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emm
19.05.2009, 12:20
…Gründen nicht selber tun, meine Damen und Herren, aber falls jemand von Ihnen eine nirgendwo registrierte* E-Mail-Adresse hat, soll er sich an folgendem Text bedienen, den ich für Sie aufgesetzt habe, das Ding an eine gewisse Website, die ich gestern verlinkt habe, schicken und uns dann die Antwort hier in die Comment-Box posten…

Sehr geehrte Damen und Herren
Mit BEGEISTERUNG habe ich von Ihrer Initiative gehört und anschliessend die entsprechende Website gesucht und im Netz gefunden. Es ist tatsächlich an der Zeit, dass mal jemand etwas tut und unternimmt gegen diese unsere Strassen verschmutzenden Monster von Autos, von denen tatsächlich niemand eine Ahnung hat, wofür sie gut sein sollen. Ich gratuliere Ihnen zum Mut und zur Entschlossenheit, mit der Sie alle zu Werke gehen. Auch finde ich es schön, zu sehen, wie junge Menschen sich für ihre Sache engagieren, das ist ein eindeutiger Beweis, dass nicht alle Vertreter dieser neuen No-Future-Generation der allgemeinen Politikverdrossenheit verfallen sind - schliesslich, das scheint mir erwiesenermassen der Fall, geht es um unser Land, unsere Natur, ja unseren Planeten, UNSERE ZUKUNFT! Dazu also erstmal Gratulation!

Ich möchte mich aber nicht viel länger mit Lobreden aufhalten, sondern zum Kern dieser Anfrage kommen: leider Gottes entstamme ich einer Familie, die politisch nicht auf derselben Wellenlänge liegt wie ich. Mein Vater ist ein Autofan. -befürworter, ja gerade zu ein Freak, was evtl. Daran liegt, dass er in einer Autogarage aufgewachsen ist (also, nicht IN der Autogarage, aber sein Vater hat eine solche betrieben). Dies kann ich trotz meines männlichen Geschlechts überhaupt nicht verstehen. Als ich ihm von der (Ihrer) Initiative erzählte, tat er dies als (ZITAT!) “Sozi-Schwachsinn” ab. Da mir die Autogewohnheiten meiner Eltern und diese Ich-nehme-auch-für-200-Meter-in-den-Globus-den-Jeep-hervor-Einstellung schon seit Ewigkeiten ein Dorn im Auge sind, habe ich mich entschlossen, an vorderster Front, also im eigenen Elternhaus, initiativ zu werden. Gerade deshalb kam mir die auf Ihrer Website aufgeschaltene Fahrzeugliste sehr gerufen, denn damit hätte ich meine Eltern mit schwarz-auf-weiss-Daten davon überzeugen können, dass die Gefährte, die wir in unserer Garage wissen, mehr als flüssig (sprich: überflüssig) sind. Nur: leider ist Ihre Fahrzeugliste nicht vollständig. Darum meine Frage:

- Mein Vater fährt einen Maserati Quattroporte. Der ist da nicht drin. Können Sie mir sagen, wie es mit diesem Auto aussieht? Was wäre, wenn Ihre (ich bin bereits versucht zu sagen: unsere) Initiative angenommen wird? Was empfehlen Sie für ein Ersatzfahrzeug? Gibt es Lösungen?
- Meine Mutter fährt einen Jeep, der in Ihrem Verzeichnis aufgeführt ist. Nachdem ich sie mit Ihren Daten konfrontiert habe, sagte sie, sie bräuche das Ding zum Einkaufen, insbesondere von Mineralwasser und Flaschenweinen, weil die zum Tragen zu schwer seien, was ich nachvollziehen kann. Haben Sie irgendeinen cleveren Ersatzvorschlag, mit dem ich ihrer Argumentation den Wind aus den Segeln nehmen könnte? Gibt es bei Globus (wahlweise auch Coop) Leiterwägelchen zum Mieten (ich hätte noch nie davon gehört, bin aber eben persönlich eher ein Fan des Frischmarktes und der Migros, da gibt es also Gründe dafür)? Was empfehlen Sie sonst?

Darüber hinaus habe ich eine zweite Frage: Wie ich sehe, empfehlen Sie insbesondere innerorts das Benutzen von Fahrrädern. Dazu müssten aber wohl auch bauliche Massnahmen ergriffen werden, insbesondere für ältere Leute, die sich schlechter auf dem Fahrrad halten können. Sehen Sie die Möglichkeit eines Vorstosses, dass man in der Stadt Zürich (inbesondere in der Innenstadt, ausserhalb werden die Distanzen wohl zu gross, und man müsste auf ÖV umsteigen) die Fahrradstreifen auf 2 Meter verbreitert? Fast täglich sehe ich, wie die (viel zu wenigen) Fahrradfahrer von Grossgefährten nur knapp nicht über den Haufen gefahren werden. Bei 2 Metern könnte man ausserdem zwei Spuren machen - eine langsamere für die Menschen in gemächlichem Tempo und evtl. mit Kinderanhängern, und eine schnellere für die sportlichen Recken der nächsten Radprofigeneration. Über eine kurze Unterrichtung, was Sie von meinem Vorschlag halten, würde ich mich sehr freuen.

Zum Schluss lassen Sie mich nochmals erwähnen, dass ich froh bin, dass es initiative Menschen wie Sie gibt. Machen Sie weiter so.

Mit freundlichen Grüssen,

Wo sind die Internet-Söldner?

*



Original Ansicht des Artikels (http://www.renne.ch/archives/1302)

moertellll
19.05.2009, 13:14
wieso kannst du das aus beruflichen gründen denn nicht selber tun? kann ich nicht so nachvollziehen, abgesehen davon, dass ich den text geil finde...