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strikk
29.07.2005, 18:31
Herumgesprochen hat sich: Wer musiziert, wird sozial verträglicher.
Wer mit andern musiziert, lernt zwanglos, auf andere zu hören,
sich für eine gemeinsame Sache zu engagieren.
Weniger bekannt ist, was Musik mit unserem Denkapparat anstellt.
Was passiert im Hirn, wenn wir Musik hören, egal was, Ravels
"Bolero", "Yesterday" der Beatles, "S'Vreneli abem Guggisberg"?
Das Hirn läuft heiss. Es muss dekodieren wie verrückt, auseinander
nehmen, vergleichen, analysieren, und wieder zusammensetzen zu
einem einheitlichen erlebbaren "Sinnganzen", Musik ist komplex
wie kaum etwas. Sie besteht nicht nur aus dem Aneinanderreihen
von Tönen, sondern aus Akkorden und Melodien, aus Rhythmen und
Metren und vor allem aus dem, was zwischen den Tönen liegt: Klang-
farben, Emotionen, Bedeutung.

Wie verarbeitet unser Hirn diese Komplexheit? Bis vor kurzem
vermutete man in der rechten Hirnhemisphäre eine Art "Musik-
zentrum". Heute weiss man, dass es das nicht gibt. Beim
Musikhören aktivieren wir jede Menge neuronaler Netze und Gehirn-
regionen. Schmeicheln sich die Klänge der "Vier Jahreszeiten" oder
hämmern Rap-Rhythmen in den Gehörgang, dann nehmen die Sinneszellen
der "Cochlea" den wüsten Frequenzmischmasch auf und übertragen
ihn in Nervenimpulse.
Die Signale jagen erst durch den ältesten Gehirnteil, den Hirnstamm.
Er macht die erste Grobbeurteilung. Er ermittelt Lautstärke
sowie Tonhöhe und errechnet aus den Informationen beider Ohren,
wo sich die Schallquelle befindet. Vom Hirnstamm aus gelangen die
Nervenimpulse in die linke und rechte "Hörrinde", in den
sogenannten "auditorischen Cortex" der Grosshirnrinde; die liegen
im Schläfenlappen, etwa einen Zentimeter über dem Ohr.

Die "Hörrinde" hat drei "analytische Abteilungen": die "primäre"
Hörrinde untersucht einzelne Töne; sie ordnet die ankommenden
Nervenimpulse auf einer Art "Tonkarte". Die "sekundäre" und
"tertiäre" Hirnrinde suchen hinter den Einzeltönen nach Mustern,
Regeln, Strukturen. Musik aber erklingt erst, wenn andere
Gehirnregionen aktiv werden, die mit der "Hörrinde" vernetzt sind.
Vergleicht das Hirn Tonhöhen und Melodien, sind vor allem Teile
des Stirnlappens und des rechten Schläfenlappens im Einsatz.
Verarbeitet es Dynamik und Rhythmen, werden Partien der linken
Hemisphäre tätig. Damit alle diese Strukturanalysen erlebbar
werden, muss das "lymbische System" (zuständig für Gefühle)
aktiviert werden, überdies das "Bewegungszentrum" im Kleinhirn.
Wie nichts sonst beasprucht Musik das Insgesamt unserer Hirnfunktionen, erzwingt den lebhaften Austausch von Wahrnehmung,
Analyse, Empfindung. Hier müssen kognitive und emotionale
Zentren zusammenarbeiten, bereits beim einfachen Hören, also nicht
erst, wenn wir ein Musikstück auf seine Substruktur durchschauen.

Musik erfreut nicht allein das Herz, es bringt das Gehirn auf Touren.
Das Kleinhirn von Musikern enthält mehr graue Substanz als das von
Nicht-Musikern. Ausserdem ist bei männlichen (!!!) Musikern das
"Corpus Callosum" grösser, eine Hirnstruktur, welche die rechte
und linke Hirnhälfte verbindet. Bei Frauen funktioniert diese
diese Verbindung offenbar onehin besser.

Kurz und gut: Musik trainiert die "Schlüsselqualifikationen" für
Zukunft: kreative Intelligenz, Fantasie, Flexibilität, Hellhörigkeit.



aus:
Ludwig Hasler, Die Erotik der Tapete, Verlag Huber, Frauenfeld.

smut
30.07.2005, 15:50
geil!

konfus
30.07.2005, 16:42
Interessanti Sach. Han scho immer gwüsst, dasi wäg Musik intellitäter bin als dä Rescht.

LKB
30.07.2005, 18:42
wenn mä jo scho intelligenter wird, wenn mä musig lost, was isch denn, wenn mä musig macht??

Oder muess mä sogar gschider sie wenn mä musig macht, als wenn mä muig lost??

strikk
31.07.2005, 07:15
ich weiss doch nöd. :p

ich füll eifach chli dä papierchorb...

schubiman
31.07.2005, 11:49
geile siech!!
öpis vom beschte woni je gläse han! hammer sach!!!

ich bin gschiiid! :p
:D

Jahkri
08.08.2005, 15:26
Hey Strikk,

interessantes Thema. Es gibt ja auch Forschung in Richtung "Stimulation des Gehirns" durch Töne. Man kann z.B. durch bestimmte Tonmuster im Gehirn eine Alpha-wellenaktivität auslösen. Der Zuhörer wird dann in eine Art meditativen Zustand fallen. Es gibt verschiedenste Arten von Wellenaktivitäten in unserem Gehirn. Durch gezielte Stimulation kann man einen Menschen in einen bestimmten Zustand versetzen.

Interessant....... :magic:


Peace Zäme

Jahkri

I.C.S.
09.08.2005, 14:11
Original geschrieben von schubiman
ich bin gschiiid! :p

ich au!! ich bin intelligänt! :cool:


:D