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ill_uminate
13.12.2005, 10:26
HINRICHTUNG

Um 9.01 Uhr soll "Tookie" Williams sterben

Kurz vor dem angesetzten Hinrichtungstermin gibt es fast keine Hoffnung mehr für den US-Todeskandidaten Stanley "Tookie" Williams: Am späten Montagabend lehnte auch der Oberste Gerichtshof der USA einen Aufschub der Exekution des verurteilten Mörders ab.

San Francisco - Knapp fünf Stunden vor der geplanten Hinrichtung nahm der Supreme Court Williams und seinen Unterstützern wohl die letzte Hoffnung. Ohne Begründung lehnten die Obersten Richter der USA einen Aufschub der Exekution des verurteilten vierfachen Mörders ab. Damit deutet nun alles darauf hin, dass der verurteilte Mörder kurz nach Mitternacht Ortszeit (Dienstag 09.01 Uhr MEZ) im San-Quentin-Gefängnis bei San Francisco durch eine Giftspritze sterben wird.

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Am Montagnachmittag hatte der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, bereits ein Gnadengesuch abgelehnt. Schwarzenegger bekräftigte sein Nein wenige Stunden später, nachdem Williams Anwälte einen zweite Petition vorlegten. Als Grund führte Schwarzenegger unter anderem an, dass sich Williams nicht für die vier Morde entschuldigt habe, die 1981 zu seiner Verurteilung geführt hatten.

Der Gründer der berüchtigten Straßengang "Crips", der sich nun als Kinderbuchautor aus seiner Zelle heraus gegen Gewalt engagiert, hat die Mordtaten abgestritten. Komplizen hätten ihn fälschlicherweise beschuldigt.

Williams, 51, habe "Frieden mit sich geschlossen", sagte der Bürgerrechtler Jesse Jackson dem US-Sender CNN gestern. Er zählt zu den vielen Todesstrafengegnern, die sich für die Verschonung des Todeskandidaten eingesetzt haben und vor den Gefängnistoren protestieren. Williams Anwälte wollten bis zur letzten Minute um das Leben ihres Mandanten kämpfen, hieß es in Medienberichten.

Im Februar und März 1979 soll "Tookie" bei Raubüberfällen im Süden Los Angeles den Ladenbesitzer Albert Owens und drei Mitglieder einer Einwandererfamilie aus Taiwan, die ein Motel betrieben, getötet haben. Im Gespräch mit Rolling-Stone-Ex-Frau und Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger erklärte er noch vor drei Wochen in San Quentin: "Ich bin unschuldig. Ich habe die Verbrechen, für die ich zum Tod verurteilt wurde, nicht begangen. Ich kann nicht Reue zeigen und für ein Verbrechen um Vergebung bitten, das ich nicht begangen habe, auch wenn ich mit meiner Weigerung mein Leben aufs Spiel setze. Ich kann nicht lügen, um zu leben."

Schwarzenegger hat damit während seiner Amtszeit bereits drei Gnadengesuche von Todeskandidaten abgewiesen. Die bislang letzte Begnadigung eines zum Tode Verurteilten in Kalifornien datiert bis 1967 zurück.

Flex2
31.12.2005, 04:46
...hän scho voll dr Ecka ab, scho immer kha, leider jetz sogar au no durch än "usgwanderta" Öschi - guati kollabo..