ill_uminate
17.10.2005, 09:39
Nach Anschlägen hat Teheran London in Verdacht
Iran verdächtigt Großbritannien, in die tödlichen Bombenanschläge vom Wochenende im Südwesten des Landes verwickelt zu sein. Großbritannien hat jede Verbindung zurück gewiesen.
Teheran - "Wir sind sehr misstrauisch über die Rolle der britischen Streitkräfte bei der Verübung solcher Terror-Akte", zitierte die Nachrichtenagentur ISNA den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der sich vor einer Kabinettssitzung geäußert hatte. Der iranische Geheimdienst habe bereits bei ähnlichen Anschlägen zuvor "die Handschrift Großbritanniens" gefunden, wurde Ahmadinedschad weiter zitiert. Die Anwesenheit britischer Truppen im Süden Iraks und nahe der iranischen Grenze seien ein Unsicherheitsfaktor für das iranische und das irakische Volk.
Bei den beiden Explosionen in der Stadt Ahvas im Südwesten Irans an der Grenze zum Irak waren am Samstag fünf Menschen getötet und mehr als 80 verwundet worden. Noch am Sonntagabend wies die britische Botschaft in Teheran die vom iranischen Präsidenten erhobenen Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Alle Berichte über "Verbindungen zwischen der britischen Regierung und diesen terroristischen Gewalttaten entbehren jeder Grundlage", hieß es. Zugleich wurden die Anschläge verurteilt.
Iranische Behörden hatten britischen Truppen bereits in der Vergangenheit vorgeworfen, in Irak arabische Separatisten auszubilden und zu unterstützen, die dann Anschläge in der südwestlichen iranischen Provinz Khuzestan verüben würden. Medienberichten zufolge hat Großbritannien Iran wiederum vorgeworfen, irakische Attentäter in speziellen Trainingslagern auszubilden. So habe eine Eliteeinheit der iranischen Armee Mitgliedern einer radikalen irakischen Schiiten-Miliz den Bau von Sprengsätzen beigebracht, hatte die Tageszeitung "Daily Mirror" berichtet. Diese Sprengsätze könnten an Straßen gelegt und fern gezündet werden. Ziel solcher Anschläge seien häufig britische Soldaten, die den mehrheitlich schiitischen Süden des Iraks kontrollieren.
Premierminister Tony Blair hatte erklärt, es gebe Hinweise darauf, dass die Technik für Sprengsätze mit Unterstützung Irans nach Irak gelange. Iran hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,380100,00.html
Iran verdächtigt Großbritannien, in die tödlichen Bombenanschläge vom Wochenende im Südwesten des Landes verwickelt zu sein. Großbritannien hat jede Verbindung zurück gewiesen.
Teheran - "Wir sind sehr misstrauisch über die Rolle der britischen Streitkräfte bei der Verübung solcher Terror-Akte", zitierte die Nachrichtenagentur ISNA den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der sich vor einer Kabinettssitzung geäußert hatte. Der iranische Geheimdienst habe bereits bei ähnlichen Anschlägen zuvor "die Handschrift Großbritanniens" gefunden, wurde Ahmadinedschad weiter zitiert. Die Anwesenheit britischer Truppen im Süden Iraks und nahe der iranischen Grenze seien ein Unsicherheitsfaktor für das iranische und das irakische Volk.
Bei den beiden Explosionen in der Stadt Ahvas im Südwesten Irans an der Grenze zum Irak waren am Samstag fünf Menschen getötet und mehr als 80 verwundet worden. Noch am Sonntagabend wies die britische Botschaft in Teheran die vom iranischen Präsidenten erhobenen Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Alle Berichte über "Verbindungen zwischen der britischen Regierung und diesen terroristischen Gewalttaten entbehren jeder Grundlage", hieß es. Zugleich wurden die Anschläge verurteilt.
Iranische Behörden hatten britischen Truppen bereits in der Vergangenheit vorgeworfen, in Irak arabische Separatisten auszubilden und zu unterstützen, die dann Anschläge in der südwestlichen iranischen Provinz Khuzestan verüben würden. Medienberichten zufolge hat Großbritannien Iran wiederum vorgeworfen, irakische Attentäter in speziellen Trainingslagern auszubilden. So habe eine Eliteeinheit der iranischen Armee Mitgliedern einer radikalen irakischen Schiiten-Miliz den Bau von Sprengsätzen beigebracht, hatte die Tageszeitung "Daily Mirror" berichtet. Diese Sprengsätze könnten an Straßen gelegt und fern gezündet werden. Ziel solcher Anschläge seien häufig britische Soldaten, die den mehrheitlich schiitischen Süden des Iraks kontrollieren.
Premierminister Tony Blair hatte erklärt, es gebe Hinweise darauf, dass die Technik für Sprengsätze mit Unterstützung Irans nach Irak gelange. Iran hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,380100,00.html