetzt ja drei Sängerinnen. Und darauf freue ich mich extrem. Ich bin aber sicher froh, wenn das Album gut läuft. Auch dass ich der Band und den Sängerinnen mehr Geld zahlen können. Ich lebe jetzt ja davon und deswegen habe ich nichts dagegen, dass es gut läuft.
Aber eben, es ist mir schon wichtiger, dass es live gut läuft und ich bin wirklich überzeugt, dass es sehr geil kommt.

Gibt es noch irgendwelche Träume, die du als Phenomden verwirklichen möchtest?
Ich habe nebst Phenomden angefangen selber zu produzieren, also selber Rhythms zu machen und möchte dies eigentlich vermehrt machen und sicher weiterziehen. Ich habe auch in den letzten Jahren begonnen Klavier zu spielen und jedem Tag zu üben. Nicht einmal weil ich mit einem selbst produzierten Song Erfolg haben will, sondern weil mich die Musik interessiert und ich das noch vertiefen und einfach die Musik besser verstehen möchte.
Und dann sicher weiter Musik zu machen und wieder einmal ein Album rausbringen. Ich möchte auch sicher Mal nach Jamaika gehen und dort vielleicht etwas aufnehmen. Eigentlich möchte ich allgemein noch mehr auf der Welt herumreisen und dort Musik machen. Ich habe mir auch schon überlegt auf Englisch, bzw. Patois zu singen, was ich schon ein wenig beherrsche. Aber es wird sicher nicht mein nächster Move werden. Aber eben, wenn ich vielleicht einmal in Jamaica bin und etwas länger bleibe, wenn es mir gefällt, warum nicht. Das ist aber noch weit weg und nicht einmal das Ziel, sondern einfach ein Gedanke.

Curse – Infos zu „Freiheit“ & ARR is still alive

Wie bereits berichtet, erscheint am 26.09. das Album „Freiheit“ von Curse. Nachdem schon viel über die Features diskutiert wurde, stehen jetzt auch die finalen Tracklistings fest. Die Basic Version enthält 14 Tracks, während die Deluxe und die Premium Edition jeweils 17 Tracks beinhalten. Bei der Deluxe Edition gibt es zusätzlich ein limitiertes Tank Top, angelehnt an dem das Curse auf dem Cover trägt.

Auf dem von Monroe produzierten Bonustrack „Hunger“ rappt Curse zusammen mit Olli Banjo, Casper, F.R. und M-Riebold. Der Track „Entspannt & Bekannt“ featurt den King of Rap Kool Savas. Hierfür sass der Holländer Nicolay an den Boards. Zudem gibt es noch die jeweiligen Acapellas und Instrumentals zu den beiden Tracks.

Die Nachricht, dass Curse‘ Label ARR die Tore schliesst, erwies sich inzwischen als Missverständnis. Das ARR Team dementierte, die durch das Hiphop.de Interview aufgekommenen Gerüchte:

„Alles Real fühlt sich heute wie gestern putzmunter, das ganze Team arbeitet gerade an der Fertigstellung von „Freiheit“ mit u.a. Beats von Patrick Ahrend und Claud, Mix und Mastering von Busy, und Executive Production von Curse und Götz Gottschalk. Des Weiteren sind die Solo-Alben von Reno und Germany völlig aktuell und im Handel erhältlich, und Trauma hat gerade mit Newcomer M-Riebold (Feature auf „Hunger“, „Freiheit“ MZEE Edition) ein Album fertiggestellt.
Alle ARR Künstler und Teilhaber sind auf der selben Spur und überlegen gemeinsam, was wir in Zukunft vor haben und wie wir es umsetzen wollen. Genau daher gab es auch nie ein offizielles Auflösungs-Statement – denn wir sind nicht offiziell aufgelöst. Der wichtigste Satz im Curse-Statement war „Wir möchten das nicht an die große Glocke hängen“. Für uns bei ARR ist das Thema wesentlich unspektakulärer als es derzeit dargestellt wird.“
Damit wäre dies auch klargestellt!

canavaR – Debütalbum out now

Über drei Jahren arbeitete CanavaR nun an seinem Debutalbum „Erscht de Aafang“. Das Debutalbum überzeugt durch seine Vielfalt in den Bereichen Beats, Flow, Technik, Sprachen (CH-Deutsch & teilweise türkisch) und Textinhalt. So spricht CanavaR ernste sozialkritische Themen an, rappt über seine eigenen Erfahrungen, motiviert zum Feiern mit Partytracks und stellt sich mit nicht niveaulosen Battletracks anderen Battlerappern entgegen. CanavaR rappt seit 7 Jahren ohne Pause. Die Leidenschaft ist zu einem nicht geringen Teil seines Lebens geworden. Es gibt immer ein Anfang, der Titel seines Debutalbums aber verspricht nicht nur ein guter Anfang sondern setzt auch eine weiterführende Musikalische Linie voraus. Featurings trugen unter anderem Leute wie E-Rock oder LDDC!

Übrigens spielt CanavaR morgen, am 30. August sein Releasekonzert in der Kulturfabrik Wetzikon!


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Joe Budden – beendet Beef mit The Game.

New Jersey-Rapper Joe Budden und Compton-Bösewicht The Game haben ihren jahrelangen Streit beigelegt und bei einem Gig in New York City Buddens Top-Hit „Pump It Up“ gemeinsam performt. Begonnen hatte der Zwist einst nach einem Diss von Budden an das G-Unit Camp, zu dem damals auch The Game noch gehörte. Dieser antwortete auf Budden’s Angriff und so kam es zum Stress und mehreren Diss-Attacken zwischen den beiden Parteien. The Game gab nach seinem Ausscheiden aus der G-Unit allerdings zu Protokoll, von Combo-Boss 50 Cent zu diesen Aussagen gedrängt worden zu sein. Er selber habe nie einen ernstzunehmenden Groll gegen Budden gehegt.

Sentino – macht keinen deutschen Rap mehr!

Vor zwei Jahren sagte Sentino noch selbstbewusst „Ich bin deutscher Hip-Hop“, nun hängt er seine Karriere im Nachbarsland an den Nagel. Auf seiner MySpace-Seite gibt der Rapper nämlich bekannt, dass er nach seinem nächsten Longplayer „SW3“ nur noch auf polnisch, spanisch und englisch musizieren will.
Hier der Originaltext von der Page:

KURZE ANSAGE: SW 3 WIRD MEIN LETZTES DEUTSCHES RELEASE. ZIEHE MICH KOMPLETT VOM DEUTSCHEN MARKT ZURUECK UND WIDME MICH MEINER PASSION, DEM UNBESCHWERTEN UND KRITIKFERNEN RAPPEN AUF ENGLISCH. ICH WUENSCHE ALLEN GLUECK DIE DEUTSCHEN RAP ZU DEM GEMACHT HABEN WAS ER HEUTE IST, KANN MICH MITTLERWEILE ABER NICHT MAL MEHR ZU NULL PROZENT DAMIT IDENTIFIZIEREN. ES WAERE AUCH UNFAIR DIE FANS UND INTERESSIERTEN WEITER HINZUHALTEN. VIELE SCHLIMME UND AUCH SCHOENE DINGE SIND PASSIERT, ICH WILL HIER AUCH NICHT RUMHEULEN, ABER ICH BIN EH SCHON BALD EIN JAHR NICHT MEHR IN DEUTSCHLAND UND SOMIT WEDER AUF DEM LAUFENDEN NOCH IRGENDWIE INVOLVIERT. FUER MICH GIBT ES SELBSTGEWAEHLTERWEISE KEINEN PLATZ MEHR IM GESCHAEFT UND ICH WUENSCHE EIGENTLICH NUR NOCH FLER ERFOLG. IHR HABT RICHTIG GEHOERT. DER GROSSE TEIL MEINER GENERATION IST WEG VOM FENSTER. SAVAS WAR EIN MENTOR, MANUELLSEN EIN FREUND, UND ALL DIE ANDEREN DIE JETZT ZUHAUSE SITZEN UND DOOF AUS DER WAESCHE GUCKEN FUEHLEN MIT MIR. ES WIRD ZEIT FUER EINEN NEUANFANG. ICH VERSPUERE KEINEN BOCK AUF WINDMUEHLENKAEMPFE IM VETERANENHEIM. ICH BIN JETZT 25 JAHRE ALT UND RAPPE DEFINITV WEITER. AUF ENGLISCH UND SPANISCH UND VLT EWAS POLNISCH, WENNS SEIN MUSS ODER SPASS MACHT. DARUM GING ES DOCH ODER? SPASS. UND DEN VERMISSE ICH SEIT 3 JAHREN. ALSO MACHT EUCH NIX DRAUS, ICH BIN IMMERNOCH DA UND VERRUECKT AS EVER, NUR EINFACH NICHT MEHR AUF EUREM MARKT. DANKE DEUTSCHLAND, GOOD NIGHT… AND GOOD LUCK sentino

Breitbild – Rennie mit Gastauftritt

Beim gestrigen Breitbild-Konzert an den Winterthurer Musikfestwochen gab es für die Fans – neben einem fantastischen Gig – auch eine Überraschung. Kein geringerer als Rennie von Sektion Kuchikäschtli kam zur Zugabe nämlich auf die Bühne, um mit der Combo zu performen. Obwohl Rennie das ganze Konzert am hinteren, rechten Bühnenrand im auffällig weissen Baseball-Shirt mitverfolgt hatte, erkannte ihn das Publikum erst, als er selbst zum Mic griff. Selbst als er sich zwischendurch als Getränkelieferant betätigte und den Breitbild-Jungs Bier-Nachschub nach vorne brachte, reagierte niemand des vorwiegend jungen Publikums.

Boys on Pills – Supersonisch auch auf Youtube

Von wegen ausgenüchtert… More Pills! Nach ihrem vielgelobten Erstling doppeln die Jungs auf Tabletten bereits wieder nach. „Supersonisch“ nennt sich die neue Dosis und berauscht mit 20 elektro-angehauchten HipHop-Tracks im weiterentwickelten BOP-Manier. Das Album erscheint am 12. September. Um es noch schmackhafter zu machen, haben die Boys Low Budget Clips produziert, welche jetzt bis zum Release in unregelmässigen Abständen auf ihre Youtubeseite geladen werden. Unbedingt ausschecken.


Das Album „Supersonisch“ von Boys on Pills erscheint am 12.09.2008 und kann jetzt bereits bei www.hiphopstore.ch vorbestellt werden!

Planet Asia – & DJ Muggs: Mixtape zum Download

Als kleines Appetithäppchen für das neue gemeinsame Album “Pain Language” stellen DJ Muggs und Planet Asia das gleichnamige Mixtape zum kostenlosen Download zur Verfügung!

Das Album „Pain Language“, das nach DJ Muggs (Cypress Hill) eigenen Angaben sehr aggressive, rebellische Musik beinhalte, wird am 16. September über Los Angeles Records veröffentlicht werden.
Um sich aber die Wartezeit bis dahin zu versüssen, können Fans nun das gleichnamige Mixtape kostenlos herunterladen.