Apollo Brown – „Meine Beats müssen ein Gefühl vermitteln“

Int. Rap

Im Mai 2010 veröffentlichte Apollo Brown das Album „The Reset“ und zog damit erstmals eine grössere Aufmerksamkeit auf sich. Nun, weniger als 1,5 Jahre später, sind bereits vier weitere von ihm komplett produzierte Alben erschienen („Brown Study“ mit Rapperin Boog Brown, „Gas Mask“ mit seiner Crew The Left, das Instrumentalalbum „Clouds“ sowie „Daily Bread“ mit Hassaan Mackey). Zusammengefasst heisst dies fünf Alben innert 15 Monaten, ohne dass sich auch nur ein schlechter Beat eingeschlichen hätte. Kein Wunder schwärmen nicht wenige davon, dass dieser Producer aus Detroit einen Sound zurückbringt, den manche schon verloren geglaubt hatten. Das Rad neu erfinden will der 31-jährige tatsächlich nicht. Sein Rezept könnte man in etwa so zusammenfassen: Samples choppen und knallharte Drums darunterlegen. Altbacken klingt dies trotzdem nicht, denn er besitzt ein Gespür für gute Samples, Melodien und vor allem für Stimmungen, was er besonders mit seinem Instrumental-Werk „Clouds“ unterstrich. Wir wollten bei seiner ersten Performance in der Schweiz mehr über seine Herangehensweise, sein Equipment und seine Zukunftspläne erfahren.

Wie wohl viele andere auch habe ich deinen Namen erstmals wahrgenommen, als du das „The Reset“ Album veröffentlichtest. Du produzierst ja bereits sehr viel länger, erzähl uns von deinen Anfängen und wieso es so lange dauerte, bis die Leute deine Produktionen wahrnahmen.
Ich produziere seit 1996 aber es dauerte bis 2007 bis ich mir erstmals ein wenig einen Namen machen konnte. In diesem Jahr veröffentlichte ich das Instrumentalalbum „Skilled Trade“ und 2009 dann „Make Do“. Ausserdem produzierte ich in dieser Zeit auch Beats für Leute wie Finale oder Kam Moye. 2009 gewann ich dann die „Red Bull Big Tune Championship“, wodurch die Mello Music Group auf mich aufmerksam wurde.

Vor einigen Jahren hörtest du komplett mit der Musik auf, da du nicht mehr daran glaubtest, dass ein Markt für deine Art Sound existiert. Was hat dich dazu gebracht, deine Meinung zu ändern und zu erkennen, dass es doch möglich ist, von der Musik leben zu können, ohne Kompromisse eingehen zu müssen?
Das verdanke ich meinem Cousin, der mir zeigte, dass es immer noch eine Szene gibt. Zudem sind Leute wie DJ Premier oder Pete Rock, mit denen ich aufwuchs und die der Grund dafür sind, dass ich selbst mit der Musik anfing, auch noch immer aktiv. Ich wusste plötzlich gar nicht mehr, wieso ich eigentlich aufhörte. Als begann ich wieder und es ist seither besser denn je.

Busta Rhymes sagte kürzlich, sein nächstes Album werde klassischer Boom Bap sein und Pete Rock, RZA und Q-Tip waren auf dem „Watch The Throne“ vertreten. Denkst du, dass Boom Bap vielleicht sogar wieder in den Radio und im Mainstream relevant werden könnte?
Ich würde es mir wünschen, denn das ist mein Sound, dem ich immer treu geblieben bin. Das sind meine Wurzeln. Ich bin 31 Jahre alt und habe mir damals noch „Illmatic“ als Tape im Laden gekauft. Meine Lieblingsgruppe ist bis heute Gang Starr. Wenn man sagt, man ist, was man hört, dann trifft das auf mich mit Sicherheit zu. Ich höre mir diesen Sound bis heute an.

Siehst du aber eine Chance, dass es auch wieder kommerziell relevant werden könnte?
Ich warte seit Jahren darauf, aber da die Industrie so vom Geld getrieben ist denke ich eher nicht. Es müssten schon Künstler wie Jay-Z oder Nas, die einen riesigen Einfluss auf die Fans und den Rest der Industrie haben, einen Schritt in diese Richtung machen. Stell dir vor Jay-Z würde sich sagen, das Geld sei jetzt nicht so wichtig, er wolle einfach echten HipHop machen und dann würde er ein Album mit DJ Premier rausbringen. Plötzlich würden alle auf Boom Bap-Beats rappen wollen. Es bräuchte jemanden aus dieser Liga, um einen Wechsel herbeizuführen. Die anderen folgen diesen Leuten, weil sie sehen, wie sie Geld und Fame kriegen.

Wie erwähnt ist DJ Premier dein Lieblingsproduzent. Seine Beats erkennt man zumeist nach wenigen Sekunden. Ist es dein Ziel, ebenfalls einen solchen Trademark-Sound zu haben?
Das wäre wünschenswert und gewisse Leute meinen, ich hätte das bereits. Oftmals hört man bei meinen Tracks einen kurzen Ausschnitt von dem Song, den ich dafür gesampled habe, bevor der Beat richtig losgeht. Ich mag es den Leuten ein Stück weit zu zeigen, woher ich das Sample habe und einige erkennen dadurch womöglich schon, dass ein Beat von mir ist. Ich hoffe aber definitiv, dass mein Sound bei den Leuten hängenbleibt und sie ihn wiedererkennen.

Bei Premier hängt dies sicherlich auch damit zusammen, dass er häufig dieselben Drums verwendet. Es muss also nicht zwingend gut sein, wenn man sofort erkennt, von wem der Beat ist.
Irgendwann weiss man als Produzent, was für einen funktioniert. Ich verwende auch manchmal dieselben Snares und Kicks, da ich weiss, welche gut klingen. Besonders wichtig ist dies auf den grossen Boxen bei Konzerten. Ich machte auch schon den Fehler, dass ich ein Kick verwendete, bei dem ich nicht ganz sicher war und prompt hat es dann bei der Show nicht so geklungen, wie ich es wollte. Da dachte ich mir, dass ich besser das Kick verwendet hätte, bei dem ich weiss, dass es auch wirklich gut klingt.

Ich habe mal gelesen, du seiest nicht mit dem typischen Background eines Producers aufgewachsen, was dann wohl bedeutet, dass du nicht den üblichen Mix aus Soul, Jazz und Funk gehört hast. Wie würdest du deinen Background beschreiben und inwiefern hat dies auch deine Sampleauswahl beeinflusst?
Meine Mutter ist Französin und weiss, mein Vater ist schwarz. Dort wo ich aufwuchs wurde zudem vor allem Musik aus den Charts und nicht sonderlich viel Black Music gespielt. Ich bringe immer das Beispiel, dass ich mit der Seals & Crofts Version von „Summer Breeze“ aufwuchs und nicht derjenigen von den Isley Brothers. Ich hörte auch viele Sachen wie Journey oder Hall & Oates, nicht nur wegen dem Radio, sondern auch weil meine Mutter dies oft zu Hause spielte. Von der Seite meines Vaters kam ich natürlich auch mit Sachen wie Marvin Gaye in Berührung, aber ich wuchs schon mit sehr viel weisser Musik auf. Ich denke aber nicht unbedingt, dass dies meinen Stil beeinflusste, es hat aber sicherlich meinen Horizont erweitert. Ich höre Musik anders und bin nicht auf ein Genre beschränkt. Ich sample wirklich alles, das kann auch ein Werbespot von McDonalds oder Wal Mart oder eine Fernsehshow sein. Zudem verwende ich viel Psychedelic-Rock aus den 60ern, denn die haben einfach die besten Orgel-Sounds, die du finden kannst. Ich lasse mich nicht einschränken.

Obwohl du nicht nur Soul verwendest, klingen deine Beats meistens sehr soulful. Ist es dein Ziel, die Beats soulig klingen zu lassen, auch wenn du vielleicht etwas völlig abstruses gesamplet hast?
Genau, die Beats müssen soulful klingen und noch wichtiger: Sie müssen ein Gefühl vermitteln. Das vermisse ich heutzutage, denn viele Beats sind für mich einfach nur Geräusche. Viele Songs klingen für mich wie komische Geräusche mit einem Typen, der einige Worte sagt. Es hat keinerlei Bedeutung. Alles was ich mache, muss ein Gefühl vermitteln, das bei dem Hörer etwas auslöst. Bei meinem Album „Clouds“ kann man sich einfach zurücklehnen und zuhören. Man sollte zu der Musik völlig abschalten können und vielleicht regen die Melodien sogar zu Gedanken an. Wenn ich mit einem Beat beginne und ich fühle dabei nichts, dann werfe ich ihn sogleich wieder weg. Doch normalerweise weiss ich aufgrund des Samples, ob ich es fühlen werde oder nicht. Das ist der Grund, wieso vieles sehr soulful klingt, denn ich will die Leute auf eine Reise mitnehmen. Das „Clouds“ Album war dafür gedacht, dass es die Leute sich anhören können während sie das Haus putzen, im Wagen unterwegs sind oder einen schlechten Tag hatten. Zudem wollte ich auch zeigen, dass ich nicht nur harte Beats habe, sondern eben auch Musik zum Chillen machen kann.

Bestehen deine Beats eigentlich komplett aus Samples, oder spielst du gelegentlich auch noch etwas dazu?
Ich spiele Keys ein, aber nur, um es voller zu machen. Das meiste sind aber gechoppte Samples und wenn ich dann das Gefühl habe, es fehle etwas, spiele ich es ein. Man merkt das aber nicht bewusst.

Wie ich gelesen habe, arbeitest du eigentlich mit ziemlich beschissenem Equipment. Hast du unterdessen etwas aufgestockt?
Oh ja, es ist furchtbar, aber ich ändere nichts daran. Ich habe einen zwölf Jahre alten HP Computer, den ich schon seit dem College habe. Er hat so wenig Speicherkapazität, dass ich jedes Mal Sachen löschen muss, wenn ich einen neuen Beat mache. Die Programme fressen eigentlich schon mehr oder weniger den ganzen Speicher. Dann habe ich vier Philips Boxen, die alle durchgebrannt sind, so dass ich gar nicht laut aufdrehen kann. Auf meinem Keyboard (Roland XP-50) funktionieren nur noch 16 Tasten, da es die Wohnung über mir überflutet hat. Es hat nirgends heruntergetropft nur genau auf mein Keyboard. Mein wichtigstes Programm ist Cool Edit 2000, das ich seit 1997 verwende. Die Firma existiert nicht mal mehr.

Was würdest du verwenden, wenn nun plötzlich dein Studio abbrennen würde?
Ich würde versuchen, wieder genau dasselbe zu finden. Natürlich nicht den Computer, aber ich liebe meine Speakers. Ich schaue auch immer mal wieder im Internet, ob ich sie nochmals finde. Ich würde auch 8 oder 10 davon kaufen, nur damit ich immer noch ein Paar habe, wenn zwei den Geist aufgeben. Ich mag es Beats auf beschissenem Equipment zu machen, denn ich bin gut darin. Zudem habe ich keine Lust, etwas Neues zu lernen. Viele befreundete Produzenten kaufen sich immer das Neuste, aber das interessiert mich nicht. Schlussendlich kostet mein ganzes Equipment wohl weniger als 200 Dollar, aber wichtig ist nur, dass die Musik gut ist.

Apropos Studios: Deine zweite Leidenschaft ist ja die Fotografie und ich habe gelesen, du wollest ein Fotobuch über verschiedene Studios machen.
Genau, ich habe damit bereits begonnen und bislang sind zwei Studios im Kasten. Es gibt bereits ein Buch mit demselben Konzept, aber ich will noch einige andere Aspekte hervorheben. Ich habe eine Liste mit Produzenten, darunter Oddisee und Kev Brown, die viel harte Arbeit in ihre Musik stecken, aber nicht sehr viel Aufmerksamkeit dafür bekommen. Ich will das unbedingt machen, aber es wird Zeit brauchen, da ich in alle diese Studios gehen muss. Jedoch will ich mich nicht vorher ankünden. Ich will nicht, dass sie zuvor noch aufräumen können. Es soll echt sein, so dass man manchmal vielleicht auch das Gefühl hat, man würde keinen Schritt in dieses Studio setzen, weil es so abgefuckt aussieht.

Viele bezeichnen dich als den nächsten grossen Produzenten aus Detroit. Wie ich das verstanden habe, siehst du dich aber gar nicht in der Tradition dieser Detroit-Beat-Szene..
Ich bin der Meinung, dass ich keinen Detroit-Sound habe. Meine Beats haben nicht diesen bestimmten Swing. Als ich aufwuchs, hörte ich vor allem den Sound der Eastcoast und deshalb bin ich geprägt von hartem Boom Bap. Ich war daher gar nie von den Produzenten in Detroit beeinflusst, ich mag zwar deren Sound, aber ich klinge anders, auch wenn ich Detroit to the fullest repräsentiere.

Du hast zwar einige Beats für die Alben andere Künstler produziert, aber das meiste endete dann doch auf deinen eigenen Projekten. Abgesehen von „The Reset“ hast du zudem immer nur mit einem Rapper pro Album gearbeitet. Es scheint als hättest du gerne die Kontrolle darüber, was mit deinen Beats genau passiert.
Ich mag es, ein ganzes Projekt zu machen. Klar habe ich ab und zu Beats auf anderer Leute Alben, doch ich ziehe es vor, eine ganze Platte mit einem Künstler aufzunehmen. Momentan arbeite ich gerade an einem kompletten Album mit O.C.. Sobald ich aus Europa zurück bin kommt er für eine Woche nach Detroit, damit wir alles aufnehmen können.

Es kann nicht schaden, wenn O.C. wieder Mal ein paar gute Beats bekommt…
(lacht) Wieso sagen das alle, „Jewelz“ ist eines meiner Lieblingsalben.

Von mir auch, ich meinte eher die neueren Releases..
Ich weiss was du meinst. Das Album wird unglaublich und ich kann es kaum erwarten, bis die Scheibe fertig ist und sie die Leute zu hören bekommen. Anfangs März sollte sie rauskommen. Wie gesagt liebe ich es, ein ganzes Projekt zu stemmen, ich habe nun aber auch einige Beats für andere Künstler gemacht. Ich werde auf den Alben von Chino XL, Wordsworth und Immortal Technique vertreten sein, Onyx haben Beats gepickt und ich arbeite am neuen Album von Heather B mit. Eigentlich habe ich also sehr viel gemacht, auch wenn ich lieber ein ganzes Album für einen Künstler produziere.

Könntest du dir auch vorstellen im Stile von Jake One oder 9th Wonder ab und zu mal einen Beat auf einem Majoralbum zu platzieren?
Absolut, genau so würde ich das gerne machen. Kurz in den Kommerz-Pool springen und dann wieder zurück in den Untergrund gehen. Viele springen in diesen Pool und wollen dann nicht mehr raus, aber so bin ich nicht. Mir würde es reichen, ein bis zwei Beats pro Jahr auf grossen Alben landen zu können. Selbst wenn ich einen Beat auf einem Destinys Child oder Jay-Z Album hätte, würde ich trotzdem noch immer im Underground rocken. Bei solchen Aufträgen geht es um den Gehaltscheck, im Untergrund sind aber meine Wurzeln.

Du hast kürzlich auf Twitter geschrieben, du wollest zu Eric Roberson und Erykah Badu Kontakt aufnehmen. Können wir mit Soulproduktionen von dir rechnen?
Es wird definitiv mehr Soul von mir erscheinen im 2012. Ich möchte vermehrt in diese Richtung gehen, obwohl ich natürlich auch weiterhin meine HipHop-Sachen mache. Soul ist ein ganz anderes Genre mit einem völlig anderen Publikum. Man erreicht eine erwachsene Hörerschaft und vor allem auch viel mehr Frauen. Ich liebe sehr viele Soulkünstler und würde gerne für einige von ihnen produzieren. Nächstes Jahr werde ich mit Frank West, der bereits auf dem The Left-Album zu hören war, ein Soulalbum veröffentlichen.

Seit der Veröffentlichung von „The Reset“ bist du bei der Mello Music Group unter Vertrag. Ich habe den Eindruck, dieses Label unterscheide sich von vielen anderen, da die dort gesignten Künstler zwar aus verschiedensten Ecken kommen aber trotzdem alle miteinander arbeiten. Wie würdest du das Label und die Zusammenarbeit zwischen euch Künstlern beschreiben?
Wir sind wie eine Familie. Ich liebe das und vor allem auch, dass wirklich nur Qualität veröffentlicht wird. Bevor etwas erscheint, bekommen es alle Künstler des Labels zu hören. Ich denke das ich auch ein Vorteil, denn keiner von uns ist ein Ja-Sager. Wir können uns wirklich nicht beklagen über unsere Situation. Wir sind auch alle mehr oder weniger im selben Alter, auch Mike, der Gründer des Labels, und somit alle auf derselben Wellenlänge.

Als du „The Reset“ veröffentlichtest, wusstest du bereits, das kurz darauf drei weitere Alben folgen werden und es war dein Ziel, deinen Namen in dieser Zeit zu etablieren. Ziel erreicht?
Das ist weiterhin mein Ziel, denn man muss die Ziele ja immer wieder höher stecken. Ich will stetig besser werden, meinen Namen weiter verbreiten und auch mit grösseren Künstlern arbeiten. Es soll nicht stagnieren. Man kennt zwar meinen Namen in gewissen Kreisen, aber ich bin noch lange nicht so etabliert wie ein DJ Premier. Aber natürlich bin ich auch noch nicht so lange im Game.

Du hast bereits einige Projekte angekündigt, arbeitest du noch an weiteren Dingen?
Es wird ein Album geben mit Jeru the Damaja. Alle versuchen ihre Beats bei Drake oder Lil Wayne zu platzieren, ich arbeite einfach gerne mit Leuten, von denen ich ein Fan bin und die mich überhaupt erst dazu gebracht haben, selber Musik zu machen. Es ist also irgendwie auch so, dass ich ihnen dadurch die Ehre erweise. Ich bin ein Fan von O.C. oder von Jeru und es ist wie ein Traum, der nun wahr wird.

Ein Album von dir und Elzhi würde mir auch gefallen…
Da bist du nicht der einzige und wir haben sogar erst kürzlich darüber gesprochen. Er ist im Moment einfach sehr beschäftigt, aber ich würde es unglaublich gerne machen. Er ist einer der besten Rapper aller Zeiten, keine Frage. Bislang hatte ich erst einmal die Möglichkeit mit ihm zu arbeiten für den Song „Contra“ von Danny Brown. Aber er hat auf jeden Fall einige Beats von mir bekommen und wir werden sehen, was passiert.

Wie viele Beats produzierst du eigentlich täglich oder wöchentlich?
Ich mache durchschnittlich vier Beats pro Woche. Mir fehlt momentan ein wenig die Zeit, früher waren es teilweise auch 15 pro Woche, was verglichen mit anderen immer noch nicht viel ist. Andere machen 15 Dinger pro Tag, die Frage ist nur, wie die dann klingen. Ich nehme mir gerne mehr Zeit, denn ich will nur Qualität herausbringen. Da ich momentan an so vielen Projekten arbeite, produziere ich oftmals auch sehr gezielt und mache nicht einfach Beats, die sich dann ansammeln. Nebenher mische ich dann auch meine Sachen selbst.

Auch auf deinem beschissenen Equipment?
(lacht) Ja klar, es geht nur ums Ohr. Wenn du nicht das Gehöhr dafür hast, nützt dir auch Equipment im Wert von 20’000 Dollar nichts.

Interview: Fabian Merlo

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