Söhne Mannheims – bei uns im Interview

Mit „Barrikaden von Eden“ veröffentlichten die Söhne aus Mannheim nach über zehn Jahren Bandgeschichte ihr viertes Album. Und die 14 Jungs sind nicht müde geworden, im Gegenteil. Die Songs sind mutiger, direkter und musikalischer als je zuvor.

Wir hatten die Gelegenheit mit Rapper Metaphysics über die Kompromisslosigkeit bei ihren Texten, die Rolle der Religion oder den Entstehungsprozess eines Albums, bei dem 14 Personen mitwirken, zu sprechen.

Das komplette Interview findet ihr hier.

361 Grad – Video zu „Sie wird gfilmet wieder online“

Vor kurzem veröffentlichten Kiko & Boro ihr zweites Album „The Fescht & The Furios“, auf dem sie wiederum einen Mix aus harten Texten, Wortwitz und viel Unterhaltung präsentieren.

Für viel Diskussionen sorgten bei den beiden St. Gallern aber nicht nur ihre Texte, sondern auch die höchst professionellen Clips. Bereits drei Videos haben sie aus ihrem aktuellen Album ausgekoppelt, jüngst zu dem Song „Sie wird gfilmet“. Dieser war bei Youtube jedoch einige Tage aus bisher nicht geklärten Gründen nicht mehr zu sehen. Nun ist er jedoch wieder online und kann weiter unten angeschaut werden.

Hier kann „The Fescht & The Furios“ bestellt werden.

Swizz Beatz – „Haute Living im September / Funkstille mit Cassidy“

Swizz Beatz hat bekanntgegeben, dass er sein neues Album „Haute Living“ an seinem Geburtstag dem 13. September veröffentlichen will. Zudem liess er noch einige weitere Details zu den Features aus dem Sack. Bereits bekannt war, dass Eve, Mary J. Blige, Jay-Z und John Legend dabei sein werden. Ebenfalls hatte er schon verraten, mit Kanye West und Bono den Song „Skyscrapers“ recordet zu haben. Nun gab er auch bekannt, Lil Wayne und Lenny Kravitz auf demselben Song zu vereinen.Zudem verriet er, dass auch die britische Sängerin Alexandra Burke sowie M.I.A. auf „Haute Living“ zu hören sein werden.

Nicht vertreten sein wird hingegen sein ehemaliges Protege Cassidy. Dies ist jedoch auch nicht verwunderlich, scheinbar haben die beiden nämlich schon über ein Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Cassidy nutzte nun Twitter, um seine Enttäuschung mit der Welt zu teilen. Cassidy war einst von Swizzy gesignt worden, später lösten sie den Vertrag im Guten auf damit Cassidy sein eigenes Ding durchziehen kann. Offensichtlich bedeutete dies für Swizz aber auch, den Kontakt abzubrechen: „@THEREALSWIZZZ don’t even answer my calls anymore: we ain’t speak in over a year: i thought we was fam, but times change, Smh That why I changed.. Ain’t no love loss.. It is what it is.“

Cassidy widmete dem Thema mehrere Tweets und meinte sogar, er sei nur auf Twitter, da dies der einzige Weg sei, um Swizz Beatz zu kontaktieren. Bislang nützte aber auch dies nichts, Swizzy reagierte bislang nicht auf die Tweets seines einstigen Schützlings.

K.I.Z. – Video zu „Urlaub fürs Gehirn“

Am 03. Juni veröffentlichen die Berliner von K.I.Z. ihr bereits drittes Album über den Major Universal. Dieses trägt den Titel „Urlaub fürs Gehirn“ und zum Titeltrack wurde nun ein gewohnt amüsantes Video abgedreht.

Ob der Titel wirklich wörtlich gemeint ist oder ob und die Kannibalen in Zivil weiterhin mit gesellschaftskritischen und politischen Ansagen zudecken, wird das Album zeigen. Auf der Single verzichten sie auf jeden Fall schon mal nicht auf die gewohnt bösen Zwischentöne und das ist auch gut so.

Die Videopremiere gibt es bei den Kollegen von tape.tv.

Tommy Vercetti – erhält Literaturpreis

Die kantonale deutschsprachige Literaturkommission verleiht alljährlich den Literaturpreis des Kantons Bern für herausragende aktuelle literarische Arbeiten. Über 60 Einsendungen erhielt die Kommission, darunter Bücher, Theatertexte, Hörbücher und auch Rap-Texte. Tommy Vercetti konnte sich mit seinem Album „Seiltänzer“ den erstmals vergebenen Annerkennungspreis, der mit CHF 5’000 dotiert ist, sichern.

Die Kommission begründet den Entscheid folgendermassen: „Sowohl in der Literatur wie auch in der HipHop-Szene gibt es gängige Vorstellungen von dem, was man darf, und von dem, was man nicht darf. Der Mundart-Rapper Tommy Vercetti bricht mit allen Regeln und schafft mit seinem Erstlingswerk einen wunderbaren, schwindelerregenden Balanceakt.“

Schön zu sehen, dass Rap nicht nur als gewaltverherrlichende, sexistische und homophobe Stilrichtung wahrgenommen wird, sondern eben als moderne Poesie. Wir gratulieren!

50 Cent – nun doch auf „Detox“

Lange Zeit konnte man sich nicht so ganz sicher sein, wie es denn nun um die Beziehung zwischen 50 Cent und seinem Mentor Dr. Dre genau bestellt ist. Als 50 Cent einen Kopfhörer auf den Markt brachte schien sich sogar ein kleiner Beef anzubahnen.

Dies ist nun offensichtlich alles Schnee von Gestern. Via Twitter liess Fiddy seine Anhängerschaft wissen, dass er einen Track mit Dre für dessen „Detox“ Album aufgenommen hat. Gemäss Fifty soll der Track dieses Wochenende erscheinen, doch so genau könne man dies bei dem Doc nie wissen: „I did a joint with dre for his album that’s crazy. They were suppose to put it out this weekend but you never know with dre.“

Ebenfalls via Twitter erzählte 50 von seinen hochgesteckten Zielen, mit dem kommenden Album „Get Rich Or Die Trying“ zu übertrumpfen: „Iv been working I’m recording a lot for this album. I’m gonna keep recording cause I want to top get rich or die trying.“ Na dann viel Glück dabei!

Söhne Mannheims – „Wir haben unsere Identität gefunden „


Mit „Barrikaden von Eden“ veröffentlichten die Söhne aus Mannheim nach über zehn Jahren Bandgeschichte ihr viertes Album. Und die 14 Jungs sind nicht müde geworden, im Gegenteil. Die Songs sind mutiger, direkter und musikalischer als je zuvor. Wir hatten die Möglichkeit mit Rapper Metaphysics über den Kosmos der Band, die Entstehung eines Albums und das Teamwork der Söhne Mannheims zu sprechen.

Wenn ich mir „Barrikaden von Eden“ so anhöre, habe ich das Gefühl das es das härteste, rougheste Album ist, das ihr je gemacht habt. Auch die Messsage war noch nie so klar und direkt. Normalerweise ist es bei Bands, die Erfolg haben, genau umgekehrt. Wie kam das?


Wir wurden in den letzten Jahren noch mehr davon überzeugt, dass es wichtig ist über sozialkritische Themen zu sprechen und wir haben da auch unsere ganz eigene Form gefunden.


Ihr seid ja eine Gruppe von mehr als zehn Leuten. Diskutiert ihr über was ihr schreiben wollt? Oder ist es einfach der Songwriter der den Inhalt vorgibt?

In den letzten Jahren haben wir als Band schon unserer eigene Identität gefunden und kultiviert. Von dem her finden wir uns immer wieder in Themen. Aber es ist wie in jedem kreativen Prozess, dass einer eine Idee hinein- und vorgibt und die anderen dann dieser Idee folgen, aber dann auch eigene Vorschläge miteinbringen. Es findet also schon ein reger Austausch statt.

Habt ihr denn regelmässige Bandproben? Oder wie funktioniert und arbeitet eine Band wie ihr ganz konkret?

Wir proben nicht regelmässig. Es ist immer sehr unterschiedlich. Es gibt Zeiten, wo wir fast nur rumhängen und nichts tun. Aber es gibt auch Zeiten, die intensiver sind und wir sehr viel proben.

Würdet ihr denn euch als typische Band bezeichnen?

Nein, schon nur die Anzahl der Leute ist in den heutigen Zeiten im Music Business schon sehr speziell. Im Hiphop ist es ja viel so, dass einfach ein Rapper mit seinem DJ kommt und sein Ding macht. Denn es ist schwieriger Bookings zu bekommen, wenn man noch seine Homies und seine Band anschleppt, einfach weil es viel mehr kosten würde. Darum ist es für uns ein riesengrosser Segen, dass wir mit 14 Leuten auf Tour gehen und in grossen, ausverkauften Hallen spielen können und so auch die Kosten gedeckt sind.

Habt ihr denn auch eine spezielle Rollenverteilung in der Band?

Es ist alles Teamwork. Und die Jüngsten in der Band sind schon 35 Jahre alt. Von dem her sind wir alle schon gestandene Persönlichkeiten und versuchen unseren Job so professionell wie möglich anzugehen. Aber klar hat man auch den Clown, kritischerer Personen oder sensiblere Leute in der Band. Das ist ja ganz natürlich.

Und wie ich gehört habe, habt ihr eine Vision nicht nur für die Band, sondern auch für die Stadt. Wie muss man das verstehen. Sind da alle involviert oder ist das mehr eine Sache von Xavier?

Es gibt ja einen Verein, der verschiedene Projekte in Mannheim unterstützt. Dieser wird auch von unserer Band supportet. Es ist aber nicht so, dass wir da alle aktiv mithelfen. Es sind ja auch nicht alle aus der Band direkt aus Mannheim.

Der Glaube ist ja ein sehr wichtiges Thema bei euch. Aber ihr teilt ja gar nicht alle den selben Glauben oder die selbe Religion, was es ja noch erstaunlicher macht.

Wir sind ja nicht eine Kultgruppe die regelmässig zusammenkommt und Bibelstunden macht. Wir sind eine offene Gemeinschaft mit verschiedensten Idealen, Werten und Ansichten. Aber wir haben sicher das gemeinsam, dass wir alle sehr spirituell und gläubig sind, jeder auf deine Weise. Und wir lernen auch von einander und entdecken immer wieder neue Dinge. Wir sind da also nicht so festgefahren.

Zurück zur Musik. Du hast dich vorher mit einer Hiphop Band verglichen. Wie entsteht eure Musik? Kommt da wirklich einer zuerst mit einem Beat oder jammt ihr zuerst als Band?

Unsere Band besteht aus 14 kreativen Leuten und Musikern, die alle enorm talentiert sind. Irgendetwas passiert immer. Irgendjemand kommt immer mit einer guten Idee.

Es gibt also keine spezielle Vorhergehensweise?

Ja genau. Einmal läuft es so. Ein andermal läuft es ganz anders. Wir haben immer viele Ideen und Vorstellungen und probieren aus.

Du, Metaphysics, beginnst jetzt ja auch Deutsch zu rappen oder?

Ja weißt du, das war eigentlich nur als Joke gedacht. Ich habe nur mal so auf Deutsch gerappt um die anderen etwas zu veräppeln und damit sie mich nie mehr bitten würden Deutschte Texte zu schreiben. Aber dann hat es ihnen trotzdem so gefallen, dass es schlussendlich auf die Platte kam.

Ich hatte das Gefühl, dass ihr beide mehr Raum bekommen habt auf der neuen Platte. War das bewusst oder hat sich das so ergeben?

Ja wir sind sicher schon bessere in unsere Positionen reingewachsen und die anderen vertrauen uns. Aber es ist auch so, dass ich mein Studio zu Hause habe. Und jede Songidee haben die anderen dann zu mir nach Hause geschickt und ich habe mal darüber gerappt und gesagt, wenn’s euch gefällt können wir’s behalten und sonst auch nicht. Und so blieb fast auf jedem Song was drauf. So läuft das bei uns. Es ergibt sich vieles im Moment. Wenn du gerade im Raum bist, dann kommst du auf den Song. Wenn du Weg bist, Pech gehabt (lacht).

Ihr seid eine sehr erfolgreiche Band mit vielen Freiheiten, was nicht selbstverständlich ist in diesem Business. Aber kommt da nicht auch bei euch manchmal Routine auf. Habt ihr noch Träume und Visionen für eure Band?

Ja sicher. Das nächste Jahr wird viel laufen. Die Band hatte ja in den vergangenen Jahren viele Gesichter und Facetten gezeigt. Aber wir haben jetzt das Gefühl, dass wir unsere Identität gefunden haben und unsere Keyplayers alle dabei sind. Wir müssen also nicht mehr unsere Identität suchen, sondern können uns ganz auf die Arbeit und die Musik fokussieren.

In den Medien werdet ihr immer noch häufig so dargestellt, dass Xavier der Frontmann ist und ihr ein wenig in seinem Schatten steht. Stört euch das, wenn man euch so und nicht als eigenständiges Band-Kollektiv wahrnimmt?

Nein c’mon, es ist Xavier Naidoo. Er ist wirklich einzigartig und es ist uns immer ein Ehre mit ihm auf der Bühne zu stehen. Wir können so viel von im lernen. Dieser Mann ist so diszipliniert und fokussiert auf das was er machen will.
Ich kenne so viele Leute, die sterben würden um an meiner Stelle zu sein um diese Erfahrungen machen zu können.

Welcher ist euer Lieblingssong auf der Platte und warum?

„Kill All Psychopaths“ ist einer. Einfach weil ich den Track dominiere mit meinen Non-Stop-Rhymes. Ja der gefällt mir sehr. Aber ich bin sehr gespannt wie das Album den Leuten gefallen wird und welche Tracks sie am besten finden.
Ich brauche zuerst noch etwas Abstand bevor ich das Album als „normaler“ Hörer geniessen kann. Jetzt höre ich immer noch sehr technisch hin und bin irgendwie noch immer im kreativen Schaffensprozess.


Fotos: Lukas Mäder

Tech N9ne – neues Video aus „All 6’s and 7’s“

Tech N9ne hat einen weiteren Clip aus seinem am 07. Juni erscheinenden Album „All 6’s and 7’s“ veröffentlicht. Ausgewählt hat er die offizielle erste Single „He’s A Mental Giant“. Sowohl Song wie Video unterstreich ein weiteres Mal, was den Rapper aus Kansas City so einzigartig macht im Rap-Game.

Auf dem Album erwarten uns satte 24 Tracks mit Gastbeiträgen von Lil Wayne, T-Pain, Snoop Dogg, Kendrick Lamar, E-40, B.O.B., Yelawolf, Twista, Busta Rhymes, Krizz Kaliko, Jay Rock und einigen weiteren.

Chiddy Bang – neues Mixtape „Peanut Butter & Swelly“

Chiddy Bang hatten versprochen, ein neues Mixtape ins Netz zu stellen, sollte es Chiddy schaffen, den Freestyle-Weltrekord aufzustellen. Wie wir berichteten, gelang dies dem Rapper aus Philadelphia und mit etwas Verspätung steht nun auch die versprochene Mischkassette zum kostenlosen Download bereit.

Darauf zu hören gibt es 15 von Xaphoon Jones produzierte Stücke, auf welchen Mac Miller, Casey Veggies, Trae Tha Truth, eLDee The Don und Gordon Voidwell als Gäste vertreten sind.

Gemäss dem Backcover soll auch schon bald ein weiteres Projekt namens „Breakfast“ erscheinen, welches wohl ein weiterer Vorgeschmack auf ihr offizielles Debütalbum sein wird.

Download Chiddy Bang Peanut Butter & Swelly

Evidence – „Cats & Dogs kommt Ende Sommer“

Schon eine gefühlte Ewigkeit warten wir auf das zweite Soloalbum des Dilated Peoples MC und Produzenten Evidence. Schon fast drei Jahre ist es her, seit er mit „Layover“ eine starke EP veröffentlicht hatte, die eigentlich die Spannung für das zweite Album „Cats & Dogs“ hätte erhöhen sollen.

Doch nun soll das Warten bald ein Ende haben, Evidence hat das Album, welches seine erste Veröffentlichung bei Rhymesayser sein wird, nun nämlich endlich abgeschlossen. Momentan wird die Scheibe gemastert und geplant ist eine Veröffentlichung Ende des Sommers.

Evidence erzählt, dass er sich nun ein Jahr lang zurückgezogen hat, um die Scheibe fertig zu stellen. Wobei so richtig Pause hat er nicht gemacht, standen doch noch immer 100 Shows auf dem Programm: „I took a year off, I remodeled my crib, worked on music every day, had people over for sessions every day, created a lot of sounds and I chilled. But, I’ve been staying really sharp, creatively. It’s funny, I look back and my off year was still 100 shows.”

Diese Auszeit hat auch dazugedient, über sich und die Musik zu reflektieren: „In the process, I learned a lot of things about myself this year and I made a monster record, I feel. It’s going to drop right on time, dropping at the end of summer. I’m going to do some big shows with Atmosphere, Rock the Bells and a couple things after that, which I’ll be announcing soon.”

Schon bald soll es auch das erste Video und weitere Infos zur Scheibe geben.

Mit den Dilated Peoples wird Evidence zudem am Touch the Air Festival auftreten.