JR Writer – Keep Delivering That Crack

Int. Rap

Mit seinen lyrischen Fähigkeiten, welche schon in seinem Künstlernamen verewigt sind, und seinen Battle-Skills empfahl sich der ebenfalls aus Harlem stammende J.R. Writer bei den Diplomats. In bester Dipset Manier hat er bislang vor allem mit Mixtapes und Gastbeiträgen für Aufsehen gesorgt, sein Debütalbum „History in the Making“ liegt nun auch schon zwei Jahre zurück. An Selbstvertrauen mangelt es dem zumindest in Interviews eher weniger wortreichen MC bestimmt nicht und trotz Dipset Krise ist er felsenfest überzeugt von seinen kommenden Projekten.

An was arbeitest du im Moment?
Mein Mixtape „Writer’s Block 6“ wird bald erhältlich sein, bis dahin ist „Writer’s Block 5“ in den Läden oder mein Album „History in the Making“. Das Mixtape kommt ca. in einem Monat raus, danach wird dann das neue Album „Write Away“ folgen. Just keep delivering that crack.

Was darf man vom kommenden Album erwarten?
Ich gebe euch mich, das Crack. Ich will einfach beständig bleiben und den Leuten das liefern, was sie wollen.

Wie sehr haben dich die Probleme zwischen Cam’ron und Jim Jones beeinflusst? Man hatte das Gefühl, dass gewisse Mitglieder sich Sorgen machten, auch finanzell..
(lacht abschätzig) Das betrfift mich nicht, ich bin Writer. Ich stehe auf meinen eigenen Beinen und mache weiterhin mein Geld. Ich habe meine eigenen Projekte und ich bringe sie raus, wann ich es will. Ich bin auf meiner 15. Tour und repräsentiere weiterhin für Dipset.

Gibt es Unterschiede zu den Tourneen in den Staaten?
Es ist ein grosser Unterschied. Die Leute geben uns hier sehr, sehr viel Liebe. Es hat hier Leute, die seit dem ersten Tag Fans sind. Das ist eine sehr gute Erfahrung für mich. Es ist mein erstes Mal hier und ich spiele für 6000 Fans, das ist verrückt.

Ich habe Juelz zuvor schon darauf angesprochen, dass in Europa viele Leute den kompletten Swagger von Dipset kopieren. Ist es für dich ebenfalls ein Kompliment?
Es ist definitiv ein Kompliment, wir haben den Trend gesetzt. Wir haben so viel Swagger, dass die Leute uns folgen.

Aber ist es nicht lustig, wenn man deutsche Rapper sieht, die sich wie Kopien von euch anhören?
Es lustig aber alles ist gut. Wenn wir uns bewegen, wollen sie sich mitbewegen. Deshalb sind wir ein Movement.

Ihr repräsentiert Harlem to the fullest. Du siehst aber gleichzeitig auch viel von der Welt. Gibt es Orten, an welchen du dir vorstellen könntest zu bleiben, wie z.B. hier in der Schweiz.
Ich bin ein New York Dude aber gleichzeitig auch ein globaler Dude. Ich könnte mir auch gut vorstellen, einige Monate hier bei euch zu bleiben, mir gefällt es hier.

Was macht Harlem so speziell?
Schau dir meinen Swag an. It’s how we walk how we talk how we make music. Unser tägliches Leben, das uns von allen anderen unterscheidet.

Wie sieht denn ein Tag im Leben von J.R. Writer aus?
Dies hier ist einer meiner normalen Tage. Wenn ich nicht unterwegs bin, versuche ich einfach zu entspannen, mit meiner Familie zu sein, Basketball zu spielen oder auszugehen. Ich bin ein normaler Dude.

Was denkst du wäre aus dir geworden, wenn du nicht im Rap-Game wärst?
Ich weiss nicht, was ich dann gemacht hätte. Aber egal was es gewesen wäre, ich hätte mich voll reingehängt und versucht, meine Ziele zu erreichen und der Beste darin zu sein.

Was wolltest du denn als Kind werden?
Rapper! Ich bin schon mein ganzes Leben lang ein Fan von HipHop. Bereits bevor ich einen Stift und ein Mic in die Hand nahm war ich ein HipHop-Fan.

Wer waren deine Inspirationen als du selber angefangen hast?
Ich bin aufgewachsen mit Wu-Tang, Tupac, Biggie, Big L, Cam’ron und Big Pun.

Wie diese Inspirationen zeigen und wie auch dein Name sagt, sind dir Lyrics wichtig. Denkst du, dass der lyrische Aspekt im HipHop verloren gegangen ist?
Nicht in meinem HipHop, nicht in meiner Musik. Ich nehme mir Zeit um meine Raps zu schreiben. Wenn du meine Raps anhörst, merkst du das. Ich setze nicht einfach Wörter zusammen. Es ist mehr als nur simpler Scheiss, der sich heiss oder Gangster anhört. Ich habe auch mein eigenes Studio, wo ich in Ruhe arbeiten kann. I’m a real lyricist.

Letzte Worte?
„Politics and Bullshit“ in den Läden, „Writer’s Block 6“ ist unterwegs. Holla at me. Dipset all day, every day!

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