Chance The Rapper – „Wonderful Everyday: Arthur“

Alleine mit zwei Mixtapes, vor allem dem letztes Jahr erschienen „Acid Rap“, zahllosen Livegigs und Featureparts hat sich Chance The Rapper zu einem der meistgehypten Rapper der Gegenwart hochgearbeitet. Zweifellos bringt der 21-jährige eine Frische ins Rap-Spiel, die so oft vermisst wird.

Früher oder später wird er dann die grosse Aufgabe des ersten Albums meistern müssen doch bis dahin dürfte es noch den einen oder anderen Track für Zwischendurch geben. Sein neuster Streich lautet auf den Namen „Wonderful Everyday: Arthur“ und ist mit seiner Liveband The Social Experiment entstanden. Zudem hat er sich einige grosse Namen für die „Additional Vocals“ ins Boot geholt namentlich Wyclef Jean, Francis & The Lights, Jesse Ware, Elle Varner, Eryn Allen Kane, The O’my’s, Peter Cottontale und Donnie Trumpet.

Dabei handelt es sich übrigens um eine Remake des „Theme Songs“ der Kindersendung „Arthur“, die von Ziggy Marley gesungen wurde.

DCVDNS – „Inglebirds-Album kommt im September / im Aightgenossen.ch Interview“

Wohl schon so mancher hat sich gefragt, was sich genau hinter der Figur DCVDNS verbirgt und auch schon so mancher Interviewer hat sich an dem Saarländer die Zähne ausgebissen. Das hat uns aber nicht davon abgehalten uns am Touch the Air mit DCVNS hinzusetzen und ihm einige Fragen zu stellen, auf welche wir sowohl gewohnt ironische und verschlüsselte aber zwischendurch auch durchaus aufschlussreiche Antworten bekamen. Das Interview findet ihr hier.

Bereits in unserem Gespräch hat er angekündigt, 2015 ein neues Soloalbum zu veröffentlichen vorher aber noch „Inglebirds“-Album mit seinem Anwalt und seinem Produzenten zu releasen. Nun sind einige zusätzliche Infos dazu aufgetaucht. Das Album von DCVDNS, Herrmann Weiss und Wolfgang H. wird am 19. September erscheinen und den Titel „Big Bad Birds“ tragen. Eine Woche später werden sie dann das Saarland am Bundesvision Song Contest vertreten.

Tomahawk – Video zum Exklusivsong „Mis Ding“

Seit über einer Dekade gehört Tomahawk zu den wenigen, die den Kanton Zug auf der Schweizer Rap-Landkarte repräsentieren. Sei es als Teil der 3-Sächser, mit Zuger Shuger oder natürlich auch als Solokünstler.

Drei Jahre sind bald vergangen seit seinem letzten Soloalbum „Hürdespringer“ doch nun kommt der Startschuss für sein neues Projekt. Dies in Form des Exklusivtracks „Mis Ding“ auf welchem man ihm auf einem dicken Sample-Beat des Bündners Horscht zu hören bekommt.

Wie uns Tomahawk exklusiv verriet, wird er sich diesen Herbst mit einem neuen Soloalbum zurückmelden. Dieses wird dann ausschliesslich von Cut EFX produziert sein. Sobald es mehr Infos dazu gibt erfahrt ihr es bei uns.

Unten findet ihr das Video zu „Mis Ding“, den Song kann man sich auf zudem auf mctomahawk.ch kostenlos herunterladen.

Janelle Monae – „Electric Lady-Video mit Solange“

Janelle Monáe unter Vertrag zu nehmen war die vielleicht beste Idee die Diddy hatte, seit er die Karriere von Biggie lancierte. Mit ihren drei bisherigen Releases hat die Sängerin und Musikerin bewiesen, dass sie zum frischesten gehört was R&B und Soul die letzten Jahre zu bieten hatte.

Nun veröffentlicht die 28-jährige nochmals einen Clip aus ihrem vergangenes Jahr veröffentlichten Album „The Electric Lady“. Die Wahl fiel auf den Titeltrack auf welchem zudem eine Dame als Gast zu hören ist, die zuletzt für einige Schlagzeilen gesorgt hat, jedoch nicht mit der Musik. An der Seite von Janelle ist nämlich Solange zu hören, die Schwester von Beyoncé die ja bekanntlich ihren Schwager Jay Z mit einigen Schlägen und Tritten eingedeckt hat.

Dies soll im Moment aber überhaupt keine Rolle spielen, denn „Electric Lady“ ist einfach wiederum ein grossartiges Stück Musik. Dies gilt auch für das Video, welches uns zurückversetzt in die College-Zeit und da wurde natürlich auch ordentlich gefeiert. Mit von der Partie sind auch T.I., Estelle, Erykah Badu, Esperanza Spalding, Monica, T-Boz, Kimbra und die Mutter von Janelle.

Snoop Dogg – & Tha Eastsidaz: Video zu „Can’t Trust Em“

Vor zwei Wochen veröffentlichte Snoop Dogg den vierten Teil seiner Mixtape-Reihe „That’s My Work“, auf welchem er den Scheinwerfer auf seine Homies von Tha Eastsidaz richtet. Zu hören gibt es 20 teils bereits veröffentlichte, teils aber auch exklusive Tracks die von Fredwreck, Scoop Deville, Battlecat, Goldie Loc, KJ und 1500 Or Nuthin produziert wurden.

Zum Track „Can’t Trust Em“ haben sie nun auch den ersten Clip abgedreht. In dem Video stellen sie klar was geschieht, wenn man ihr Vertrauen missbraucht.

Voraussichtlich nächstes Jahr soll einen neues Album der Crew erscheinen, die nun gut ein Jahrzehnt auf Eis lag. Dies lag vor allem daran, dass Tray Deee 2005 wegen versuchten Mordes eingebuchtet wurde und erst diesen April wieder auf freien Fuss kam. Man darf gespannt sein, ob neben Goldie Loc und Tray Deee dann auch Snoop seinen Teil zu dem Album beisteuern wird.

Rah Digga – „Doomsday Preppers mit Planet Asia“

Mit „Doomsday Preppers“ veröffentlicht Rah Digga nun bereits den dritten neuen Song innerhalb eines Monats. Man lehnt sich also nicht zu weit aus dem Fenster wenn man davon ausgeht, dass da was im Busch ist. Was genau hat uns Dirty Harriet bislang nicht verraten.

Für den neusten Leak hat sie sich Planet Asia als Gast gesichert während Dirty Diggs den aufs nötigste reduzierten Beat beisteuert.

Es ist davon auszugehen, dass es schon bald mehr Musik der ehemaligen First Lady der Flipmode Squad zu hören geben wird und vielleicht gibt es dann auch erste Infos zu einem neuen Album.

Twista – Video zu „Got Away“

Twista war stets ein Künstler, der von allen Seiten respektiert und für seine unglaubliche Technik bewundert wurde. Der grosse kommerzielle Erfolg blieb ihm aber mit ganz wenigen Ausnahmen verwehrt. Er versucht so einiges, dass sich dies mit seinem kommenden Album „The Dark Horse“ ändert.

Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des Videos zu seiner eigentlich sehr radiotauglichen Single „It’s Yours“ präsentiert uns der Rapper aus Chicago bereits den nächsten Clip.

Ausgewählt hat er mit „Got Away“ wiederum einen Song der zeigen soll, dass er mehr ist als nur ein MC mit überaus flinker Zunge, obwohl er auch diesen Aspekt natürlich andeutet. Zu dem Track meint Twista: „This video is supposed to have a lot of meaning and to help sooth one’s pain after experiencing any sort of tragedy in their life. Don’t let an incident take over.“

„The Dark Horse“ erscheint am 12. August.

DCVDNS – Ich habe mit dem letzten Album alles zerstört““

Vor wenigen Jahren noch der anständige, introvertierte Rapper mit Pulunder und Hornbrille, mischte Dominik Christoph von der Nordsee, wie DCVDNS behauptet mit bürgerlichem Namen zu heissen, Ende 2013 mit dem Album „Der Wolf im Schafspelz“ das Game auf. Der Name ist Programm; Weicheier werden vom Saarländer gehatet, Nate Dogg wird eine Laudatio gewidmet, DCVDNS beklagt sich über das harte Leben als G und bereits das Intro wird von AK47 Schussgeräuschen förmlich pulverisiert. Das dritte Soloalbum des 26 Jährigen kommt hart rüber, bei genauerem Hinhören fallen einem aber technisch raffinierte Spielereien auf. Wer weiss, vielleicht genau darum durfte der Rapper mit Brille 2013 beim Bundesvision Song Contest 2013 für das Saarland teilnehmen. Ob Attitüden-Rap oder Realer-Shit sei dahingestellt, mit seinem unkonventionellen aber deshalb genauso unverwechselbaren Flow bringt er jedenfalls seine ganz eigenen Vibes durch die Boxen.

Vor deinem Album „Der Wolf im Schafspelz“ hast du dir stets Mühe gegeben in Interviews und bei öffentlichen Auftritten weich rüberzukommen. Nun hast du aber aller Welt deine wahren Absichten präsentiert. Welche Attribute muss man nun vom echten, neuen DCVDNS kennen?
Um ein wenig mehr von meinem Privatleben preiszugeben habe ich das Album gemacht. Wie DCVDNS in Zukunft sein wird überlass ich mir.

Du sagst du findest deutschen Rap kindisch und schwuchtelig, wer sind die Ausnahmen?
Ja, mit Ausnahme von mir ist deutscher Rap kindisch und schwuchtelig. Es sei denn es wäre was gekommen nachdem mein Album erschien, von da an hatte ich keine Zeit mehr den Markt zu beobachten.

Dein Album ist gespickt mit Doubletime-Tracks, wie lange dauert es bis du einen 16er perfekt rappen kannst?
Wenn er geschrieben ist, so lange wie er geht, ich schätze zwischen 50 und 60 Sekunden.

Du sagst du seiest in deinem privaten Leben ein starker Held, wie zeigt sich das?
Der Wolf im Schafspelz zeigt sich zum Beispiel durch meinen Goldzahn.

Du scheinst von Interviews oft genervt zu sein, welches war das beste Interview das du je gegeben hast?
Bis jetzt das hier mit euch.

Es wäre ein Wunsch von dir kein G mehr zu sein. Wie du selbst sagst bist du das aber weiterhin. Wie würde dein perfektes Leben, in dem du kein Gangster mehr ist, aussehen?
Das wäre ein Leben ohne Stress mit den Bullen. Vor allem wenn man wie ich in einer Stadt wie St. Ingbert lebt und dauernd auf dem Radar der Polizei steht, macht man alles um irgendwie da rauszukommen.

Aufs Raptechnische bezogen, wie hat sich DCVDNS von „Die coole Gang“- Zeiten bis heute entwickelt?
Ich bin perfektionistischer geworden was das Texten angeht. Zu „Die coole Gang“- Zeiten habe ich einen Part in sieben Minuten geschrieben, heute würde ich mir denken, dass der gar nicht gut sein kann und solange weitermachen, bis ich 100 Prozent zufrieden bin und mindestens zwei Tage daran gesessen habe. Selbst wenn er am ersten Tag fertig wird, gehe ich trotzdem am nächsten Tag nochmals drüber und probiere ihn noch besser zu machen. Früher war es oft so, dass ich etwas aufgenommen und sofort zum Abmischen geschickt habe. Kurz danach sagte ich dann so „hey warte ich will da und da noch was ändern“, die hat das oft hart angekotzt. Jetzt feile ich solange an einem Track bis ich zufrieden bin und schick ihn erst dann.

Was für eine Entwicklung durchlief Dominik Christoph von der Nordsee auf den Inhalt seiner Texte bezogen?
Kommt immer aufs Albumprojekt drauf an. Oder sogar aufs ganze DCVDNS-Projekt. Es sollen alle Alben die ich rauslasse wie ein einziges Werk wirken. Bei „Brille“ war’s eher ironisch, bei „Der Wolf im Schafspelz“ ist der Name Programm. Das nächste Album wird dann, wie ich schon im Outro angekündigt habe, wieder anders vor allem weil ich ja schon längst erwachsen bin. Jedes Album hat sein eigenes Konzept und ich will auch, dass die Alben zusammenhängen. Es soll nicht aus der Luft gegriffen sein und deshalb werde ich mir für die dritte Platte einen logischen Weg ausdenken, damit es einen Sinn ergibt und mit den vorhergehenden Alben zusammenhängt. Aber, ich mache gerne was die Leute nicht erwarten und vor allem nur das worauf ich Bock habe. Mir ist egal ob jemand sagt „mit DCVDNS will ich nichts zu tun haben, er ist nicht mehr der den ich kenne“. Ich sage ihr kennt mich alle nicht.

Auf was können sich deine Fans freuen?
Als erstes kommt im September das „Ingelbirds“ Album mit meinem Produzenten und meinem Anwalt, die beide auch rappen, raus. 2015 kommt ein neues Soloalbum.

Du polarisierst gerne, ist Beef in Sicht?
Irgendwie legt sich keiner mit mir an. Ich habe mit dem letzten Album alles zerstört, was soll jetzt noch passieren?

Interview: Emanuel Ernst

Cormega – „Industry (Juice Crew Remix)“ mit Masta Ace, Craig G & Kool G Rap

Cormega hat wie bereits berichtet vor kurzem sein neues Album „Mega Philosophy“ veröffentlicht. Ein Album komplett produziert von Large Professor und mit Gastauftritten von Raekwon, AZ, Redman, Styles oder Black Rob: Hier hat sich definitiv jemand „Real HipHop“ auf die Fahne geschrieben.

Sollte dies irgend jemand trotzdem noch nicht begriffen haben dann sollte es spätestens nach dem Remix zu seiner Single „Industry“ klar sein. Für diesen hat er nämlich drei Mitglieder der legendären Juice Crew mobilisiert namentlich Masta Ace, Craig G und Kool G Rap. Diese unterstützen Cormega nun bei seiner Kritik an der Musikindustrie auf dem an und für sich überaus entspannten Beat von Large Pro.

Jay Dee – unveröffentlichte Demos mit Phat Kat aufgetaucht

J Dilla hatte bekanntlich einige Lieblingsrapper, zu denen neben Guilty Simpson auch Phat Kat zählte. Mit diesem hatte er sich sogar einst zur Crew 1st Down zusammengeschlossen.

Bereits in den Jahren 1996 und 1997 arbeiteten sie zusammen an Material, welches dann jedoch niemals erschien. Dies ändert sich nun mit der Veröffentlichung der „Detroits Finest EP“ über Sergent Records. Dies jedoch in einer ultramlimitierten Auflage von nur 250 Stücken, wer sich eines der Exemplare sichern will muss sich also beeilen. Hier kann man sich die „Detroits Finest EP“ erwerben.

Unten findet ihr zur Einstimmung die Snippets der fünf Tracks.