Temple of Speed – erster Track vom dritten Teil mit Baze

Sie haben es verständlicherweise spannend gemacht doch nun ist die Katze aus dem Sack und es ist bekannt, wer zu Tinguely, Skor, EKR und Sterneis für den dritten Teil der Temple of Speed-Reihe stossen wird. Als erster Nicht-Zürcher ist es Baze.

Mit Track 08 der wie gewohnt 10 Songs gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack.

Erstmals erworben werden kann das Teil bei der heute Abend stattfindenden Release-Party im Apartment 22 in Zürich, bei welcher sich die Protagonisten höchstpersönlich hinter die Turntables bewegen. Los geht’s um 23:00 Uhr.

Killer Mike – & El-P: zwei weitere Songs von „R.A.P. Music“

Am 15. Mai erscheint die spezielle Kombination von Killer Mike aus El-P-Beats auf Albumlänge. Als Gäste sind bisher T.I., Bun B und Scar bestätigt.

Nun gibt es mit „Southern Fried“ und „JoJo’s Chillin“ zwei weitere böse Tracks auf die Ohren, welche die Erwartungen weiter anheizen. Die beiden Nummern können hier angehört werden.

Nur eine Woche nach „R.A.P. Music“ erscheint dann mit „Cancer For Cure“ das erste El-P Soloalbum seit fünf Jahren. Darauf zu finden sein wird auch der Track „Tougher Colder Killer“ mit Killer Mike und Despot, den wir euch unten angehängt haben.

Freddie Gibbs – „Ich will Musik zu meinen Bedingungen machen“

Die US-Kleinstadt Gary im Bundesstaat Indiana ist dem durchschnittlichen Mitteleuropäer wohl allerhöchstens als Geburtsort von Michael Jackson bekannt. Die Stadt, deren Einwohnerzahl sich in den letzten vierzig Jahren halbierte, kann sich zudem mit dem schönen Titel der Mord-Hauptstadt des Jahres 2005 schmücken. In diesen trostlosen Strassen wuchs Freddie Gibbs auf und was er dort erlebte, teilt er nun mit der Welt in Form von eindrücklichen Gangsta-Rap-Songs. Auf den ersten Blick unterscheidet sich Gangsta Gibbs nicht bahnbrechend von anderen Rappern mit langem Vorstrafenregister, die gekonnt ihr Image auf brachialen Beats pflegen. Bei etwas genauerer Betrachtung fällt neben der imposanten Stimme und den gut erzählten und zweifellos erlebten Strassengeschichten aber auf, dass er in Sachen Rap-Technik den meisten Genre-Kollegen weit voraus ist. Dies ist der eine Grund, wieso er weit mehr als nur den geneigten Gangsta-Rap-Hörer anspricht, der andere liegt an seiner musikalischen Offenheit. Für ihn ist es kein Widerspruch, mit so unterschiedlichen Künstlern wie Young Jeezy oder Cunninlynguists zu arbeiten oder neben Gangsta Rap-typischen Beats auch auf die Boom Bap-Bretter von Statik Selektah zu springen oder ein Album mit Madlib aufzunehmen. Dies sind eindeutig genügend Faktoren, um Freddie Gibbs zu den interessantesten Rappern der Gegenwart zu zählen. Den Beweis dafür kann er mit zahlreichen dieses Jahr erscheinenden Projekten antreten, darunter nach diversen Mixtapes und EP’s auch sein erstes offizielles Album „The Neck Tie Party“. Am nötigen Selbstbewusstsein fehlt es ihm mit Sicherheit nicht wie wir im Gespräch am Morgen nach seiner Show in Zürich feststellen konnten.

Willst du über Rap-Shit oder Street-Shit sprechen?

Eigentlich ein bisschen von beidem.

Ich kann dir aber nicht alles erzählen, da ich mich nicht selber beschuldigen will.

Deine Karriere war bislang ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Nur wenige Jahre nachdem du ernsthaft mit Rap begonnen hast wurdest du von Interscope gesignt, später dann wieder aus dem Vertrag entlassen, so dass du zurück auf die Strasse gingst.

Du sagtest, ich ging zurück auf die Strasse? Ich habe sie nie verlassen! Der Vertrag bei Interscope war über 50’000 Dollar, davon gehen schon mal 20 Prozent an deinen Manager, dann musst du noch einen Anwalt bezahlen und solche Dinge und am Schluss bleiben dir vielleicht 27’000 Dollar. Ich habe weiterhin Crack verkauft zu dieser Zeit.

Du sollst sogar daran gedacht haben, mit der Musik aufzuhören.
Definitiv. There are so many fake ass niggaz in the game. Damit wollte ich nichts zu tun haben. Ich kam als Aussenseiter in dieses Game und musste mich sehr vielen falschen Leuten herumschlagen. Als mich Interscope droppte haben sie mich mit einer schlechten Ansicht des Games zurückgelassen, da dort einfach so viele abgefuckte Leute arbeiteten. Deshalb dachte ich, alle in der Industrie seien so. Von 2007 bis 2008 oder sogar 2009 habe ich eigentlich überhaupt nicht gerappt. Alle dachten ich sei immer noch dran, ich war aber auf der Strasse. Erst 2009, als der Artikel im „The New Yorker“ erschien und ich auf der Titelseite von „LA Weekly“ war, entschied ich mich dazu, wieder zu rappen. But other than that I was just hustlin’ and robbin’.

Neben diesen beiden Artikeln war es aber vor allem das Internet, dass ich wieder ins Gespräch brachte.

Ein Freund von mir stellte meine Sachen ins Internet, ich selbst hatte keine Ahnung davon. In meiner Hood haben die Leute keine Computer, das ging nur durch die Decke, weil mir einige Leute dabei halfen und die Hörer die Sachen fühlten. Heutzutage haben viele Motherfuckers ihren Buzz wegen des Internets, ich habe für viele dieser kleinen Niggaz den Weg geebnet. Speziell für Leute aus meiner Region, die es viel schwieriger haben, ihre Musik zu promoten. Von all den Rappern auf dem XXL Freshmen Cover, war ich der einzige, der keinen Deal hatte und niemanden im Rücken. Ich lebte in L.A. und war am Hustlen, als sie mir sagten, sie würden mich auf das Cover nehmen.

Du sprichst in deinen Texten natürlich viel über deine Heimat Gary, wie würdest du aber dieses Umfeld jemanden erklären, der wie wir hier in der Schweiz, in einer völlig anderen Umgebung aufgewachsen ist?
Hell yeah, ihr lebt ein ganz anderes Leben hier. Ihr bekommt so Sachen wie Arbeitslosengeld. Gary ist das komplette Gegenteil davon, weil die Stadt unter der sehr schlechten Wirtschaft leidet. Es ist sehr gut vergleichbar mit Detroit, bei ihnen war es die Autoindustrie die zusammenbrach, bei uns die Stahlindustrie. Als es mit der Stahlindustrie bergab ging wurde alles abgefuckt. Mein Grossvater kam in den 60ern aus Mississippi, um sich einen Job zu suchen. Damals wanderten viele aus dem Süden in Richtung Norden, um wegzukommen von der Sklaverei, sich ein neues Leben aufzubauen und einen Job zu finden. In den 80igern gab es dann immer weniger Jobs und es kam zu vielen Entlassungen. Diese Zeit ist auch als die Crack-Ära bekannt. Ich wuchs in dieser Epoche auf und habe die ganze Scheisse mit eigenen Augen gesehen. Ich habe gesehen, was Crack für einen Haushalt oder einen ganzen Block bedeuten kann.

Du nennst dich selbst den vielseitigsten Rapper im Game und du sagst auch, du könnest zu allen möglichen Hörern eine Verbindung herstellen. Woher kommt das, da wohl die meisten Hörer nicht mit dem konfrontiert waren, wovon du in deiner Musik erzählst?
Es gibt viele, die über ähnliche Themen wie ich rappen, aber keiner bringt es so rüber wie ich. Lyrisch gesehen muss ich mich vor niemandem verstecken. In derselben Liga spielen nur noch Leute wie Jay-Z, Eminem oder Lil Wayne. Das sind alles technisch gute Rapper, die etwas von der Kunst verstehen, einen Flow zusammenzusetzen können und wissen, was gut zu einem Beat passt. Diese drei Typen oder auch Jadakiss sind richtige Wortschmiede, die ihr Handwerk ernst nehmen und ich denke deshalb mögen so viele Leute meine Musik, weil ich das genau so mache.

Du sagtest in einem Interview, du hättest ganz Gary hinter dir aber auch auf deinen Schultern. Das ist sicher ein gutes Gefühl ist es aber auch ein Druck, weil du den Leuten zeigen willst, dass vieles möglich ist, auch wenn man aus Gary stammt?
Es ist immer ein gewisser Druck, wenn man als erster etwas macht. Es ist definitiv nicht einfach, der erste aus Gary zu sein. Wir sind nur wenige Minuten weg von Chicago aber die zeigten mir nie wirklich viel Liebe. Sie geben vielleicht ein wenig Support aber schlussendlich bist du für sie nur ein Gary-Nigger. Sie behandeln dich wie den kleinen Bruder. Heute sagen zwar viele, sie stünden hinter mir, aber ich habe sicher nicht ganz Chicago im Rücken. Aber ich mache mir deswegen keine Sorgen, ich war von Beginn weg der Underdog. Ob sie es mögen oder nicht, ich habe den Weg geebnet für viele Chicago-Künstler, die jetzt hochkommen. Diejenigen die daran zweifeln, würden mir das aber nie ins Gesicht sagen. Ich bin abgesehen von Kanye West der einzige Rapper aus dem Mittleren Westen, der es auf die Covers der Magazine geschafft hat. Ich bin der einzige Gangsta-Rapper aus der Gegend, der Erfolg hat. Oder kennt man sonst einen Rapper aus Chicago oder Gary, der Shows in Zürich spielt? Diese Nigger sitzen Zuhause.

Eine meiner Lieblingsaussagen von dir ist: „I speak a foreign language, I think y’all call it the truth“. Dachtest du dabei vor allem an Gangsta-Rap? Wenn ein Rapper aus dem Mittelstand über Mittelstands-Themen rappt ist dies ja eigentlich auch wieder echt.
Definitiv, es gibt viele falsche Gangsta da draussen. Aber ich habe das Gefühl, dass sich das Game etwas davon wegbewegt, es gibt jetzt viele normale Typen, die darüber rappen, dass es cool ist, ein ganz normaler Kerl zu sein. Das ist völlig okay, lieber erzählen sie solche Dinge, als vorzugeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Ich will mir von solchen Leuten nicht erzählen lassen, wie mein Leben aussieht. Kämen sie dorthin wo ich lebe, würden sie das nicht überstehen. Unter dem Strich ist es mir aber egal was die machen, solange sie nicht meinen Namen in den Mund nehmen.

Du hast zuvor über deine schlechten Erfahrungen mit grossen Label berichtet und nun bist du nach deinem erfolgreichen Independent-Hustle bei Young Jeezy’s CTE Label untergekommen, welches wohl auch mit einem Major verbandelt ist.
Nein nein, ich habe eine Partnerschaft mit Jeezy aber ich habe keinen Deal mit einem Major. Wenn die Majors mich nicht so bezahlen können, wie ich das will, werde ich meinen Scheiss für den Rest meines Lebens independent herausbringen. Ich verkaufe mich nicht unter meinem Wert nur damit ich in der Rap-Schickeria ankomme, da gebe ich einen Fick drauf. Ich bin nicht in diesem Game, um Freunde zu finden. Ich will einfach meine Musik machen und dies zu meinen eigenen Bedingungen. Jeezy gibt mir diese Möglichkeit und deshalb ist es für mich die perfekte Situation. Zudem kann ich mit ihm auf Tour gehen, ich habe also dieselben Möglichkeiten wie diese Niggaz, die bei Major-Labels unter Vertrag stehen. Es ist gut möglich, dass ich bei einem Major unterschreibe sobald sie mir den richtigen Check vorlegen, aber das ist nicht, wonach ich hauptsächlich suche. Für viele ist ein Major-Vertrag das Hauptziel und dafür sprechen sie bei den Labels vor. Niemals werde ich bei den Plattenfirmen vorsprechen und sie fragen, ob sie mein Demo anhören. Gebt mir mein Geld und dann kommen wir ins Geschäft. Schlussendlich gibt es Leute, für dich verantwortlich bin und wenn ich mich unter Wert verkaufe, dann verkaufe ich aus sie unter Wert.

Wie gesagt bist du enorm vielseitig, was sich vor allem in deiner Beatauswahl niederschlägt, die von hartem Gangsta-Shit über Boom Bap mit Statik Selektah bis zu verrückten Sachen mit Madlib reicht. Hast du das bewusst gemacht oder bist du da eher so reingerutscht?
Als ich aufwuchs habe ich einfach alles gehört, also wirklich alles ausser dem Bullshit. Wenn man im Mittleren Westen aufwächst ist man nicht auf eine bestimmte Region fixiert und man hört sich alles an von der Ostküste über den Süden bis zur Westcoast. Man hört wirklich alles und kann das dann in der eigenen Musik adaptieren. Von der Themenwahl her bin ich, ich würde jetzt nicht gerade sagen eindimensional, aber es dreht sich vor allem um die Strasse und ich will das auch nicht ändern, denn das ist alles was ich kenne und was ich bin. Die Musik die ich picke ist aber definitiv nicht eindimensional und damit gleiche ich aus, dass es inhaltlich oftmals um dieselben Themen geht.

Die speziellste Zusammenarbeit ist sicherlich diejenige mit Madlib, da er auch noch nie mit einem Rapper wie dir gearbeitet hat. Was können wir von dem Album erwarten und wie war die Zusammenarbeit mit ihm?
Es war ein bisschen seltsam (lacht). Das mit Madlib kam zustande, weil wir gemeinsam Freunde haben, unter anderem meinen Manager. Es war aber nicht so, dass wir ihn mit der Idee kontaktieren, ein Album zu machen. Wir respektierten uns gegenseitig und ich sagte ihm, er solle ein paar Beats schicken. Was mit einigen Beats begann ist nun zu einem kompletten Projekt gewachsen. 85 Prozent der Platte sind fertig und ich werde bald nach L.A. gehen, um sie zu vollenden.

Ihr habt aber nicht zusammen im Studio gearbeitet?
Doch einige Male schon. Meistens wenn wir uns trafen haben wir aber vor allem Weed geraucht. Madlib ist ein guter Typ und wie ich finde unterbewertet. Er bekommt meiner Meinung nach nicht den Respekt, der ihm zusteht. Aber solange er seine Familie mit der Musik ernähren kann ist ja eigentlich alles gut.

Du hast noch diverse andere Projekte, zu denen du mir hoffentlich auch schon etwas verraten kannst. Als erstes ein Album mit Ski Beatz.
Wir haben damit noch gar nicht wirklich begonnen, das ist noch ein weiter Weg. Letztes Mal als ich in New York war haben wir zwei Songs aufgenommen. Ende des Sommers werde ich aber hoffentlich fertig sein damit. Ski ist mein Homie, wir waren nun beide auf Tour aber sobald wir zusammen ins Studio können machen wir das fertig.

Dann womöglich ein Album mit Alchemist..
Hoffentlich! Wir sprachen schon eine Weile nicht mehr miteinander aber vielleicht überrascht er mich plötzlich mit ein paar Beats.

Schon nächsten Monat soll das Gangsta Grillz-Mixtape mit DJ Drama erscheinen.
Genau, es heisst „Baby-Faced Killa“ und wird allen Rappern Benehmen beibringen.

Bei meiner Recherche bin ich auf ein altes Interview von dir gestossen, in welchem du sagtest, jeder habe ein Gangsta Grillz-Mixtape und du könntest dich nicht weniger dafür interessieren. Wieso hast du deine Meinung geändert?
Das hat mich damals auch überhaupt nicht interessiert, denn jeder hatte zu dieser Zeit eines. Ich dachte das sei wack, vor allem weil die meisten Niggaz, die ein Gangsta Grillz hatten, keine Gangsta waren. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir nicht vorstellen können, eines zu machen. Dann signte ich bei Jeezy und lernte durch ihn DJ Drama kennen. Then I was like fuck it I’ma do one. Ich bin einfach nicht der Nigga, der etwas macht, das alle andere schon machen. Ich setzte mich mit Drama und Jeezy zusammen und erklärte ihnen, dass wenn ich es mache, dann nur auf meine Art. Zum Beispiel wird es nicht zuerst das Mixtape und später dann die Version ohne DJ geben. Das ergibt keinen Sinn, denn sonst hätte ich es gleich als Album in die Läden stellen können. Ich mache es unter meinen Bedingungen und versuche damit auch das Prestige von Gangsta Grillz zurückzubringen.

Dann arbeitest du auch an einem Album mit Young Jeezy.
Hell yeah! Das wird verrückt. „CTE World“ ist mehr oder weniger fertig. Wir haben mit DJ Quik und Warren G gearbeitet. Wir haben viel davon an der Westküste aufgenommen, Jeezy kam für zwei Wochen vorbei und wir haben einen Track am anderen rausgehauen.

Last but not least dein Soloalbum „The Neck Tie Party“.
Das wird diesen Rappern Disziplin beibringen, es ist wie eine Strafe für all diese Rapper. Abgesehen davon, dass ich den Leuten Musik geben will, zu der sie tanzen und viben können, will ich ihnen eine Mesasage überliefern. Wie Pimp C sagte kurz bevor er starb: Man muss den Hörern gewisse soziale Kommentare geben. Ob man es mag oder nicht, man hat eine Verantwortung gegenüber den Hörern, vor allem den Jüngeren. Diese Kids pumpen deinen Sound und ich kann ihnen nicht nur Murder Murder, Rob, Rob, Trap, Trap geben. Natürlich ist das auch Teil meiner Musik aber ich will nichts glorifizieren, ich erzähle nur, was ich erlebt habe. Ich sage niemandem, raube eine Bank aus, denn du wirst dafür sehr wahrscheinlich im Gefängnis landen. Der Titel des Albums ist eine Anspielung auf das Lynchen. Jeder in Amerika weiss, was ein Lynchmord ist und es zieht sich bis in die Gegenwart. Es gibt die moderne Sklaverei und das moderne Lynchen. Wenn du in einem verdammten Gerichtssaal bist sitzen dort zwanzig Leute als Jury und entscheiden über dein Schicksal. Du weisst nicht, ob du für den Rest deines Lebens ins Gefängnis gehst oder frei kommst.

Wirst du auf dem Album ebenfalls deinen vielseitigen Beatgeschmack zeigen oder gehst du in eine bestimmte Richtung?
Ich werde definitiv meine Vielfalt aufzeigen. Das „Baby-Faced Killa“-Mixtape widerspiegelt das Album und darauf wird man sowohl den harten Scheiss wie auch Boom Bap-Beats finden. Auf dem Gangsta Grillz-Mixtape habe ich Beats von allen möglichen Produzenten von DJ Toomp bis Statik Selektah. Ich werde mich nicht davon entfernen was ich gemacht habe. Nothings gonna change. It’s gonna be the same gangsta shit all day.

Interview: Fabian Merlo
Fotos: Lukas Mäder (lukasmaeder.ch)

Cali P. – „Jah Rule The World-Video“

Vergangenen Herbst veröffentlichte Cali P gemeinsam mit dem Schweizer Produzenten Riga das Album „Unstoppable“, mit welchem der in Jamaika und der Schweiz lebende Sänger die Top-10 der iTunes-Reggae-Charts in den USA, Kanada und der Schweiz knackte.

Bereits vor der Veröffentlichung des Albums war der Song „Jah Rule The World“ im Internet äusserst populär, so dass man sich dazu entschied, ein Video zu dem Song zu veröffentlichen. Der Clip wurde auf Ibiza und in der Schweiz gedreht, dabei mussten sie nicht nur viel reisen, sondern auch auf Berge steigen und Schneestürme überstehen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt und nun bekommen wir das Ergebnis serviert.

Unstoppable bestellen

DCS – „Bis ich dich finde-Video“

Wie wir bereits berichteten, veröffentlichten DCS nach mehr als zehn Jahren mit „Silber“ ein neues Album. Wer daran zweifelte, dass „Grown Men Rap“ auf Deutsch funktionieren kann, bekommt hier den Beweis.

Dass ihre Liebe zu HipHop trotz langer musikalischer Pause und dem Ankommen im normalen Berufsleben kein bisschen kleiner geworden ist, zeigt bereits der als viertes Video ausgekoppelte Song „Bis ich dich finde“. In diesem bauen sie geschickte Reminiszenzen an Erykah Badu oder auch an Guru ein.

Auf dem Album „Silber“ gibt es Gastbeiträge von Sido und Olli Banjo, die Beats stammen aus den eigenen Reihen (Peer Formance, DJ Lifeforce) und von Crada, Roe Beardie und DJ Adlib.

Red Bull BC-One – die Gewinner der Vorausscheidungen stehen fest

Dieses Wochenende gingen in Neuchâtel und Zürich die Red Bull BC One City Cyphers über die Bühne, bei welchen sich je vier B-Boys für den National Cypher in Biel qualifizieren konnten.

In Neuenburg ging Osga als Sieger hervor. Im Final bezwang er David. Ebenfalls qualifizieren konnten sich Chicano und Joni Boy.

Einen Tag darauf duellierten sich 32 B-Boys im Dynamo in Zürich. Im Finale trafen Art One und Base aufeinander, der 27-Jährige Art One machte schliessich das Rennen. Dank der Halbfinalqualifikation haben auch Rawb und Sonle ihr Ticket für Biel gebucht.

Neben den acht erwähnten B-Boys sind für das nationale Finale auch die Vorjahresfinalisten EZMike und Yu-Seng gesetzt. Das Feld komplettieren dann schliesslich sechs Wildcard-Empfänger.

Der Red Bull BC One National Cypher findet am 02.06. im Theatre Palace in Biel statt. Der Gewinner wird die Schweiz beim europäischen Finale in Rotterdam und mit etwas Wettkampfglück vielleicht sogar beim World Final in Rio de Janeiro vertreten.

Hier geht’s zu unserem Bericht über die Vorausscheidung in Zürich.

50 Cent – erster Track vom Gangsta Grillz-Mixtape

Über das Wochenende gab 50 Cent den Titel und das Releasedate seines angekündigten Gangsta Grillz-Mixtapes mit DJ Drama bekannt. Am 15. Mai wird „The Lost Tape“ erscheinen. Fifty freut sich darüber, sein erstes Mixtape im Rahmen der Gangsta Grillz-Reihe veröffentlichen zu können: „Gangsta Grillz is actually the biggest mixtape brand you can be associated with. Everyone else has lost the consistency.“

Kurz nach der Ankündigung gab es dann auch bereits den ersten Song des Tapes zu hören. Dabei handelt es sich um „Remain Calm (Al Qaeda Bomb)“ auf welchem er von Snoop Dogg und seinem neusten Signing, Rapperin Precious Paris, unterstützt wird.

Voraussichtlich am 02. Juli erscheint dann Fiddy’s neues Album. Wenig später steht er dann in Frauenfeld auf der Bühne.

Red Bull BC-One – City Cypher, Zürich

Obwohl Zürich einen der ersten Sommertage des Jahres erlebte, pilgerten die Zuschauer zahlreich ins Dynamo für den Red Bull BC One City Cypher. Sie werden es nicht bereut haben, erlebten sie doch einen hochstehenden Wettkampf mit 32 B-Boys, aus dem Art One als Gewinner hervorging. Doch auch dessen Finalgegner Base sowie die Halbfinalisten Sonle und Rawb dürfen sich als Sieger fühlen – sie alle haben sich das Ticket für das Schweizer-Finale in Biel gesichert.

Die aus den B-Boy-Koryphäen Gassama (FR), Freeze (SE) und Crazy (CH) zusammengesetzte Jury hatte keinen einfach Job zu verrichten, war doch das Niveau bereits in den ersten Runden des im K.O.-System ausgetragenen Wettkampfs hochstehend und die Battles häufig sehr knapp. Die Teilnehmer waren dann auch gleicher Meinung wie Halbfinalist Sonle der erklärte, dass man die besten Moves nicht für die entscheidenden Runden zurückhalten kann: „Ich spare nie etwas auf, denn das erste Battle ist das Wichtigste. Gibt man nicht sein Bestes, fliegt man schon in der ersten Runde raus.“

Einen langen Atem und die Fähigkeit, sich von Runde zu Runde zu steigern, stellten Rawb und Base unter Beweis, die sich im ersten Halbfinal duellierten. Die zwei Zürcher kennen sich in- und auswendig, da sie beide die Crew Stylize repräsentieren, die vor allem im Showbereich aktiv ist und Elemente aus Stepptanz, Jazztanz und B-Boying kombiniert. Der bereits seit zwölf Jahren aktive Base setzte sich schliesslich durch, was für ihn eine besondere Befriedigung darstellte, da er letztes Jahr bereits in der ersten Runde ausschied. Nach dem Wettkampf erklärte Base: „Meine Stärken sind Freezes, am Wichtigsten ist es mir aber meine Person und meinen Charakter beim Tanzen auszudrücken. Egal was deine Stärken sind, du musst lieben was du machst und fühlen was du tanzt, es bringt nichts einer Mode zu folgen.“ Bei Rawb hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: „Ich kam ohne Erwartungen an die Vorentscheidung und was ich heute erreicht habe bedeutet mir sehr viel, was nun kommt ist Zugabe.“

Im zweiten Semifinale traf Art One auf Sonle, den letzten Vertreter der mit zahlreichen Mitgliedern angereisten Ghost Rockz Crew, die Tänzer aus verschiedenen Kantonen und neun Nationalitäten vereint. Sonle liebt es sich bei Wettkämpfen zu messen und seine Strategie ist es, auf die Moves des Gegners einzugehen und diese auf seine Art und Weise noch besser zu machen. Das war dem 24-Jährigen, der bereits seit elf Jahren tanzt, in den Runden zuvor stets geglückt, gegen Art One reichte es knapp nicht. Dieser verfolgt seine sehr ähnliche Strategie, indem er versucht die Attacken des Gegners zu kontern und zu übertrumpfen. Besonders wichtig ist ihm das Freestyle-Element: „Man kann viel Zeit darin investieren, Moves und Techniken zu lernen, doch für mich geht es hauptsächlich um das Gefühl. Im Idealfall macht man einen Move, den man noch nie gemacht hat und auch danach nie mehr bringt. Ich komme mit Schritten und Ideen an ein Battle, es ist aber gut möglich, dass ich im Wettkampf etwas völlig anderes mache. Das hängt immer vom Gegner und dem Beat ab.“

Vier Tänzer machen den ersten Schritt in Richtung Rotterdam

Das Finale begann mit einer Schrecksekunde: Gleich bei seinem ersten Move verschätzte sich Base und traf dabei seinem Gegner. Er habe den Sprung zu weit gezogen und zudem sei weniger Platz vorhanden gewesen als in den Runden zuvor, da die Zuschauer bei der Entscheidung möglichst hautnah dabei sein wollten erklärte er danach. Davon liessen sich die beiden Kontrahenten aber nicht irritieren und lieferten in der Folge einen ausgeglichenen Schlagabtausch auf hohem Niveau. Die Jury kürte schliesslich den 27-jährigen Art One, der ein Neuenburg eine Breakdanceschule leitet, zum Sieger. Wie knapp es war bestätigte auch der glückliche Gewinner: „Wir sind hier nicht beim Kunstturnen, es werden keine Punkte für bestimmte Moves vergeben. Eine andere Jury hätte womöglich anders entschieden.“ Auch Base zeigte sich als fairen Verlierer: „Natürlich wäre es cool gewesen zu gewinnen aber hier im Final gewesen zu sein bedeutet mir schon viel.“

Alle vier Qualifizierten betonen, dass sie die fünf Wochen bis zum Wettkampf in Biel für intensives Training nutzen wollen. In Sachen Erwartungen stapeln sie eher tief: Sonle nennt das Halbfinale als sein Ziel und Base meint: „Es ist schwierig zu sagen, was ich von Biel erwarten kann. Natürlich will man immer gewinnen aber an das Europa-Finale in Rotterdam verschwende ich noch keine Gedanken.“ Mit dem verdienten Selbstvertrauen des Siegers formuliert Art One seine Ambitionen deutlicher: „Es ist mein Ziel, nach Rotterdam fahren zu können. Ich gehe nicht nach Biel, nur um dabei zu sein. Es wäre mir eine Ehre die Schweiz und vor allem meine Crew Deep Trip repräsentieren zu können, denn ohne sie wäre ich niemand.“

Den ersten Schritt in Richtung Rotterdam oder gar ans Weltfinale in Rio de Janeiro hat das Quartet nun gemeistert. Vorerst müssen sie sich nun mit den vier Besten der Vorausscheidung in Neuchâtel, den beiden Vorjahresfinalisten sowie sechs Wildcard-Empfängern messen. Spannung ist am Red Bull BC One Cypher am 2. Juni in Biel bereits jetzt garantiert!

Text: Fabian Merlo
Fotos: Stev Bonhage / Red Bull Contentpool

Nas – „The Don-Video“

Die Kampagne für Nas’ am 17. Juli erscheinendes Album „Life Is Good“ nimmt definitiv Schwung auf. Ende letzter Woche präsentierte er seinen neuen Song „Daughters“ und nun gibt es das Video zur zweiten Single „The Don“.

Während er im ersten Video „Nasty“ vor allem seine Ursprünge in Queensbridge repräsentierte, zeigt er im neuen Clip auch andere Facetten von New York City. Schliesslich hat der Don die düsteren Sozialwohnungsblocks von Queensbridge längst hinter sich gelassen.

Während sich die Rap-Welt über den von No I.D. produzierten Track „Daughters“ freute, war die Mutter von Nas’ Tochter Destiny, um die sich der Song dreht, weniger erfreut. Sie liess ihrem Ärger über Twitter freien lauf und beschwerte sich, dass Nas nichts positives über seine Tochter in dem Song zu sagen habe: „Just heard “Daughters” by Nas. What a disappointment! He had nothing positive to say about our daughter and his depiction of her is false! Perhaps her father should be talking to her and spending more time with her so he can really get to know her…Destiny will be 18 in 2 months. Over it!”

Als verschiedene User sie fragten, was sie denn an dem Song stört erklärte sie weiter, Nas habe die falsche Plattform gewählt und auch Destiny gefalle der Track nicht: „Do u really think Destiny appreciated that song? Seriously…..Destiny is still a child-it was the wrong platform. He’s not speaking on it-he’s rapping about it. There’s a huge difference and I don’t respect it. Destiny is extremely talented, caring and has a huge heart, none of those things were mentioned. I’m proud of her.” Zum Schluss hält sie fest: „Maybe he just doesn’t know her like I do. My song would have been totally different!“

Unten findet ihr nochmals den Song.

Samy Deluxe – „Klicka Klacka-Video“

Nachdem Samy Deluxe bereits einige hochklassige Videos zu seinem letzten Streich „SchwarzWeiss“ abgeliefert hatte, gibt es nun einen weiteren Kurzclip, der in Zusammenarbeit mit Reebok entstand. Entschieden hat man sich für den Track „Klicka Klacka“, der auf der Bonus-Edition von „SchwarzWeiss“ zu finden war.

An der Seite von Herrn Deluxe sieht man die Choreographin Nikeata (die würde besser für eine andere Schuhmarke tanzen…) performen.

Samy Deluxe wird am diesjährigen Openair Frauenfeld zu sehen sein.

Checkt auch unser Interview zu seinem letzten Album.