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Lance1
08.06.2009, 19:20
http://www.rapblog.ch/wp-content/uploads/2009/06/bsh-z-front-150x150.jpg (http://www.rapblog.ch/go.php?http://www.rapblog.ch/wp-content/uploads/2009/06/bsh-z-front.jpg) Releasedate: 08.06.2009, Murderbass

Der Berliner Bass Sultan Hengzt nahm in der deutschen Raplandschaft schon immer eine Ausnahmeposition ein. Technisch sehr versierter Rapper, der aber seine musikalische Vision und seine eigene Form von Rap derart konsequent durchzog und durchzieht wie selten ein anderer und sich auch dementsprechend Steine in den Weg legte. Ganze Diskografie indiziert von der BPjM? Endlose Namedroppings und jahrelange Beefs und mit halb Berlin und halb Deutschland? Dicken Haufen auf die gesamte Majorindustrie und das Majorgeld? Hengzt ist euer Mann. Die Entstehungsgeschichte seines vierten Albums „Zahltag“ schien sich endlos hinzuziehen, hatte allerdings labeltechnische Gründe. Interessant dabei waren aber Hengzts Interviews der letzten Monate, in denen er auf unterhaltsam-asoziale Weise mehr Ficks auf alles Mögliche gab als die meisten pseudostrassenharten Gameeinsteiger zusammen. So präsentiert sich auch die Platte selbst. Kurz gesagt, einen besseren Kandidaten für ein Battle of the ear in der Juice gab es noch selten. Auf der einen Seite wäre da die musikalische Präsentation, die absolut erstklassig ist in Vielfalt und Abgehfaktor. Auf der anderen Hengzt, der die First-Class-Instrumentals mit teilweise dermassen übel pubertärem Battle- und Angeberrap füllt, dass es allen die Tränen in die Augen treibt: Den Hatern vor Wut und den Fans vor Lachen. Das Ganze ist so asozial und insgesamt so auf dem alten Berlinfilm hängengeblieben, dass es schon wieder witzig ist. Dazu kommt die musikalische Verpackung genau auf der Höhe der Zeit, die Hengzts atemlose Aggroraps perfekt untermauern und den Zeitgeist direkt aus dem Ring smacken lassen. Beispielsweise hat sich der informierte Raphörer schon zu viele Bushidodisses reingezogen, aber Hengzts „Ex-Guter Junge“ heizt so hart ein, dass man nur noch ins Auto rennen und die Boxen bis zum Anschlag durchdrehen lassen will. Bis auf eine Ausnahme sind alle Tracks so treibend geraten, ausser das Ghettogeschichtchen „Der Block bleibt stehen“, dass Hengzt besser weggelassen hätte. Am Ende bleibt ein leider etwas zu kurzes, äusserst kontroverses Album, das sich alle unzimperlichen Rapfreunde holen sollten, solange es noch in den Läden steht.

5 / 6


Tracklist:
01. Intro
02. Props
03. Funkel Funkel kleiner Stern
04. Goldkettentrend III feat. Godsilla & Amar
05. Ex-Guter Junge
06. Nicht mit mir feat. Sido
07. Der Block bleibt stehen feat. Ninjah
08. Zeiger drehen
09. Muchachos
10. Alle Drinks auf Mich
11. Zeig dich ganz
12. Nummer eins feat. Joka
13. N.W.O.
14. Fick Die Welt feat. Orgi
15. Outro

www.myspace.com/sultanhengzt (http://www.rapblog.ch/go.php?http://www.myspace.com/sultanhengzt)



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