Du befindest dich auf einer für Suchmaschinen optimierten Archive-Page!
Check diesen Beitrag auf unserer richtiger Page in schönem Design unter : Renne-Blog: DRNT/Tools for Fools!


emm
17.06.2009, 13:30
Meine Damen und Herren,*dumb rappers need teaching! Und*währenddem es in Rapperzirkeln durchschnittlich mehr geistig minderbemittelte Typen*gibt als in einer grenzdebilen Kleinklasse (no offense nach Bern), muss man der Fairness halber trotzdem bemerken, dass nicht nur die dummen Rapper einwenig Unterricht und Belehrung benötigen, sondern - leider Gottes - ein Grossteil der Menschheit.*Klar, Sie fragen sich jetzt,*was das soll, schliesslich steht der Mister Schweiz auch zu seiner Lesestörung, und der Moritz Leuenberger hat das super gefunden und kurz davon abgelassen,*sich mit Gedanken an den Zürcher Schiffsbau*selber zu befriedigenweihräuchern, aber ich versichere Ihnen,*meine Damen und Herren, es *geht erheblich weiter als einwenig Legasthenie. Wie ich darauf komme? Nun, ich gönne mir gerade zehn Minuten Pause im grossen Finish meiner Diss (bis ende Juli ist die Sache gegessen wie mein Chicken-Avocado-Wrap heute Mittag, Gruss an die Migros!), surfe dabei das Netz und gucke mir an, was ich für Facebook-, Myspace- und sonstige Schwachsinnsnachrichten, -updates und -news erhalte. Und ganz im Ernst: Klar, ich bin ein locker-flockiger C-Promi (unlike you, dear Janine Yvette, LOL!), habe darum viele Freunde, bin zumindest online halbfamous und kriege*also mehr Schwachsinn der Welt mit als selbst Gott je lieb sein könnte, obwohl der seine Augen überall hat.*Trotzdem oder gerade darum sind die Zeichen der Zeit alarmierend, meine Damen und Herren. Und der Grund ist ganz ein einfacher: Es fehlt den meisten Leuten an….

QUALITY CONTROL!!!

Genau. Und mit Quality*Control meine ich nicht ein Lied von irgendwelchen Rucksackherstelleraktienbesitzern aus Kalifornien, sondern tatsächlich und wortwörlich Qualitätskontrolle: Niemand gibt seinen persönlichen Schwachsinn mehr seinem besten (und darum ehrlichen, oder ehrlichen und darum besten) Freund zur Überprüfung.*Niemand traut sich, den Leuten mal zu sagen, dass das, was sie tun, nicht gut oder nicht cool oder schlichtwegs verdammt peinlich ist.*Was wiederum dazu führt, dass Leute ihre eigene Vollblödheit ungehindert*(und ungestraft) preisgeben können, denn: Niemand, aber wirklich niemand,*erzählt Fools, dass sie Fools sind. Der geneigte Leser sagt jetzt leise vor sich hin: Aber Emm, dafür ist doch Dein Blog da?!? Und ebendiesem geneigten Leser würde ich sagen, dass das qualitativ natürlich stimmt, aber quantitativ nicht, denn nicht alle Menschen der Welt können sich von renne.ch belehren lassen. In diesem Sinne: lassen Sie mich zu Ende argumentieren…

Wie Sie wissen, habe ich vor einiger Zeit*hervorragend über andere Blogger gebloggt (Respect the Art Form, hier (http://www.renne.ch/archives/1239)!). Damals habe ich unter anderem bemängelt, dass heutzutage, weil alles so billig und erschwinglich und einfach geworden ist (und Bloggen dabei quasi die unterste Stufe überhaupt einnimmt, ich meine, wer ist kein Menschenfresser UND hat keinen Computer in diesen Tagen?!?), jeder einfach mal versucht, weil jeder ja versuchen kann, und dass darum eben die Qualität extrem gesunken ist in Sachen Musik, in Sachen DJ-ing, sehr wahrscheinlich auch in tausend anderen Bereichen, aber sicherlich auch in Sachen Blogging. Will sagen:*Das*Zeug ist absolut nicht schlechter geworden, aber relativ eben schon, denn es gibt heute bei allem viel mehr schlechtes Material als früher, weil früher das*schlechte gar nicht rausgekommen wäre. Dass ich Recht habe, bzw. dass alles noch viel schlimmer ist, als ich das damals vermutete, und dass es eben nicht nur in besagten Sparten, sondern quasi überall so ist,**zeigt sich nun in meinen vorher eingezogenen zehn Minuten Chill-Out am Morgen. Nebst Blogs, Mikrofonen und Plattennadeln gäbe es nämlich noch tausend andere Sachen,*bei denen eine*staatliche Kontrolle (was geht in China, Lu Hai Rui?)*den Leuten zum Vorteil gereichte, einfach weil sie dann ihren eigenen Mist nicht so ungestraft an die Öffentlichkeit bringen können. Beispiele gefällig? Okay, hier die Top 3…

*Tools for Fools:

- Facebook. Eine Einladung in die Gruppe “Funny - ein Hund, der grundlos sterben musste” spricht mehr als zwei Bände. Ich meine, Realtalk, get a life, Coop Bio (on n’a qu’une terre, Ihr wisst ja!) hat gerade*’ne Aktion am Laufen, und wenn Ihr die IV bittet, kriegt Ihr evtl. einen Batzen dran. Und die Statusmeldungen von gewissen Menschen sind eine Absage an den Aufruf der Bibelschreiber, dass der Mensch sich die Erde Untertan machen sollte. Wenn ich lese, dass es “X höt aschisst, will s isch Mäntig“, dann kommt mir das Kotzen. Nachbrechen und nur noch Galle kommt aber, wenn Y das kommentiert mit “Gäll, mich au“. Auch für Euch: Wie gesagt, die Coop-Aktion.
- Myspace. Dude, nein, Dein Song, Dein Album, das Du zwar selber produziert hast, das aber nun wirklich gottsjämmerlich wack ist, interessiert mich nicht. Aber wie gesagt, wir reden heute nicht über Musik, sondern über das Leben, darum: Auch Du, 15-jähriges Mädel im BH und mit Ich-habe-schon-Erfahrung-Pose,*gehst mir meilenweig am*29er Hinterteil*vorbei*(und Du*hättest wohl besser mal zu Hause gut den Kopf gewaschen gekriegt, Gruss an Deine Eltern, die sehr wahrscheinlich gerade bei Oli Geissen in der Talkshow sitzen!).*Alles halb so wild though, das Dollhouse braucht immer Nachwuchs, und früh übt sich, wer…. Ihr wisst schon.
- Tillate.com/Usgang.ch. Auch hier gilt: wer nuttiger daherkommt, der kriegt mehr Minuten Fame. Und zusammen mit Germany’s Next Top Model (”Ey, die haben mich echt DI-REKT von der Strasse gecastet, WAHNSINN!“)*erweckt das bei jungen Mädels offenbar den Eindruck, dass einerseits jede es schaffen könnte, und dass andererseits weniger offenbar mehr sei. Irgendwie komisch, denn die wirklichen Topmodels tun das seltenst oder nur für wirklich, wirklich viel Geld (und dann natürlich auch nur, wenn die Bilder ästhetisch gemacht sind, LOL!)…

Fazit:*Auf der Welt gibt’s mehr*c-,d- und e-Level-Trash, als sich der Erschaffer jemals eralpträumt hätte. Und die Tools for Fools geben dem Trash die Gelegenheit, extrem öffentlich dazu zu stehen, dass sie Trash sind. Eigentlich gut, so fühle ich mich nach meinen zehn Minuten Internet-Chill-Out extrem überlegen.**Von daher und eigentlich: Danke, Web 2.0.



Original Ansicht des Artikels (http://www.renne.ch/archives/1385)