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reezer
11.02.2008, 23:57
es scheint sich eine wende ab zu zeichnen... in frauenfeld wurde heute der erste schweizer filesharer per gericht verurteilt...

als background für unwissende: vor dem grossen edonkey-massen-boom (als dann los ging war page ziemlich bald weg) war sharereacter lange zeit DIE page zur verbreitung von links für alben, videos etc...

quelle: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/15389894

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Heute hat das Bezirksgericht Frauenfeld ein Präzedenz-Urteil gegen den Betreiber einer Download-Plattform gefällt. Das Gericht hat den 28-Jährigen, der lediglich Links zu Dateien angeboten hatte, wegen Urheberrechtsverletzung verurteilt

Das Bezirksgericht Frauenfeld hat am Montag einen 28-Jährigen wegen gewerbsmässig begangener Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen im Internet schuldig gesprochen. Er hat eine Internet-Plattform betrieben, die als Tauschbörse diente.

Der Angeklagte hat selbst keine Dateien zum illegalen Herunterladen bereitgestellt, sondern nur so genannte «Hash-Links», die die Suche auf anderen Computern ermöglichen. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass er Informationen kanalisiert und den illegalen Zugriff vereinfacht habe.

Internet-Plattform als Haupteinnahmequelle

Damit habe er ermöglicht, dass sich «unzählige Leute bedient haben,» wie die Vizepräsidentin bei der Urteilsbegründung sagte. Der 28-Jährige wurde zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken und einer Busse von 2000 Franken verurteilt. So hatte es auch die Anklage gefordert.

Nach Schweizer Rechtslage dürfen Filme und Musik für den persönlichen Bedarf kopiert werden. Computerspiele oder -programme müssen immer gekauft werden. Weil Spenden und Werbeeinnahmen der Internetplattform seine Haupteinnahmequelle war, ging das Gericht von gewerbsmässiger Gehilfenschaft aus.

7 Millionen Zugriffe pro Monat

Bekannt wurde der nun verhandelte Fall im März 2004. Die Thurgauer Behörden nahmen damals die Website www.shareactor.com des 28- Jährigen vom Netz. Die Linkplattform hatte pro Monat rund 7 Millionen Zugriffe verzeichnet und galt als weltweit grösste Peer- to-Peer-Tauschbörse.

Angezeigt hatten den 28-Jährigen, der inzwischen in Kanada lebt, die «Swiss Anti Piracy Federation (SAFE)». Diese sucht im Auftrag von Weltkonzernen wie Columbia Pictures, Warner Brothers oder Sony nach Internetnutzern, die das Urheberrecht verletzen, indem sie illegal Programme aus dem Internet herunterladen.

Schuldig gesprochen wurde der Angeklagte ausserdem für den Vorwurf der Pornografie. Bei einer Hausdurchsuchung sind auf seinem Rechner pornografische Bilder gefunden worden.

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verbreiten und nur schon das zur verfügung stellen von links ist also definitiv auch in der schweiz strafbar...

The Blaze
12.02.2008, 00:21
Original geschrieben von reezer


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verbreiten und nur schon das zur verfügung stellen von links ist also definitiv auch in der schweiz strafbar...


hmm... der typ hats gewerbsmässig betrieben... ich glaub einem privaten user der auf ner tauschbörse etwas zur verfügung stellt würde kaum was passieren...


aber wtf, die busse ist ja soooo dermassen klein, dass es ihn wohl kaum stören wird! :D

Original geschrieben von reezer
Schuldig gesprochen wurde der Angeklagte ausserdem für den Vorwurf der Pornografie. Bei einer Hausdurchsuchung sind auf seinem Rechner pornografische Bilder gefunden worden.

ist das illegal?? ist da nicht illegale pornografie gemeint?

reezer
12.02.2008, 00:36
Original geschrieben von The Blaze
[B]hmm... der typ hats gewerbsmässig betrieben...

jein, er hat auf seiner page werbung gehabt... hat aber nicht die downloads verkauft oder so. alle diese pages im graubereich haben solche werbungen - meistens sogar relativ penetrant


ich glaub einem privaten user der auf ner tauschbörse etwas zur verfügung stellt würde kaum was passieren...


sind wir ehrlich: das ist auch nicht das problem. ein einzelner user der was hochlädt und dein link nur seinem eigenen kollegen schickt, stört kaum jemanden... und haben wohl auch keine auswirkung. das getauschte stammt mehr oder weniger immer aus der gleichen ecke von leuten die sich einen regelrechten sport draus machen zeugs hoch zu laden.


aber wtf, die busse ist ja soooo dermassen klein, dass es ihn wohl kaum stören wird! :D


naja, es sind fast 5000 stutz... hat wohl kaum jemand vohrig...

The Blaze
12.02.2008, 01:37
Original geschrieben von reezer
naja, es sind fast 5000 stutz... hat wohl kaum jemand vohrig...


durch die werbung wird er sich dumm und dämlich verdient haben...

wie die jungs von bockwurst, die hatten damals sogar mehrere audi's, wohnungen, etc. :D alles nur von der werbung auf der page...

Deaflon
12.02.2008, 04:28
Original geschrieben von reezer

verbreiten und nur schon das zur verfügung stellen von links ist also definitiv auch in der schweiz strafbar...

Das war ein Bezirksgericht, dass ist alles andere als definitiv!

Wenn du überlegst, was der gute man durch layer-ads eingenommen hat, kratzen ihn die 5000.- wohl nicht wirklich.

und überhaupt, wer ladet schon via p2p runter?

Caktus Jack
10.10.2008, 06:49
es scheint sich eine wende ab zu zeichnen... in frauenfeld wurde heute der erste schweizer filesharer per gericht verurteilt...

als background für unwissende: vor dem grossen edonkey-massen-boom (als dann los ging war page ziemlich bald weg) war sharereacter lange zeit DIE page zur verbreitung von links für alben, videos etc...

quelle: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/15389894

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Heute hat das Bezirksgericht Frauenfeld ein Präzedenz-Urteil gegen den Betreiber einer Download-Plattform gefällt. Das Gericht hat den 28-Jährigen, der lediglich Links zu Dateien angeboten hatte, wegen Urheberrechtsverletzung verurteilt

Das Bezirksgericht Frauenfeld hat am Montag einen 28-Jährigen wegen gewerbsmässig begangener Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen im Internet schuldig gesprochen. Er hat eine Internet-Plattform betrieben, die als Tauschbörse diente.

Der Angeklagte hat selbst keine Dateien zum illegalen Herunterladen bereitgestellt, sondern nur so genannte «Hash-Links», die die Suche auf anderen Computern ermöglichen. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass er Informationen kanalisiert und den illegalen Zugriff vereinfacht habe.

Internet-Plattform als Haupteinnahmequelle

Damit habe er ermöglicht, dass sich «unzählige Leute bedient haben,» wie die Vizepräsidentin bei der Urteilsbegründung sagte. Der 28-Jährige wurde zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken und einer Busse von 2000 Franken verurteilt. So hatte es auch die Anklage gefordert.

Nach Schweizer Rechtslage dürfen Filme und Musik für den persönlichen Bedarf kopiert werden. Computerspiele oder -programme müssen immer gekauft werden. Weil Spenden und Werbeeinnahmen der Internetplattform seine Haupteinnahmequelle war, ging das Gericht von gewerbsmässiger Gehilfenschaft aus.

7 Millionen Zugriffe pro Monat

Bekannt wurde der nun verhandelte Fall im März 2004. Die Thurgauer Behörden nahmen damals die Website www.shareactor.com (http://www.shareactor.com) des 28- Jährigen vom Netz. Die Linkplattform hatte pro Monat rund 7 Millionen Zugriffe verzeichnet und galt als weltweit grösste Peer- to-Peer-Tauschbörse.

Angezeigt hatten den 28-Jährigen, der inzwischen in Kanada lebt, die «Swiss Anti Piracy Federation (SAFE)». Diese sucht im Auftrag von Weltkonzernen wie Columbia Pictures, Warner Brothers oder Sony nach Internetnutzern, die das Urheberrecht verletzen, indem sie illegal Programme aus dem Internet herunterladen.

Schuldig gesprochen wurde der Angeklagte ausserdem für den Vorwurf der Pornografie. Bei einer Hausdurchsuchung sind auf seinem Rechner pornografische Bilder gefunden worden.

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verbreiten und nur schon das zur verfügung stellen von links ist also definitiv auch in der schweiz strafbar...


sie kommen euch holen