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emm
18.06.2009, 13:40
Meine Damen und Herren, Sie erleben eine wunderbare Stunde, nämlich die erste Diskussion zwischen zwei Blogschreibern. Zugegeben, es ist wohl nicht die erste solche auf der Welt, aber zumindest die erste, in*die Ihr Lieblingsblog (und ich meine nicht dacockpit (http://dacockpit.blogspot.com), denn den lesen Sie ja am zweitliebsten!) involviert ist. Darum, bevor Sie verwundert die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen und dann vor der Bühne ohnmächtig werden, lesen Sie schnell weiter: Der Grund für dieses bahnbrechende Ereignis liegt darin, dass jemand anders, ein Blogger namens Patrick, meinen gestrigen Artikel zum Anlass genommen hat, selber*zu dem Thema was zu verfassen, und zwar hier (http://p2ydesign.wordpress.com/2009/06/17/ich-weiss-ja-nicht-was-ich-sonst-tun-soll/). Der geneigte Leser fragt sich nun zuerst “Patrick WER?“, und ich kann Ihnen versichern, es ist nicht der Patrick Nuo, also nicht der mit der Mutter mit der Kegelbahn im Pub (also, natürlich im “Pöb”, LOL!) unten, wo Stu und ich uns mal aus Kultgründen die Lampe füllen gehen wollten, sondern ein anderer Patrick, aber das tut nichts zur Sache, denn: die Meinung, nicht der Meinende zählt. Jedenfalls versuche ich hier mal Herrn Patricks (ich sieze, denn*man weiss nie!) *wichtigste Punkte zusammenzufassen, um dann (natürlich, was sonst?!?) meinen eigenen 2 Cents dazuzusetzen:

- Herr Patrick liest meinen Blog und*ist somit Leser Nr. *28 (Leser Soundcheck ist seit dem Nüt z säge RMX dabei und hat sich ebenfalls zu erkennen gegeben). Das schreibt*Herr Patrick*zwar nicht explizit, aber ich durchtriebenes Cleverle filtere das locker mal schnell raus. Goddamn, wir wachsen dieser Tage wie der Didier Cuche seine Skier. Bald brauche ich Personal und lebe dann den KMU-Traum.
- Herr Patrick ist grundsätzlich meiner Meinung und sagt, auch ihn interessiere es wenig, wenn einer seiner (sehr wahrscheinlich) Facebook-Freunde Heuballen auf einen Hügel schleppt. Herr Patrick, meiner Meinung*zu sein finde ich ein Zeichen von innerer Stärke und darum *grossartig. Aber Freunde, die Heuballen schleppen?!? Sie diskreditieren sich.*;)
- Herr Patrick findet aber, dass das “Was machst Du gerade?“-Feld*(wohl*das auf eines jeden*Facebook-Profil)*ja*auch nicht nach mehr Infos frage als z.B. eben der Heuballengeschichte. Das sehe ich genau gleich wie*Sie, allerdings mit einer Einschränkung:*nur weil die Frage kein hohes Niveau verlangt, heisst es noch lange nicht, dass ich*meinen ganzen geistigen Lebenstiefflug mit jedem teilen muss. Ich rufe ja nach “Quality Control“, weil das System des Web 2.0 diese Qualitätskontrolle nicht betreibt. Mit anderen Worten: Ja, das “Was machst Du gerade?”-Feld fragt nicht nach mehr, und das nutzt die Menschheit*leider Gottes schamlos aus. Würde es nach mehr fragen, bliebe mir einiges erspart.
- Herr Patrick meint, Social Networking funktioniere, weil jeder sich verwirklichen kann. Das stimmt in meinen Augen*nur teilweise: Ja, Herr Patrick, ich habe mir Ihren Blog angeschaut, und ernsthaft, ich lese Ihren Stil gerne. Hätte ich den aber nicht gemocht, wäre Ihre Blogadresse aber wohl nie mehr in meinem Adressfeld des Internet Explorer (Sidenote: Firefox ist so homo wie Apple-Archtitekten-Compis!) gelandet. Will sagen: Social Networking als Soziophänomen funktioniert, weil jeder grüseln kann (und jeder es also auch tut). Social Networking funktioniert aber in Bezug auf*den einzelnen Sozialnetzwerker (und dessen Beachtetwerden!)nur, wenn er gut ist, weil ihn sonst niemand mehr liest/hört/guckt etc.**Nur, weil ich mich mitteile, heisst das nicht, dass mich jemand liest bzw. lesen will. Und weil das Leben von so*vielen Leuten so sacklangweilig ist, das “Was machst Du gerade?”-Feld aber auch dem*Langweiler eine Gelegenheit zum Grüseln gibt, werden Sie und*ich mit Langweiligkeiten (No offense an die Heuballenfreunde, natürlich)*belangt.*Ja, jeder kann schreiben, aber für den digitalen Trash Bin zu schreiben ist dann auch nicht gerade Selbstverwirklichung.
- Herr Patrick meint, Facebook*biete also die Möglichkeit und die Leser dafür, dass sich jemand selber verwirklichen kann, z.B. oder gerade mittels Blogging. Auch da stimme ich nur bedingt zu: man erreicht viele potentielle Leser, aber Sie mit dem eigenen “Produkt” anzusprechen*(und zu behalten) ist anstrengend und wiederum eine Frage der Qualität des Bloggings. Darum (und das sage ich mit Stolz) habe ich inkl. Ihnen, Herr Patrick, ja auch schon 28 Leser *Aufbrandender Applaus erwünscht*.**Wir arbeiten hart und planen den Blog-Takeover.
- Herr Patrick ist ein Fan des Web 2.0. Ich auch, ernsthaft. Ich habe all die Tools for Fools auch. Aber (und ich glaube, das behaupten zu dürfen)*mit den Web-2.0-Apps ist es doch wie mit*den Schützenpanzern*(ein Vergleich, der sich zugegebenermassen mehr als aufrdängt!): Nur weil Sie einen haben können, heisst das noch lange nicht, dass Sie einen*haben*(und vor allem: benutzen!) müssen. Ich blogge mit Liebesmüh und Einsatz (und hoffentlich mit einwenig Talent). Wenn ich aber trotz alldem nicht das Gefühl hätte, dass irgendjemand das für lesenswert befindet, würde ich es eben nicht (mehr) tun. Mit anderen Worten: Ja, ich prüfe meine Qualität, bevor ich sie der Umwelt preisgebe. Nur weil jemand dank dem Web 2.0 einen Blog führen kann, heisst das noch lange nicht, dass*dieser auch*lesenswert ist (Ihrer, Herr Patrick, bildet da eine ernsthafte Ausnahme).

Zusammenfassend kann man die ganze Diskussion sehr einfach runterbrechen. Wo früher der Markt*fünf CDs pro Monat hergab (und ich mir so gefühlte 2 leisten konnte), gibt es heute 20 Gratismixtapes. Früher hat der Markt (der industrielle und auch mein eigener) dafür gesorgt, dass meine knapp bemessene Freizeit für zwei CDs draufging. Heute muss ich zuerst 20 Mixtapes durchhören und finde 19.5 eine Zumutung.*Und trotz vergrösserter Infoflut hat*mein Tag immer noch nur 24 h. Würde mir der Markt die schlechten Tapes schon zum vorneherein rausfiltern, mir wäre gross gedient, so wie ich das sehe.

Wie dem auch sei, Herr Patrick: Hat Spass gemacht. Dialogblogging ist der*neue Übershit, meine Damen und Herren. Geniessen Sie Donnerstag, und vergessen Sie nie: No ei Tag bis Wochenänd, yyeeeeeah, morn voll Party, Roman chonnsch au?!? http://www.renne.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif

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