Aightgenossen.ch – heute ist unsere Party!!!!!

Dear Aight People, HEUTE ist es soweit und drum lassen wir’s endlich krachen. Denn vor genau zehn Jahren, als Myspace, Facebook und Web 2.0 noch Fremdwörter waren, öffnete das Portal www.aightgenossen.ch seine Tore. Niemand dachte damals daran, dass aus dem ursprünglichen Hobby-Projekt einst der wichtigste „Dreh und Angel“- Punkt für die einheimische HipHop- und Rap-Szene werden wird.
Wir schreiben das Jahr 2010 und dürfen nun unser 10 jähriges Jubiläum feiern. An dieser Stelle geht ein grosser Dank vor allem EUCH; ihr habt unser Forum zum Sprachkanal einer ganzen Szene gemacht. Das soll und muss gefeiert werden!

Es gibt noch wenige Tickets an der Abendkasse, also BE THERE und lass uns zusammen feiern!!!!

Bandit – Album „Zrugg Id Zuäkunft“ jetzt erhältlich

Heute ist es so weit: das neue Album „Zrugg Id Zuäkunft“ von Bandit steht in den Läden. Auf fünfzehn Tracks überzeugt der Glarner-Rapper wie immer durch unglaubliche Rap-Skillz und vor allem guter Musik. Unterstützt wird er dabei von Lou Geniuz, Franky Kubrick & Leon Taylor, Phenomden, Miss Platnum und seinem Kollegen Shpoiz von Luut&Tüütli. Produziert ist die ganze Scheibe exklusiv von Shuko und seinen Schützlingen fonty & 7inch.
Das Album-Snippet und den ersten Vorab-Track könnt ihr euch auf dem offiziellen MySpace-Account von Bandit anhören.

Das Album „Zrugg Id Zuäkunft“ von Bandit ist ab sofort überall erhältlich und kann bei hiphopstore.ch bestellt werden.

Bandit geht demnächst auch auf Tour. Bereits morgen Samstag geht im X-TRA in Zürich die erste von zwei Plattentaufen über die Bühne. Mit dabei auch Kool Savas. Hier alle Termine im Überblick:

27.02.2010: X-TRA, Zürich (10 Years Aightgenossen.ch mit Kool Savas uvm)
13.03.2010: Stadthalle, Chur
20.03.2010: Novalis Halle SGU, Näfels
09.04.2010: Tap Tab, Schaffhausen
10.04.2010: Salzhaus, Winterthur
23.04.2010: Rampe Club, Bubikon
30.04.2010: Kiff, Aarau

Jay-Z – neues Album schon im 2010?

„The Blueprint III“ ist grad einmal ein paar Monate her, aber der Mann, der ja eigentlich mal vom Rappen zurückgetreten ist, erlebt seinen zweiten Frühling, was das Releasen von Alben angeht. Er will nämlich schon wieder… So plant Jigga in Kürze wieder Studioboden zu betreten:

„Vielleicht fange ich an, an einem neuen Album zu arbeiten, wenn meine Tour zuende ist. Wir werden sehen, ob mich die Inspiration packt.“

Für alle, die ans Open Air Frauenfeld gehen, dürfen sich freuen, denn Jay-Z meint:

„Ich arbeite nun schon seit 10 Jahren an meiner Live-Show und versuche sie immer besser zu machen. Ich war ich immer nur mit einem DJ auf der Bühne, mittlerweile bin ich mit einer Band unterwegs. Das Ganze wird jedes Jahr etwas größer.“

Ice Cube – erzählt von neuem Album

Das sind doch Good News so auf den Abend. Denn die West Coast Legende Ice Cube plant im Juli ein weiteres Album zu releasen. Es wäre dann bereits sein neuntes Studioalbum so far. „I am the West“ wird das Album heissen und sei schon zu 2/3 fertiggestellt.

„I Am The West ist der Titel meines neuen Albums. Nachdem ich 65% des Albums schon fertig habe kann ich sagen, dass dies der perfekte Titel für mein Album ist. Es klingt arrogant, es gibt keine Entschuldigungen, es ist richtiger West Coast Gangsta-Rap. Das Album im Juni zu releasen wird knapp, aber im Juli ist es machbar. Wir werden sehen wie die Dinge laufen. Jetzt wo ich den passenden Titel gefunden habe kann ich damit beginnen, mir ein Konzept für das Artwork und die Fotoshoots auszudenken. Ich möchte auch mein Merchandise auf den aktuellen Stand bringen“ so Ice Cube in seinem Blog.

Im Rahmen seines Posts bedankte sich Ice Cube bei Snoop Dogg, WC und Game dafür, dass sie mit ihrem Sound den wahren West Coast Rap am Leben erhalten. Dennoch erhielten sie und er nicht den gewünschten Support, den sie sich von den Radiostationen wünschen würden.

Joss Stone – Interview bei Aightgenossen.ch

Ein weisses Mädchen aus der englischen Provinz wird innert wenigen Jahren zu einer der eindrücklichsten und erfolgreichsten Soulstimmen der Gegenwart. Eine verrückte Geschichte, die noch eindrücklicher erscheint durch die Tatsache, dass Joss Stone diesen April erst ihren 23. Geburtstag feiern wird. Ihr neustes Album „Colour Me Free“ entstand innert nur einer Woche, ohne dass die Herren der Chefetage ihres Labels davon wussten. Auch im Interview macht es nicht den Anschein, als ob sie auswendig gelernte, von Marketingmenschen entworfene Sätze heruntersülzen würde. Die grundsympathische Britin äussert sich sehr ehrlich, humorvoll, bescheiden, aber gleichzeitig auch zielstrebig und hinterlässt damit keine Zweifel, dass sie ihren Weg weiterhin gehen wird.

Das komplette interview gibt es HIER!

Joss Stone – Ich habe meine Freiheit in der Musik gefunden



Ein weisses Mädchen aus der englischen Provinz wird innert wenigen Jahren zu einer der eindrücklichsten und erfolgreichsten Soulstimmen der Gegenwart. Eine verrückte Geschichte, die noch eindrücklicher erscheint durch die Tatsache, dass Joss Stone diesen April erst ihren 23. Geburtstag feiern wird. Schon im Mittelschulalter gewinnt sie einen Fernseh-Talentwettbewerb. Mit 15 fliegt sie nach New York, um ihren ersten Plattenvertrag zu unterzeichnen. Als 16-jährige veröffentlicht sie das Album „Soul Session“, auf dem sie eher unbekannte Soulnummern covert. Nur ein Jahr später folgt das offizielle Debüt „Mind Body & Soul“. Diesem lässt sie das von Raphael Saadiq produzierte “Introducing Joss Stone” sowie vergangenes Jahr “Colour Me Free” folgen. Dass jemand schon in diesem Alter im Rampenlicht steht, mag keine Seltenheit mehr sein, doch handelt es sich dabei zumeist um von Plattenfirmen geformte Pop-Sternchen. Dass es sich bei Joss Stone ganz anders verhält, war eigentlich schon nach ihrem ersten Album erkennbar und mittlerweile hat sich längst bestätigt, dass diese junge Frau sehr genau weiss, was sie will. Innert wenigen Jahren hat sie Millionen von Platten verkauft, das Mutterland des Souls erobert, die Bühne mit Soulgrössen wie James Brown, Al Green oder Stevie Wonder geteilt und im Duett mit Robbie Williams performt. Sie hat eine klare Vorstellung wie ihre Musik zu klingen hat und scheut auch nicht davor zurück, sich deshalb mit ihrer Plattenfirma anzulegen. Ihr neustes Album „Colour Me Free“ entstand innert nur einer Woche, ohne dass die Herren der Chefetage ihres Labels davon wussten. Auch im Interview macht es nicht den Anschein, als ob sie auswendig gelernte, von Marketingmenschen entworfene Sätze heruntersülzen würde. Die grundsympathische Britin äussert sich sehr ehrlich, humorvoll, bescheiden, aber gleichzeitig auch zielstrebig und hinterlässt damit keine Zweifel, dass sie ihren Weg weiterhin gehen wird.

Erstmal musst du mir erklären, wie man ein so tolles Album in nur einer Woche schreiben und aufnehmen kann!

(lacht) Well, das ist gar nicht so schwierig, wenn alle Beteiligten die Liebe zur Musik und Talent mitbringen. Alles was man tun muss, ist den Aufnahmeknopf drücken, der Rest ergibt sich von selbst.


Das klingt ja alles ziemlich einfach.

Das ist es nur, wenn man solch tolle Leute um sich hat. Wenn ich es alleine hätte machen müssen, wäre es einiges schwieriger geworden. Ich habe grosses Glück, mit diesen tollen Musikern arbeiten zu können.

Einer meiner Lieblingssongs auf „Colour Me Free“ ist „Could Have Been You“. Ich war ehrlich gesagt ziemlich schockiert, als ich gelesen habe, dass du diesen bereits als 15-jährige geschrieben hast.

Das stimmt, ich schrieb den Song damals mit Jonathan Shorton und Connor Reeves, die auch einen Grossteil des neuen Albums mitgeschrieben und –produziert haben. Wir schrieben diesen Song also, als ich noch sehr jung war, ich hatte aber nie eine Kopie davon. Trotzdem blieb mir über all die Jahre diese eine Linie im Kopf (singt): it’s a shame. Irgendwann kam ich zum Entschluss, dass wir diesen Song fertig schreiben sollten, es fehlte nämlich noch die Bridge. Das haben wir dann gemacht und so ist er nun auf dem Album gelandet. Ein weiterer Grund, wieso die Produktion schnell ging, denn wir hatten den Song ja bereits geschrieben.

Du schreibst nicht nur die meisten deiner Songs, sondern bist auch vermehrt in die Produktion involviert. Bist du ein wenig ein Kontrollfreak, wenn es um deine Musik geht?

Vielleicht, ich habe mir das noch gar nie überlegt. Aber ich denke nicht, dass ich ein Kontrollfreak bin, ich will nur sicherstellen, dass ich es auch mag. Wenn ich einen Song nicht wirklich fühle, bringt mich das in die beschissene Situation, dass ich rund um die Welt reise, überall diesen Song spiele und dabei vortäuschen muss, ihn zu mögen. Ich will ehrlich sein und es ist auch viel einfacher leidenschaftlich zu sein bei etwas, das man auch wirklich mag. Deshalb versuche ich den Musikern meine Vorstellungen klar verständlich zu machen und so lange alle ihren Spass haben ist das grossartig!

Nach „Introducing Joss Stone“ hast du gesagt, dass dieses Album dich komplett widerspiegelt. Die neue Platte klingt nun aber doch ziemlich anders. Welche entspricht wirklich völlig deiner Person?

Das ist schwer zu sagen, denn an dem Punkt, wo ich „Introducing“ aufgenommen habe, war es dieses Album. Doch nun bin ich an einem anderen Punkt und es ist „Colour Me Free“. Jedes neue Album reflektiert den Moment, in welchem du dich gerade in deinem Leben befindest. Nächstes Jahr ist es also vielleicht schon wieder etwas komplett anderes. Ich möchte stetig wachsen, neue Dinge erleben und dazulernen. Niemand ist perfekt, also können wir immer etwas Neues lernen.

Einigen Kritikern war „Introducing“ zu brav und musikalisch zu sehr ausproduziert. Ist der rohere Sound der neuen Platte auch eine Reaktion auf diese Stimmen?

Eigentlich nicht, ich habe nicht mal gelesen, dass die Kritiker das gesagt haben. Ich denke der Sound von „Introducing“ kommt daher, dass Raphael Saadiq ein absoluter Perfektionist ist. Manche mögen das, andere überhaupt nicht – das ist Geschmacksache. Ich persönlich weiss nicht, wie man etwas perfekt ausproduziert, da ich nicht wirklich eine grossartige Produzentin bin. Meine Herangehensweise ist eher die, dass ich auf Record drücke und jeder macht was er kann. Ich wiederhole es auch nicht zwanzig Mal. Wenn es nach drei Takes nichts geworden ist, dann verwerfen wir den Song einfach. Dadurch war es eine logische Folge, dass das Album ziemlich roh ausgefallen ist. Aber das war keine wohlüberlegte Entscheidung, sondern ist einfach so passiert. Ich mag beide Arten Musik zu machen. Meine Herangehensweise ist natürlich einiges schneller, wie sich gezeigt hat. (lacht)

Bei der Musik scheint alles ziemlich reibungslos zu laufen, andererseits hast du aber seit einigen Jahren Probleme mit deiner Plattenfirma EMI. Du hast sogar gesagt, dass sie nicht an deine neue Platte glauben. Wie sieht die Situation momentan aus?

Sie mochten das Album nicht wirklich und vermutlich tun sie das auch jetzt noch nicht. Aber mir ist es egal, das Album ist erschienen und das ist die Hauptsache. Bald wird der Tag kommen, wo ich mich nicht mehr mit solchen Sachen herumschlagen muss. Ich bin leider nicht befugt, genaueres zu verraten, obwohl ich das gerne würde. Aber in einigen Monaten sollte alles klar sein.

Du kannst den Vertrag also auflösen und musst keine weiteren Alben abliefern?

Das darf ich dir leider nicht verraten, denn sonst legen sie mir Handschellen an, stecken mich ins Gefängnis und nehmen mir all mein Geld. (lacht)

Dafür will ich natürlich nicht verantwortlich sein…

Bei solchen Deals kann die eine Partei durchaus in Verlegenheit geraten und dann packen sie in den Vertrag einen Paragraphen, der vorschreibt, dass man nicht über den Deal sprechen darf. It is how it is.

In deiner Heimat stieg „Colour Me Free“ nur auf Rang 75 ein. Liegt das an der schlechten Promotion von EMI oder haben deine Landsleute noch immer das Gefühl, dass du zu oft in den USA bist?

Ich weiss es nicht, ehrlich gesagt. Im Grunde genommen hat EMI das Album überhaupt nicht promotet, es gab nicht mal ein Video. Wir haben ein Photoshooting gemacht und einige Telefoninterviews, that’s it. Es ist schon interessant, wie sich das plötzlich geändert hat. Aber es ist schon in Ordnung, mir geht es gut, solange ich meine Musik machen kann.

Auf deinem neuen Album geht es darum, frei zu sein. Würdest du sagen, dass du als Künstlerin wie auch als Person deine Freiheit gefunden hast, obwohl du dich mit einigen Business-Problemen rumschlagen musst?

Ich habe definitiv meine Freiheit in der Musik gefunden! Wir Menschen sind nicht wirklich frei; es gibt Gesetze, Regeln, Dinge, die jeder durchmachen muss oder gewisse Drogen, mit denen man nicht experimentieren darf. Als Mensch wird man kontrolliert. Wenn ich aber als Musikerin in die Booth gehe, gibt es keine Kontrolle und keine Regeln – alles ist frei. Das ist eine wunderbare Bedeutung von Freiheit, die ich in der Musik gefunden habe.

Man munkelt, du denkst darüber nach, ein eigenes Label zu gründen.

Oh ja, ich will das unbedingt machen, das wäre das perfekte Szenario für mich und meine Musik. Ausserdem wäre es ein Spass, Künstler, die ich mag, unter Vertrag zu nehmen.

Du hast viele hervorragende Künstler auf deinem neuen Album. Als HipHop-Magazin interessiert uns natürlich besonders die Zusammenarbeit mit Nas. Was machte ihn zur richtigen Wahl für den Song „Governmentalist“?

Er ist ein grossartiger Typ und seine Lyrics sind immer sehr treffend. „Governmentalist“ hat ein sehr ernstes Thema und Nas ist ein Rapper, der sehr viel zu sagen hat. Seine Songs bringen mich immer zum Nachdenken. Von dem her wüsste ich nicht, wer besser gepasst hätte.

Auf dem letzten Album hast du mit Common gearbeitet, nun mit Nas. Bevorzugst du also eher lyrische Rapper?

Das ist die Rapmusik, die ich mir persönlich anhöre. Es gibt andere Arten von Rap, die auch cool sind und ich will mich nicht auf einen Stil festlegen. Ich mag ganz unterschiedliche Musik und ich hoffe, dass ich im Laufe meines Lebens mit allen möglichen Stilen auf irgendeine Weise in Berührung kommen werde. Aber meine Vorlieben liegen schon eher bei Musik, bei der etwas dahintersteckt. Das ist, was ich mir zu Hause anhöre.

Deine Offenheit zeigt sich auch durch deine zahlreichen Zusammenarbeiten. Welche ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

(überlegt) Lauryn Hill was pretty cool (lacht). Das war für mich persönlich unglaublich, da ich ihre Musik höre, seit ich ein Kind bin. Sie und Aretha Franklin waren meine absoluten Favoritinnen als ich jünger war. Als Lauryn mir ihren Verse geschickt hatte, war ich ein sehr, sehr glückliches Mädchen und konnte es kaum fassen. Aber natürlich war es auch ein unglaublicher Moment, als ich mit James Brown singen konnte. Ich hatte wirklich gute Moment und viel Glück.

Dass Lauryn Hill die letzten Jahre kaum etwas veröffentlicht hat, macht den Song nur noch spezieller. Du hast die Geschichte wohl schon millionenfach erzählt, aber wie kam es zu dem Song?

Ich rief ihre Mutter an und fragte, ob sie den Song an Lauryn weiterleiten und sie fragen könnte, ob sie dabei wäre. Ihre Mutter meinte, das sei kein Problem. Ich rief sie daraufhin fast jeden Tag an und fragte, ob Lauryn den Song gehört hat. Nach eineinhalb Monaten gab ich schon fast auf und glaubte nicht mehr daran, dass Lauryn den Song jemals zu hören bekommt. Doch eines Tages geschah es und ich kam in Kontakt mit ihrem damaligen Manager. Plötzlich ging alles sehr schnell und sie schickte mir ihre Strophe.

Ihr habt euch also noch gar nie persönlich getroffen?

Nein, leider noch nie. Es ist verrückt, wie das lief.

Du hast deine Karriere mit einem Cover-Album gestartet und hast über die Jahre immer wieder Neuinterpretationen aufgenommen. Sogar dein bislang einziger Grammy hast du für einen Cover-Song gewonnen. Wo siehst du die Herausforderung bei Covers?

Ich nehme sehr gerne Covers auf und zeige damit meinen Respekt für diejenigen, die vor mir da waren. Es ist mir wichtig, die Namen der Soulsänger und Soulsängerinnen die ich gecovert habe, oder auch die der Musiker, die auf meinen Alben mitwirken, den Leuten wieder in Erinnerung zu rufen und ihre Musik so am Leben zu erhalten. Ausserdem ist es eine musikalische und stimmliche Herausforderung, die Songs zu verändern, sie aber dabei nicht zu zerstören. Die Songs sollen anders klingen, ich bin ja keine Karaokesängerin. Deshalb versuche ich mich soweit wie möglich vom Original zu entfernen, ohne den Song geringschätzig zu behandeln.

Schleicht sich manchmal auch etwas Angst ein, wenn du solche zeitlose Songs neu interpretierst?

Auf dem „Soul Sessions“ Album waren es ja vor allem weniger bekannte Stücke, die wir auswählten. Aber als wir aus „Fell in Love with a Girl“ von den White Stripes „Fell in Love with a Boy“ gemacht haben, machte ich mir schon ein wenig Sorgen, ob das wirklich gut geht.

Ich habe dabei vor allem auch an Songs gedacht, die du live gespielt hast, nicht diejenigen auf deinen Alben.

Die Leute wollen immer wieder, dass ich „Son of a Preacher Man“ singe und dieser Song war offenkundig riesig. Vielleicht werde ich ihn eines Tages aufnehmen, obwohl ich bislang nie einen solch grossen Song gecovert habe. Wir werden sehen.

Viele Soullegenden stehen teilweise bis sie 70 oder 80-jährig sind auf der Bühne. Könntest du dir heute vorstellen, in 50 Jahren noch Sängerin und Performerin zu sein?

Es wäre schön, wenn ich dann noch dazu in der Lage wäre. Ich habe aber so meine Zweifel, dass ich das mit 70 noch zustande bringe.

Aus welchen Gründen?

Ich werde bis dann wohl sehr müde sein (lacht). Wie alt ist Patti LaBelle? Sechzig? Sie rockt immer noch und kickt jede Menge Ärsche. Ich würde gerne so lang dabei sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, es so konstant wie jetzt zu tun. Ich bräuchte wohl nach jedem Monat wieder Ferien. Ich will glücklich sein im Alter und in meinem Haus in Devon den Blumen beim Wachsen zuschauen. Was ich gerne machen würde, wäre Songs für andere zu schreiben, die dann damit auf Tour gehen können. Ich möchte nicht aufhören, Musik zu kreieren, aber sie dann auch immer zu promoten, ist nicht der Spassteil bei dem Job.

Ziehst du denn auch heute schon den kreativen Prozess den Live-Shows vor?

Die Shows machen auch Spass, denn es ist auch ein kreativer Teil. Mit meiner Band ändere ich die Songs ständig bei den Konzerten. Momentan vermischen wir zum Beispiel „Tell Me What We’re Gonna Do Now“ mit „Turn the Lights Down Low“ und lassen es wie einen Bob Marley Song klingen. Man kann neue Sounds integrieren und das macht Live-Shows ebenfalls zu etwas sehr Kreativem. Weniger Spass macht es, in einer Fernsehshow zu spielen, wo man nie mehr als drei Minuten hat. Das schränkt ein, aber ist halt Teil des Jobs.

Eine neue Leidenschaft scheinst du in der Schauspielerei gefunden zu haben. Hast du da noch grosse Ambitionen für die Zukunft?

Ich bin generell eine ehrgeizige Person; wenn ich etwas anfange, will ich es also auch gut machen. Aber ehrlich gesagt, bin ich keine Schauspielerin. Es hat mich auch einige Jahre gekostet, bis ich eine Sängerin wurde. Ich weiss nicht wie gut ich vor der Kamera bin, aber ich versuche es und es macht Spass. Viele Dinge, die ich tue, mache ich nur, weil es mir Spass macht und aus keinem anderen Grund. Ich erwarte also nicht, einen Oscar zu gewinnen (lacht). Wenn mich jemand für einen Film anfragt bin ich gerne dabei und gebe mein Bestes. Aber wenn ich es zu ernst nehmen würde, wäre ich wohl enttäuscht, da ich nicht sehr gut bin (lacht).

Was ist es denn für ein Gefühl, wenn du dir den fertigen Film anschaust und dich darin siehst?

Ich erwartete, dass ich heraussteche und wie ein Idiot wirke. Aber das war zum Glück nicht der Fall und es gefiel mir sogar recht gut.

Besten Dank für das Gespräch!

Danke dir vielmals!

Black Eyed Peas – Video zu „Imma Be Rockin That Body“

Beinahe 40 Wochen nach Veröffentlichung von „The E.N.D“ ist klar: Die Black Eyed Peas haben sich trotz allen Unkenrufen durchgesetzt mit ihrem neuen Stil und sind somit die erste Band die mit Electro Hip Hop Pop den Mainstream erobert hat.

Die Chart Rekorde purzeln nur so.
In den USA steht die nächste Single „Imma Be“ schon wieder auf # 1 bei iTunes
Der Rest der Welt konzentriert sich erstmal auf „Rock That Body“.

In der Schweiz sind bereits 52’000 Alben von „The E.N.D.“ verkauft, weltweit bereits 5,5 Millionen…Das sind heutzutage beeindruckende Zahlen und das Album steht erst etwa bei „Halbzeit“.
Die Peas haben seit Album Release durchgehend die Top 10 regiert (zur Erinnerung: erst „Boom Boom Pow“, dann „I Gotta Feeling“, „Meet Me Halfway“)

Nun haben sie wieder ein neues Video ready zu „Imma Be Rockin That Body“. Hier wurde mal wieder richtig geklotzt.

Die Black Eyed Peas spielen am 11. Mai im Zürcher Hallenstadion und werden von Cheryl Cole, die auch von will.i.am produziert wird und momentan vor allem wegen ihrem Mann in den Schlagzeilen steht, supportet!

Lupe Fiasco – wird jetzt auch Schriftsteller

Etliche habens vorgemacht, nun spielt auch Lupe Fiasco mit: Der US-Rapper wird noch dieses Jahr ein Buch auf den Markt bringen. Laut eigener Aussage mag der Künstler es seit seiner frühen Kindheit, sich Geschichten auszudenken und diese weiter zu erzählen und auch seine Tätigkeit als Rapper war nur ein Ausdruck dieser Passion – was also liegt näher, als selbst unter die Schriftsteller zu gehen. Worum es in dem Werk gehen wird und wann genau der geneigte Leser dieses in den Händen halten kann, ist bisher noch nicht bekannt.