The Snowgoons – & Reef The Lost Cauze: „Fuck Rappers-Video“

Vergangenen Herbst veröffentlichte Army of the Pharaohs-Rapper Reef The Lost Cauze das komplett von den Snowgoons produzierte Album „Your Favorite MC“, auf welchem er mit Jus Allah, Sicknature, Outerspace, Esoteric, Sabac Red, Wise Intelligent, King Magnetic, Slaine und F.T. kollaborierte.

Auf der Scheibe zu finden ist auch der unmissverständlich betitelte Song „Fuck Rappers“ zu welchem es nun einen Clip gibt, in dem Reef mit Superkräften ausgestattet ist und wacke Rapper zerstört.

Masta Ace – im Aightgenossen.ch Interview zu seinem kommenden Album

Wie wir bereits berichteten, erscheint am 17. Juli das neue Masta Ace-Album „MA Doom: Son Of Yvonne“, für welches er sich bei bereits releasten Beats von Doom bediente. Eigentlich hatte Masta Ace letztes Jahr über Twitter mitgeteilt, leider habe er keinen Verse von Doom für das Album bekommen. Wie er uns im Interview verriet hat es nun doch noch geklappt und der Maskenmann wird neben Big Daddy Kane der einzige Gast der Scheibe sein.

Inwiefern Doom sonst in den Albumprozess involviert war und in welche Richtung das Album geht erfahrt ihr ebenfalls in unserem Gespräch. Zudem sprachen wir auch über seine Heimat Brownsville, wieso es wohl zu keiner Juice Crew Reunion kommen wird und wir erfuhren auch, wieso der Masta manchmal daran denkt, mit der Musik aufzuhören und was geschehen müsste, dass er das Mic endgültig an den Nagel hängt.

Hier geht’s zum Interview.

Foto: lukasmaeder.ch

Wiz Khalifa – „The Grinder-Video“

Vor exakt einer Woche präsentierte uns Wiz Khalifa mit „Work Had Play Hard“ den ersten Clip aus seinem am 28.08. erscheinenden Album „O.N.I.F.C.“. Doch der Rapper aus Pittsburgh promotet auch weiterhin sein Gratis- Mixtape „Taylor Allerdice“, so dass es bereits wieder ein neues Video des passionierten Weed-Smokers zu sehen gibt.

Die Wahl fiel auf den von Jake One produzierten Song „The Grinder“ und die Dreharbeiten fanden in Hollywood statt. Gemeinsam mit einem bestens gelaunten Juicy J fährt Wiz durch die Nacht und widmet sich dabei einigen Getränken und den obligatorischen Sportzigaretten.

Wiz Khalifa ist dieses Jahr live am Openair Frauenfeld zu sehen.

Cocaine 80s – „Express OG EP zum Download“

In den letzten Tagen und Wochen leakte das von Producer No I.D. ins Leben gerufene Kollektiv Cocaine 80s diverse Songs. Diese gibt es nun zusammengefasst auf der „Express OG EP“.

Common, dessen letztes Album wie auch seine Frühwerke komplett von No I.D. produziert wurden, ist zwar auch Teil der Gruppe, ist aber nur auf einem Song zu hören. Ein weiterer Gast auf den sechs Tracks ist Nas. Generell ist HipHop nur eines von vielen Genres, das in den Sound von Cocaine 80s einfliesst. Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich dieses starke Stück Musik herunterzuladen. Unten findet ihr den Song mit Common sowie den Link zum Download des kompletten Projekts.

Download Cocaine 80s Express OG EP

EL-P – „The Full Retard-Video“

Seit einigen Tagen steht mit „Cancer 4 Cure“ das erste Soloalbum von El-P seit dem 2007 erschienenen „I’ll Sleep When You’re Dead“ in den Läden. Auf den 12 Tracks präsentiert sich der New Yorker gewohnt unangepasst und düster. Unterstützt wird er auf dem Album von Danny Brown. Mr. Muthafuckin’ eXquire, Killer Mike, Nick Diamonds und Paul Banks (Interpol).

Zum Song „The Full Retard“ hat das ehemalige Company Flow-Mitglied nun den ersten Clip zum Album abgedreht. Auch dieser legt es gar nicht erst darauf an, auf den grossen Stationen gespielt zu werden. Lieber widmet er sich mit seinen stoffigen Begleitern darin dem Drogenkonsum, dem wahllosen Angreifen irgendwelcher Leute und sonstigem Schwachsinn. Grosses Kino!

Ebenfalls erhältlich ist übrigens das komplett von El-P produzierte Killer Mike-Album „R.A.P. Music“.

Fetsum – Das Thema ist Hoffnung

Vielen mag Fetsum noch ein Begriff sein. Mitte der Nullerjahre hat der Stuttgarter Sänger im Umfeld von Max Herre oder den Fantas mit einer starken deutsprachigen Soul-EP „Gib mir Musik“ für einige Furore gesorgt. Dann wurde es – zumindest in der Schweiz ziemlich lange ruhig um den Soulsänger mit Tiefgang. Nun meldet er sich mit dem ganzen Album „Colours of Hope“ auf English und enorm vielfältig zurück. Wir haben mit dem Deutsch-Afrikaner über seine Entwicklung, seinen eigens entwickelten Stil „Urban Folk“ und die Magie eines Live Auftrittes gesprochen.

Du bist nach langer Absenz jetzt wieder zurück mit deinem Album „Colours of Hope“. Was ist alles geschehen in der Zwischenzeit?


(Lacht.) Gute Frage! Viel! Wir haben uns entwickelt. Wir haben endlich den Sound auch für uns entwickelt, der uns, unserer Geschichten und unseren Träumen entspricht, wie man sagt. In der Zwischenzeit … Redest du von der deutschsprachigen EP oder von der danach?


Nein, von der deutschsprachigen.

Von „Meine Musik“. Seitdem ist sehr viel passiert. Die Platte kam ja noch bei Yo Mama raus; von dieser Plattenfirma habe ich mich dann getrennt, und ich hab mich entschieden, auf Englisch weiter zu machen, weil ich einfach wusste, dass das einfach mir mehr entspricht. Ich kann mich auf Englisch besser ausdrücken. Wenn man auf Deutsch Geschichten schreibt mit einer Mischung aus Gesellschaftsbezogenem, Spirituellem … Auf Englisch kann man sich einfach besser ausdrücken. Auf Deutsch klingt man sehr leicht bedeutungsschwanger. Dann ging es also auf Englisch weiter, und das hat dann sicher auf eine Zeit gebraucht. Ich musste mit erst klar werden, wo es hingeht. Ich musste die richtigen Leute finden. Denn die Idee war immer, mit der Musik in die Welt zu gehen, und das ist ja eigentlich auch die Kraft der Musik. Letzten Endes ist ja eigentlich egal, in welcher Sprache man das tut. Musik ist ja eigentlich eine überbegriffene Sprache. Aber wie gesagt – was ist in der Zwischenzeit passiert? Jetzt haben wir uns it Sonar Kollektiv zusammengetan. Waren unglaublich viel auf Tour. Viel auch für bekannte Bands, viel auch in Europa gespielt. Und das hat uns einfach noch mal so den letzten Schliss gegeben.

Sehr cool. Du warst auch so in diesem Umfeld mit Max Herre, mit Fanta 4, Tommy Wittinger usw.- Hast du dich auch davon getrennt, oder ist da noch eine Zusammenarbeit übrig geblieben?

Glücklicherweise! Natürlich ist es so, wenn man aus einer Stadt wie Stuttgart kommt, die, sag ich jetzt mal, eine kleine Großstadt ist, dann kennt man sich natürlich. Alle die Musiktreibenden aus einer ähnlichen Generation. Dann hat man irgendwie immer mit einander zu tun. Aber dann ist es natürlich immer interessant zu sehen, wie sich wer wohin entwickelt. Zu der Zeit, als ich anfing, waren die Fantas ja schon erfolgreich. Freundeskreis war ja schon erfolgreich. Die waren ja schon völlig im Business angekommen. Für mich das eher so – erst mal eigentlich entwickeln und hier und da mal auftauchen. Dann bin ich vor so 5-6 Jahren nach Berlin gezogen, wie gesagt in den letzten 2-3 Jahren sehr viel live gespielt, sehr viel mit Patrice, mit Cassandra etc. Dadurch konnten wir natürlich auch viel im Ausland spielen. Und das hat dem Ganzen auch letzten Endes sehr, sehr gut getan, weil man auf einmal noch mal den Horizont erweitert, auch musikalisch. Man spielt auch zum ersten Mal die Musik, die man macht, in welchen Regionen angenommen wird. In Frankreich und in England habe ich immer das Gefühl, wurde das direkt angenommen. Für die war das keine Nischenmusik. In Deutschland, obwohl das mein Zuhause und meine Basis ist, hat das immer ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit gekostet. Aber trotzdem denke ich, am Ende des Tages, sobald mal klar ist, und das haben wir jetzt mit dem Album glaube ich auch geschafft, was man eigentlich macht und was man aussagen will, wird sich zeigen, wer es geil findet und wer es nicht geil findet.

Es gibt noch nicht so viele Infos von dir im Netz, aber was ich gelesen habe, ist – du nennst deinen Stil „Urban Folk“.

Genau, richtig.

Das habe ich noch nie vorher gehört. Wie definierst du das?

Richtig, das ist gut, dass du das noch nie gehört hast. Denn das hab ich sozusagen erfunden. Letzten Endes musste ich das selbst kreieren und habe dann zwei Begriffe zusammengeführt, die so noch nicht zusammengeführt wurden, und zwar Urban Folk. Also, worum geht’s im Folk im klassischen Sinne? Folk ist ja immer so ein bisschen die Musik der Geschichtenerzähler. Angefangen von Bob Dylan, aber man kann natürlich auch Blues-Musiker nennen. Da ich mich als Geschichtenerzähler sehe, habe ich diesen Begriff genommen. Aber ich habe ihn auch in die Moderne geführt, indem ich den Begriff für die moderne Zivilisation, „urban“, noch hinzugefügt habe. Weil das einfach für den Zeitgeist steht. Ich will nicht für die Zeit gestern sein oder für die Zeit morgen. Das hat einfach mit dem Jetzt etwas zu tun. Und so kam der Begriff zustande. Es ist einfach eine moderne Art Geschichtenerzähler.

Okay. Als ich das Album durchgehört habe, habe ich gedacht, es hat auch so ein bisschen World Music-Einflüsse – Reggae natürlich auch, Soul natürlich, aber ich habe auch ein bisschen World Music herausgehört.

Richtig, da liegst du gar nicht so falsch. Wie gesagt, Einflüsse, gerade in den Gitarren, gibt es auch aus Mali, aus dieser Mande-Musik. Da werden auch Geschichten erzählt. Das ist der Ursprung des Blues. Martin Scorsese hat ja vor 7-8 Jahren eine ganz tolle Reihe gemacht mit lauter Regisseuren, die alle ihre Blues-Einflüsse aus den 70ern und 60ern verarbeitet haben: Mit Wim Wenders, Ben Affleck, … Martin Scoresese hat selbst mitgemacht. Martin Scorsese ist nach Mali gegangen und ist mit einem jungen Blues-Musiker aus New Orleans zu Ali Farka Toure gegangen und hat sozusagen die Leute zusammengeführt zu den Ursprüngen. Und diese Musik wurde aber auch von der amerikanischen Blues-Musik beeinflusst, und zwar in dem Sinne, dass die alten Kora, die traditionellen Saiteninstrumente, durch E-Gitarren ersetzt wurden. Und in dieser Region nennt man die Leute Geschichtenerzähler, die von Dorf zu Dorf gewandert sind, wie das hier in Europa um 1700, 1800, 1900 auch noch war. In Westafrika hieß das „Griot“. Deswegen erwähne ich das auch in meiner Bio. Die Einflüsse gibt es auf jeden Fall. Und die Art, wie ich singe, ist auf auf jeden Fall am ehesten in der Soulmusik beheimatet, aber was ich schreibe, ist wahrscheinlich sehr nah am klassischen, folkigen Storytelling. Es ist auf jeden Fall eine Mischung von verschiedenen Sachen. Eine gewisse Urbanität hängt natürlich auch mit dem HipHop zusammen. Wir haben im Prinzip diese ganzen Einflüsse, die man so hat – auch biografisch. Ich bin zwar auch Eritrea, bin aber in Kairo geboren, war ein paar Jahre in Rom, dann in Stuttgart und jetzt in Berlin. Das sind ja auch eigentlich teilweise sehr verschiedene Kulturkreise, aber all das ist eben hier vereint, also unter dieser äußeren Hülle. Und wenn versucht, daraus einen Teppich zu knüpfen, dann bekommt der eine eigene Textur, eine eigene Farblichkeit.

War das denn sehr bewusst, dass dieses Afrikanische von dir reingeflossen ist, oder ist das einfach so passiert?

Eritrea, wo ich herkomme, das ist ja Ostafrika. Mali ist aber in Westafrika. Eigentlich sind die beiden in den Melodien ein bisschen verwandt miteinander. Aber ich muss dir sagen, es ist weniger bewusst, als natürlich gewachsen eigentlich. Ich habe auch in der Konstellation der Leute, mit denen ich geschrieben hab, mit denen ich das aufgenommen hab und die mich auch live begleiten – das sind alles dieselben Leute. Auf dem Album steht zwar Fetson drauf, aber wir sind eigentlich ein tolles Team. Und Leon Schurz, der eigentlich Bassist ist und bei mir nur Gitarre spielt, halb Deutscher, halb Amerikaner, der aber als Sohn eines Entwicklungshelfers in den 80er Jahren in Westafrika aufgewachsen ist. Wenn du den siehst, denkst du halt: „Okay, Berliner Junge.“ Aber das ist halt seine Historie. Oder der neue Gitarrist, der jetzt dabei ist, Frank Kuruc, eigentlich Tscheche, aber in Deutschland aufgewachsen, aber die ersten 7-8 Jahre in Äthiopien aufgewachsen. Und die Leute spielen halt in meiner Band, und da kommt natürlich Verständnis für verschiedene Musikkulturen zusammen. Die sind alle klassisch ausgebildet, die haben alle Jazz studiert. Mit dieser Historie und zusammen mit mir gibt es eben diesen Klang. Man hat das alles ja zwei Jahre lang hier in Köln aufgenommen, und hat dann ja auch noch mit Patrice als Co-Produzent, der dann ja sowieso so einen Affinität für so einen Sound hat. Das ist kein Konzeptalbum in dem Sinne. Das ist ein Vibe, der entstanden ist und den man 100% bewusst so durchgezogen hat.

Ist es inhaltlich ein Konzeptalbum?

Ich würde sagen, es hat ein Thema, und das Thema ist Hoffnung. Aber wir haben uns alle Freiheiten gelassen, dieses Thema zu interpretieren. Wir haben nicht versucht, von Song 1 bis 11 immer mit Hinweisen etc. zu spielen, damit man es auch klar versteht. Ich denke, wir haben es geschafft, ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, und waren dabei sehr ehrlich.

Ich habe irgendwo gelesen, du wolltest das Thema Hoffnung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Ist das eine Anfangsidee geblieben, oder geht es ganz klar bei jedem Song irgendwie um Hoffnung?

Ich tu mich schwer, das Konzeptalbum zu nennen. „The Colors of Hope“ ist das Thema dieser Platte, aber nicht nur im Text. Es hat vielmehr was mit der Stimmung zu tun, und die Stimmung kann man nicht konzeptionieren. Und ich hab bis ganz am Ende gewartet, ob ich den Titel wirklich nehme. Es war anfangs nur ein Arbeitstitel, weißt du, und ich habe aber gedacht, ich werde mir das bis zum Schluss aufheben, um zu entscheiden, ob dieses Thema auch wirklich durch die Platte getragen wird. Das ist eine Stimmung, ein Überbegriff, und weniger ein Konzept.

Was erwartest du von dieser Platte, gerade auch in Deutschland, im deutschsprachigen Raum, oder international?

Ich glaub, da unterscheide ich mich nicht von irgend einem anderen Musiker. Ich wünsche mir einfach, dass die Platte angenommen wird, aber wenn ich das sage, rede ich nicht nur in Verkaufszahlen, sondern … Natürlich würde es ich auch freuen, wenn sich die Platte gut verkauft, aber wir haben die Platte gemacht, um eigentlich den viel wichtigeren nächsten Schritt zu machen. Die Platte soll man sich zuhause anhören können, aber es soll viel mehr die Leute zu uns führen, wenn wir live spielen, weil wir alle wissen, dass live noch mal was entsteht, was auf einer Platte nicht entstehen kann. Und da entsteht ein gewisser aktiver Dialog zwischen Menschen, und wir können einfach Momente kreieren. Die die Leute im besten Falle vielleicht auch nach dem Konzert mit nach Hause nehmen können. Also, da habe ich einfach als Musikfan auch Konzerte erleben dürfen, wo das so war. Und wir denken auf jeden Fall, das wird jetzt auch ein internationales Thema. Wir haben auch letzten Sonntag in Paris gespielt – auch im Rahmen einer Veranstaltung, die Patrice macht. Jetzt spielen wir erst mal in Berlin und dann in Stuttgart, und dann schauen wir mal. Ich hoffe, dass die Platte mich in die Welt trägt.

Wie muss man sich ein Fetsum-Konzert vorstellen? Du sagst, da entsteht ein Dialog – was kann in so einem Konzert kreiert werden?

Das ist schwer in Worte zu fassen. Letzten Endes wirst du, wenn du auf einem Fetsum-Konzert bist, kein Show-Spektakel sehen. Was du erwarten kannst, ist aber, dass es einfach mehr eine Reise ist. Jeder, der kommt, ist willkommen. Jegliche Couleur, und ich glaub. Jeder kann da was für sich finden. Wir wollen natürlich auch, dass das Thema Hoffnung die Menschen irgendwie vereint. Jeder Mensch hofft auf seine Art und Weise. Manche still, manche können es äußern. Und ich glaube, wenn man das versucht, musikalisch umzumünzen, dann kann für den Moment, wo wir spielen, etwas Vereinendes entstehen. Ich wünsche mir das natürlich vor meinem inneren Auge natürlich immer so, wie wenn du dir das Dortmund-Konzert von Bob Marley anguckst. Weniger ein Michael-Jackson-Moment, wo man einfach nur so unglaublich fasziniert ist von den Skills. So ein Bob-Marley-Konzert konnte so etwas Umarmendes haben. Und ich denke vor allem in unserer Zeit – politisch turbulenten, wirtschaftlich turbulenten – ist Musik im besten Fall etwas, das Menschen Halt geben kann. Und wenn es uns Halt geben kann, warum nicht den anderen auch?

Wie kann man so etwas steuern? Oder ist das die Musik, die das selbst macht. Oder was muss ein Fetsum von sich hergeben, damit ein solches umarmendes Erlebnis entstehen kann?

Jemand muss furchtlos sein. Im Display seiner Seele. Der Vorgang der Kreierens, das ist nichts, was man technisch erzwingen kann. Natürlich müssen die Musiker grundsätzlich toll sein. Das was wir machen, das muss von einer guten Qualität sein. Das ist technisch. Aber damit dieser Moment entsteht, müssen ganz viele Faktoren einhergehen. Erstens müssen wir das als Band anbieten, und im nächsten Schritt muss das natürlich von den Leuten, die in unser Konzert kommen, auch angenommen werden. Im Lauf eines Konzerts wird sich das immer herausstellen. Ich denk, an guten Tagen wird es hervorragend klappen, an anderen Tagen wird es vielleicht schwerer sein. Aber das wird uns nicht davon abhalten, es immer wieder zu versuchen.

Ist das diese Spiritualität, von der du am Anfang des Interviews erzählt hast?

Genau.

Und hast du schon herausgefunden, wann es klappt und wann nicht, oder ist das immer wieder ein kleines Wunder?

Manchmal ist es ja auch lustig. Manchmal fühlt man sich einem Konzert nicht so gut, und man geht dann ins Publikum oder steht am Merchandise-Stand und es kommen ganz viele Leute und sagen: „Hey, das war wundervoll.“ Manchmal denkt man: „Wow, heut war es fantastisch.“ Aber man steckt ja nicht in den Köpfen. Das eine ist die Resonanz, die man da kreiert, und auf der anderen Seite kriegt man ja auch viele Zuschriften über Facebook oder irgendwelche E-Mails. Und man sieht ja auch, was das in den Leuten auslöst. Manche äußern sich auch gar nicht, aber wie gesagt, ich möchte so einen Moment ja auch nicht künstlich kreieren. Das ist ein Abenteuer, wo man sozusagen sicheren Schrittes vorangeht. Ich glaub, wenn das einmal entsteht und dann vielleicht zweimal nicht, wirkt dieses eine Mal aber trotzdem so stark, dass es einen für weitere Versuche vorantreibt.

Warum hast du nicht mit Patrice oder mit diesen Leuten, mit denen du unterwegs bist, ein Featuring gemacht? War das bewusst?

Man denkt sich vielleicht, das hat auf der Hand gelegen, aber es hat sich im Verlauf des Album-Recordings einfach nicht ergeben. Und ich denke, am tollsten sind Features wirklich, wenn sie sch anbieten. Wenn man denkt: Wow, hier passt das drauf, das wäre toll, wenn wir das zusammen machen. Ich denke einfach, das ganze Feature-Thema wurde in den letzten 10 Jahren sehr, sehr missbraucht, um einfach wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Wir sind selbstbewusst genug und auch stark genug, um das auch ohne Feature an den Start zu bringen. Aber ich denke auch, wenn man irgendwie in den nächsten Jahren denkt: „Hey, lass uns doch eine Version von dem Song machen mit Patrice oder so“, dann kann das auch entstehen, weil das eine Entscheidung von uns ist auf künstlerischer ebene viel mehr als auf wirtschaftlicher Ebene. Das kommt jetzt wahrscheinlich auch auf der Platte von Max, wenn ich das mal so vorgreifen darf – da gibt es einen Song, wo Max Patrice und mich featured. Und das ist aber auch einfach so entstanden. Max hat das jetzt auch nicht gemacht, weil er sich erhofft, dass er dann mehr verkaufen kann. Sondern er hat sich gedacht: Da passen die zwei wundervoll drauf. Und so ist letzten Endes auch die Zusammenarbeit zwischen mir und Max entstanden – nach langen Jahren.

Wenn du dir einen musikalischen Wunsch erfüllen könntest – was wäre das für einer?

Also, was ich mir wünsche, ist dass sich mit dieser Platte und der nächsten alles so fantastisch entwickelt, dass wir es wirklich … Ich denke einfach, Musik ist wirklich eine Sprache, die man überall in der Welt versteht. Und wenn das handwerklich gut ist und auch ehrlich, dann hat es einfach eine Gültigkeit für alle Menschen überall. Deswegen wünsche ich mir, dass unsere Musik uns alle Kontinente bereisen lässt und so ein bisschen „good vibes“ verbreiten lässt.

T.I. – spricht über Features auf „Trouble Man“

Wie wir kürzlich erfuhren arbeitet T.I. nicht nur an einem Album mit B.o.B, es soll auch ein gemeinsames Album mit Young Jeezy geben. Diese beiden Projekte müssen aber wohl vorläufig hinten anstehen, denn zuerst steht am 04. September sein neues Soloalbum „Trouble Man“ auf dem Programm.

Nachdem er sich was die Gäste auf der Scheibe angeht eher bedeckt gehalten hatte, verriet er nun einige der Features des Albums. Bereits bekannt war, dass Usher auf „Trouble Man“ zu Gast sein wird. Der von Rico Love produzierte Song bezeichnet T.I. als „a dope party record with some dance influence and some urban influence.”

Weiter verriet er, dass Andre 3000 und Kanye West zu hören sein werden. Besonders die Zusammenarbeit mit Andre macht ihn stolz: „That’s a proud moment for me.“ Am Track mit Kanye arbeitet er momentan immer noch: „When you do records with Kanye, you do the record initially, then you go back to it and you try and perfect some things that you feel you could’ve done better. I’m in phase 2 of that.“

Auch einen Song namens „Dope Boy Academy“ mit Young Jeezy und Rocko ist im Kasten, er weiss aber noch nicht, ob er diesen für das Album oder ein anderes Projekt verwenden wird.

Zudem versucht T.I. auch noch Kary Perry, Santigold und Bruno Mars für die Platte zu gewinnen.

Reks – „Autographs-Video“

Nachdem sich Reks auf seiner letzten Scheibe „Rhythmatic Eternal King Supreme“ noch zahlreiche Legenden von DJ Premier über Pete Rock, Nottz, Alchemist bis Hi-Tek ins Boot geholt hatte, legte er die Produktion seines neusten Streichs „Straight No Chaser“ gänzlich in die Hände seines langjährigen Freundes Statik Selektah.

Als Gäste auf „Straight No Chaser“ sind unter anderem Action Bronson, Termanology, Ea$y Money, Kali, J.F.K., Wais P und Slaine zu hören. Einer der Höhepunkte der 14 Songs umfassenden Scheibe ist sicherlich der Opener „Autographs“, der nun auch mit einem Video versehen wurde.

Checkt hier auch unser äusserst ehrlich ausgefallenes Gespräch mit Reks.

Big Boi – „She Said OK mit Theophilus London und Tre Luce“

Wie wir gestern berichteten trägt das kommende Big Boi-Soloalbum neu den Titel „Vicious Lies and Dangerous Rumors“ während er als Gäste bereits Kid Cudi, Big K.R.I.T. und UGK bestätigte. Nun ist ein Track aufgetaucht, der möglicherweise ebenfalls auf dem Album zu finden sein wird oder der zumindest die Wartezeit ein wenig verkürzt.

Als Gast auf „She Said OK“ ist einer dabei, der mit Bestimmheit von Outkast und wohl besonders von Andre 3000 inspiriert wurde: Theophilus London. Auf der von Chris Carmouche produzierten Nummer ist zudem Tre Luce zu hören und auch einige inhaltliche Schweinereien.

Wann das Big Boi-Album erscheint ist noch unklar. Theophilus London soll demnächst sein neues Mixtape „Rose Island II“ veröffentlichen.

Slaughterhouse – heute Abend nicht in der Roten Fabrik

Leider hat uns soeben die Nachricht erreicht, dass Slaugherhouse heute Abend nicht in der Roten Fabrik zu sehen sein werden. Ohne Begründung haben sie ihre Tour abgebrochen, was offenbar mittlerweile keine Seltenheit ist, wir erinnern uns an Action Bronson.

Hier das Statement der Veranstalter: „SLAUGHTERHOUSE HAT SOEBEN DEM TOURMANAGEMENT PLÖTZLICH UND GRUNDLOS MITGETEILT, DASS SIE ZURÜCK IN DIE STAATEN GEFLOGEN SIND! Das Tourmanagement und wir als Veranstalter sind sehr enttäuscht über diese kurzfristige Information und bedauern es sehr, euch dies mitteilen zu müssen! Die anderen Konzerte (Saigon, Sean Strange, Vertual Vertigo) finden natürlich trotzdem statt! Auf die gekauften Tickets gibt’s an der Abendkasse 15.- Reduktion!“