The Pharcyde – neue EP von Tre / bei uns im Interview

Das letzte Pharcyde Album liegt bekanntlich bereits sieben Jahre zurück, die letzte Scheibe in kompletter Besetzung war gar ihr 1995 veröffentlichter Klassiker „Labcabincalifornia“. Doch auch in Sachen Soloveröffentlichungen blieb es länger still. Von den Blogs und somit auch der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat jedoch Tre Hardson aka Slimkid3 die „Baby Don’t Take The Fun EP“ ins Netz gestellt. Darauf zu hören gibt es fünf Versionen des Songs zu hören, eine davon wurde von DJ Nu-Mark produziert. Die EP kann man sich unter www.slimkid3.com kostenlos herunterladen.

Wir hatten ausserdem die Gelegenheit mit Tre Hardson nach der Show von Pharcyde am Royal Arena zu sprechen. Von ihm wollten wir wissen, wieso Fatlip nicht anwesen war, wie es damals 2008 zu einer Reunion kam und wie es damals zur Zusammenarbeit mit J Dilla kam. Ebenso sprachen wir über die Tücken des Musikgeschäfts und Tre äusserte sich dabei äusserst ehrlich zu seiner Situation und auch zu dem Stand der Dinge bei Pharcyde.

Hier geht es zum Interview und weiter unten findet ihr zudem ein Video von Tre, in dem er seine Eindrücke vom Ausflug ans Royal Arena Festival festgehalten hat.

IAM – kommen nach Zürich

Die französischen Rap-Legenden beehren die Schweiz ein weiteres Mal und werden am 04. Dezember im Zürcher X-Tra zu sehen sein.

Mit im Gepäck werden sie natürlich alle Klassiker ihrer bereits über 20-jährigen Karriere haben. Man darf sich also auf zeitlose Songs von „Je Danse Le Mia“ über „La Saga“ bis „Demain, C’Est Loin“ freuen. Aller Voraussicht nach wird auch Faf Larage mit von der Partie sein, mit dem Akhenaton kürzlich das Album „We Luv New York“ veröffentlicht hat. Mit etwas Glück gibt es ja sogar auch schon einen neuen Song von ihrem für Herbst 2012 angesagten neuen Album zu hören.

Weitere Infos und den Link zum Vorverkauf findet ihr hier.

Kollegah – neuer Clip mit Ol Kainry

Nachdem er bereits ein Video zum Titeltrack seines am 14. Oktober erscheinenden Albums „Flex, Sluts, Rock’n’Roll“ präsentiert hatte, gibt es nun den Clip zu einer interessanten Collabo.

Für „Business Paris“ hat sich Kollegah den französischen Rapper Ol Kainry als Gast geschnappt. Den Beat steuerte kein geringerer als Shuko bei. Das Video wurde dann natürlich sinnigerweise auch in Paris abgedreht.

Auch sonst ist der Boss öfters unterwegs, so kürzlich auch in Zürich. Was er dort am Zürichsee so alles erlebt hat kann man sich weiter unten in einem unterhaltsamen Video reinziehen.

Busta Rhymes – arbeitet an mysteriösem Collabo-Album

Ganz offensichtlich ist im US-Rap das Collabo-Fieber ausgebrochen. Jay-Z und Kanye haben es vorgemacht, Lil Wayne und Drake oder Jim Jones und Cam’ron werden ebenfalls folgen. Nun will auch Busta Rhymes sich mit einem anderen MC für ein komplettes Album zusammentun, allerdings hält er noch Geheim, um wen es sich dabei handelt.

Obwohl Busta auch an seinem neuen Soloalbum bastelt sei das Projekt bereits in Arbeit. Zudem verrät er, dass er die Person bereits seit 26 Jahren kenne: „It’s something I’ve been waiting to do for 26 years with a friend of mine that I’ve known for 26 years. I’ve been professionally recording for 20 years, but I’ve been trying to get on about five or six years before I actually got on. This is one of the first people that I met.”

Vor drei Monaten hätten sie mit den Aufnahmen begonnen und scheinbar läuft es so reibungslos, dass Bus-a-Bus richtiggehend ins Schwärmen kommt: „We actually officially started three months ago. I got my solo album but we’re approaching the midway point of that collab album. It’s gonna be one of the most amazing situations I think I ever did. I haven’t had that kind of comfort recording in a long fucking time. Actually, I haven’t had this kind of comfort recording the way I have in the last year, year and half in my whole career. The dynamic of the ass beating that I’m gonna start giving out is gonna be at a whole ‘nother magnitude.”

Aber natürlich wird zuerst sein Soloalbum erscheinen. Dafür hat er offenbar schon mehr als 200 Songs aufgenommen. Wann und bei welcher Firma die Scheibe erscheinen wird, will er demnächst bekannt geben.

Was denken die Aightgenossen, um welchen mysteriösen Kollaborateuer es sich handelt?

Shuko – „Foundation Vol. 2 zum freien Download“

Fünf Jahre ist es her, seit Shuko mit „ Foundation“ seine Produktionen auf Albumlänge präsentierte. Nun liefert er den Nachfolger ab, den es zum kostenlosen Download gibt. Als Host konnte er dabei keinen geringeren als DJ Green Lantern gelingen, für den Mix sind DJ Illegal und DJ XRated aka Snowgoons verantwortlich.

Zu hören gibt es einen Mix aus neuen und teilweise schon etwas älteren Tracks aus dem Beatlabor des deutschen Ausnahmeproduzenten. Natürlich fehlt es auch hinter dem Mikrofon nicht an prominenten Gästen. So sind unter anderem Vinnie Paz, Clipse, Ill Bill, Heltah Skeltah, Doujah Raze, Keith Murray, Canibus, Papoose, Cory Gunz, Nipsey Hussle, Evidence, Fashawn, Talib Kweli, Ras Kass oder Mykill Miers auf den total 15 Songs zu hören.

Hier kann man sich „Foundation Vol. 2“ herunterladen.

LDDC – Neues aus Kolumbien (Videotagebuch)

LDDC sind weiterhin in Kolumbien unterwegs und liefern uns nun den dritten Teil ihres Videotagebuchs ab, dies obwohl ihnen leider ein Teil der Aufnahmen abhanden gekommen ist.

In dieser Folge sehen wir ihre Reise nach Bogota, ihr erste Radiointerview in Kolumbien und zudem können wir sie dabei beobachten, wie sie für ihren Videoclip einige traditionelle Tanzschritte einüben. In der nächsten Folge gibt es dann Konzertbilder von der Show in Bogota.

The Pharcyde – „Das Musikgeschäft erschöpft einen irgendwann.“

Wie bei so vielen Crews der sogenannten Goldenen Ära war auch bei Pharcyde die Zeit nach den grössten Erfolgen geprägt von Trennungen, internen Streitigkeiten, mittelmässigen Crewalben, teils starken Soloausflügen und schlussendlich einer Reunion. Mit „Bizzare Ride II the Pharcyde“, welches Kanye West mal als seine Lieblings-Rap-Platte bezeichnete, und „Labcabincalifornia“, das der Welt J Dilla vorstellte, haben sich die vier Kalifornier aber längst in den Herzen der HipHop-Fans verewigt. 2008 kam es dann im Rahmen der Rock The Bells Tour zu einer Reunion des Quartetts, doch leider scheint diese nicht von langer Dauer gewesen zu sein, tauchten sie am Royal Arena doch ohne Fatlip auf. Nach ihrer Show hatten wir die Gelegenheit, mit Tre Hardson aka Slimkid3 zu sprechen, der erfreulich ehrlich Auskunft gab über seine aktuelle Situation und den Stand der Dinge bei The Pharcyde.

Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, euch in Vollbesetzung anzutreffen. Wieso fehlt Fatlip?
Der Grund dafür ist…(überlegt). Fatlip ist unser Bruder, manchmal sind die Dinge einfach ein wenig kompliziert. Wenn immer er bereit ist, mit uns als Einheit unterwegs zu sein, können wir wieder gemeinsam spielen. Momentan liegt sein Fokus vor allem auf dem DJing. Wer sich dafür interessiert was er gerade macht, folgt ihm am besten auf Twitter. Ich habe sogar eben erst ein Album mit Fatlip für Japan aufgenommen, welches bald erscheinen sollte.

Als ihr euch 2008 für die Rock The Bells Tour wiedervereint habt, sagtet ihr, viele Leute hätten darauf gewartet, ihr machet es aber nicht für sie, sondern für euch selbst. Wie meintet ihr das genau?
Rock The Bells gab uns die Möglichkeit, wieder zusammenzukommen. Ausserdem war es auch eine finanzielle Option. Ich muss dich nicht anlügen, wir haben dort gutes Geld verdient. Es war sehr wichtig für uns, wieder miteinander in Kontakt zu kommen, auch wenn es zu Beginn etwas schwierig war. Nun bin ich einfach sehr glücklich, hier mit Imani und Romye sein zu können. Viele verstehen nicht, wie hart das Musikgeschäft ist. Es ist ein wirklicher Struggle, wenn dir das Geld fehlt. Viele eurer Lieblingsrapper scheitern nur schon beim Versuch, gewisse Dinge auf die Beine zu stellen, weil es dafür so viel Geld benötigt. Das kann einen frustrieren. Aber wir lieben die Musik und dank unserer Professionalität haben wir die Möglichkeit, weiterhin um die Welt zu reisen und zu performen.

Du sprichst das Geld an, woran vieles scheitern kann. Ihr habt ja sowohl als Gruppe wie auch als Solokünstler schon lange nichts mehr veröffentlicht. Lebt ihr nur von den Shows, oder habt ihr andere Einnahmequellen?
Ich bin auch noch als DJ unterwegs. Es gibt aber tatsächlich Zeiten, wo ich überhaupt nichts zu tun habe und mich frage, was ich nun mit meiner Zeit anfange.


Nach einer Crew-Platte frage ich gar nicht erst, sind denn aber wieder Soloprojekte geplant.?
Auf meiner Website slimkid3.com kann man sich die kostenlose EP „Baby Don’t Take The Fun“ herunterladen. Schon bald wird eine weitere Single namens „Another Day“ folgen, die sich ums Geld drehen wird. Denn egal ob du am Strugglen bist oder schon viel Kohle hast, es dreht sich doch immer alles ums Geld. Das ist bedauerlich. Ich sehe es nur schon bei mir selbst: Manchmal verdiene ich viel, doch irgendwie ist es auch ganz schnell wieder weg. Ich kann also nicht aufhören und muss ständig versuchen, noch mehr zu verdienen, da ich meine Familie versorgen muss. Ich trage Verantwortung und muss Prioritäten setzen. Es ist egal, ob die Crowd applaudiert oder buht, ich muss rausgehen und Geld verdienen. Ich rede von den einfach Dingen im Leben, nicht davon, ausgefallene Autos zu kaufen oder Frauen zu beeindrucken. Es geht nur darum, anständig leben zu können. Das ist ein Thema, das viele Leute in den USA oder überall auf der Welt betrifft, da wir durch finanzielle Veränderungen gehen aufgrund der Krisen. Wir können den grossen Unternehmen nicht mehr trauen, wobei, das konnten wir ja noch nie. Nun scheint es, als könnten wir auch unserer eigenen Regierung nicht mehr trauen. Man sieht die Probleme schon in der eigenen Familie und im Freundeskreis. Wenn jemand zum Arzt muss und Medikamente braucht, kann er sich das nicht leisten. Genau so sind Lebensmittel oder das Benzin viel zu teuer für viele Menschen. Es scheint, als wären die Leute wieder gezwungen, ihre Nahrungsmittel selber anzupflanzen und mit den Nachbarn zu teilen. Die Leute sind sehr unabhängig, wenn sie sich die Sachen leisten können, aber in einer Krise ist wieder die Community gefragt.

Versteh mich bitte nicht falsch, aber machst du mit Pharcyde, oder der Musik generell, vor allem weiter, weil du damit deine Familie ernähren kannst? Fatlip sagte auch mal in einem Interview, er wisse nicht, ob er noch Musik machen wolle. Wollt ihr noch, oder ist es einfach zu einem Job geworden?
Ich sage dir wie es ist: Das Musikgeschäft erschöpft einen irgendwann. Wir lieben es Musik zu machen! Aber das Business ist so kompliziert und sie wollen dir ständig irgendwelche beschissenen Vorschriften machen. Das macht es schwierig, deine Musik überhaupt noch rauszubringen. Es gibt immer noch viel gute Musik da draussen, aber die gerät ins Hintertreffen, weil die grossen Firmen so viel Geld in die schlechte Musik stecken und dann so tun, als sei diese populär. Aber die Fans sind eigentlich schlauer und erkennen den Bullshit und verstehen, dass die Firmen nur so tun, als sei dies jetzt populär. Aber natürlich gibt es auch viele Schafe, die einfach der Herde folgen und dadurch vieles verpassen. Man muss nach der guten Musik suchen und dann findet man auch Künstler, die etwas zu sagen haben und von denen man lernen kann. Von Artists wie Saul Williams, Immortal Technique, Pharcyde oder Fatlip kann man etwas lernen. Fatlip ist ein wahnsinnig guter Rapper und Texter, der sowohl witzige wie ernste Songs schreiben kann. Es ist einfach nur schade, dass selbst er nicht an dem Punkt ist, an dem er eigentlich sein sollte. He’s a smart motherfucker, he’s a genius, I love that guy. Ich wünschte mir einfach, wir könnten alles bereinigen. Nur leider können wir den Fans nicht immer das geben, was sie gerne hätten, aber wir versuchen trotzdem immer 100 Prozent zu geben.

Zuvor erzählte mir Immortal Technique begeistert, er habe einen Dilla Beat auf seinem Album. Ihr wart ja ziemlich die ersten, die mit ihm arbeiteten. Wie kam es damals dazu, er wohnte ja nicht gerade um die Ecke?
Es freut mich, dass du mich auf Dilla ansprichst und du findest die Antwort auf dem Flyer zum Royal Arena Festival. Q-Tip war der Hauptgrund, das wir von J Dilla erfuhren und es Songs wie „Runnin’“ oder „Drop“ überhaupt gibt. Wir arbeiteten zu dieser Zeit mit vielen Produzenten wie Djinji Brown aus New York, der sehr dope Beats hatte, aber als wir Jay Dee kennenlernten, merkten wir gleich, das seine Beats die richtigen sind.


Nach der intensiven Zusammenarbeit für „Labcabincalifornia“ habt ihr aber nie mehr mit ihm gearbeitet.
Die Industrie veränderte sich. Ich bin sicher, wir hätten wieder zusammengearbeitet, wenn wir zu dieser Zeit an einem Album gearbeitet und ein Label zur Finanzierung gehabt hätten. Es ist wichtig, jemanden zu haben, der dir als Künstler hilft. Heutzutage müssen die Künstler ihre Musik teilweise sogar kostenlos veröffentlichen. Das ist jedoch schwierig für uns, denn wir müssen unsere Familien ernähren.

Ich sah mal ein Video, in dem Questlove über die Anfänge von The Roots erzählt. Er sagte, nachdem er eure Musik gehört hatte, wusste er, dass er ein Fender Rhodes will und so kam dann Scott Storch zu The Roots. Das ist wohl nur eine von vielen Episoden, denn ihr habt zweifellos zahllose Künstler inspiriert. Wie würdest du selbst den Einfluss von The Pharcyde auf HipHop einordnen?
Das ist schwierig. Ich bin einfach nur dankbar, dass die Leute unsere Musik mögen. Als wir damals an unseren Songs arbeiteten, wollten wir eigentlich einen Sound, der mehr Hardcore ist. Aber irgendwie ist uns das nicht gelungen (lacht). Wir entschieden uns einfach, unseren Spass zu haben und wenn dies andere beeinflusst, dann bin ich sehr glücklich darüber. Ich hoffe auch, dass wir ihnen ein wenig zeigen konnten, was es heisst, frei zu sein. Das es zum Beispiel nicht verboten ist, auf einem Song zu singen, wenn man sich danach fühlt. Wir wurden inspiriert von De La Soul oder den Beastie Boys und danach kamen Leute, die von uns inspiriert wurden, so geht das immer weiter.

Interview: Fabian Merlo
Fotos: lukasmaeder.ch

Clipse – Pusha mit neuem Video und Remix für Tinie Tempah

Nachdem es bereits einen Clip zur aufsehenerregenden Collabo mit Tyler the Creator gab, legt Pusha T nun ein weiteres Videos aus seiner EP „Fear Of God: Let Us Pray“ vor, welche am 27. September erscheinen wird.

Die Wahl fiel auf den deutlich smootheren und eingängigeren Track „Feeling Myself“, bei der Pusha von Kevin Cossom unterstützt wird.

Ausserdem gab er bekannt, er werde sein Solodebüt nicht wie geplant am 25. November veröffentlichen. Bislang habe er acht Songs für die noch namenlose Platte aufgenommen berichtet Pusha. Zudem erkärte er, Kanye werde als Executive Producer am Werke sein.

Schliesslich wurde der Clipse-MC auch noch vom britischen Senkrechtstarter Tinie Tempah für einen Remix der Single „Till I’m Gone“ rekrutiert. Ebenfalls auf dem Remix vertreten sind Jim Jones und Wiz Khalifa, der bereits auf dem Original vertreten war.

Bun B – heute ist „Bun B Day in Houston“

Bun B bekommt nicht nur Respekt von zahllosen Rappern, sondern jetzt auch noch von der Stadt Houston in Texas. Diese haben den 30. August zum „Bun B Day“ ernannt.

Heute wird ihn die Bürgermeisterin von Houston, Annise Parker, für seinen Beitrag zu HipHop sowie zur lokalen Community ehren.

Der erste ist er damit allerdings nicht. Auch der Rapper Trae the Truth sowie Rap-A-Lot Records CEO James Prince haben bereits einen ihnen gewidmeten Tag in Houston.

Hier geht’s zu unserem Interview mit der UGK-Legende.

Yelawolf – Video zu „No Hands“

Noch bevor es ein Video zur offiziellen ersten Single „Hard White (Up In The Club)“ gibt, präsentiert uns Yelawolf den Clip zu einem anderen Track von „Radioactive“. Entstanden ist der Clip in Zusammenarbeit mit dem Game-Hersteller „Ubisoft“ und das Video dient auch gleich als Werbetool für „Driver: San Francisco“.

Im Clip wechseln sich dann auch immer Szenen aus dem Spiel mit realen Einstellungen ab, die sinngemäss auch in San Francisco gedreht wurden.

Wie berichtet wurde die Veröffentlichung von „Radioactive“ auf den 25. Oktober verschoben.

Hier geht’s zum Interview mit Yelawolf.