S.O.S. – die am härtesten arbeitende Rap Crew der Schweiz?

S.O.S. sind zur Zeit die absoluten Überflieger des CH-Rap und wir wollen ihnen unseren Respekt zollen, wie es sich gehört. Jäwohl.

CH Rap
AkimDawillImaniNativS.O.S.

Ja, ich bin vielleicht ein bisschen spät mit diesem Post, aber was soll’s. I got shit to do, fam. Aber wer etwas zuerst postet ist letztendlich nicht wichtig, sondern dass man überhaupt die Künstler supportet.

Die S.O.S. Jungs, bestehend aus Nativ, Dawill und ihrem illusorischen, mysteriösen, in den Schatten lebenden Producer Questbeatz, geniessen zur Zeit einen Höhenflug und Meilenstein nach dem Anderen…und dies zu recht. Die Grössten Hip Hop Bühnen Europas, Openair Frauenfeld, Royal Arena und das Splash! Festival in Deutschland zu spielen war früher eine Traumvorstellung der sympathischen Berner. Dieses Jahr durften sie endlich selbst in den Genuss dieses Wahnsinns-Feelings kommen und das alles dürfen sie mit Stolz einzig ihrem Hustle zuschreiben.

Nun – ist S.O.S. vielleicht die am härtesten arbeitende Rap-Crew der Schweiz? Mol, mol. Oder besser gesagt: „Mou, mou!“. Daran gibt es definitiv nichts zu rütteln. Drei Gruppen-Alben und 3 Solo-Alben, alles innerhalb von zwei Jahren veröffentlicht…und trotzdem bei jedem einzelnen Projekt die musikalische und inhaltliche Messlatte so verdammt weit oben gehalten?! Bruh, zeig mir eine Rap-Crew oder einen Solokünstler aus der Schweiz mit einer beeindruckenderen Arbeitsethik und ich esse vor euch auf Facebook Live meine Zehennägel zum z’Nacht. No shit.

Als ich die Jungs Backstage am Openair Frauenfeld zum Interview getroffen habe (Video folgt bald), wollten sie zur Frage „Was steht bei euch als Nächstes an als S.O.S.?“ die Katze nicht aus dem Sack lassen. Nativ erwähnte lediglich, dass sie an einem „Masterplan“ arbeiten würden und man sah ihnen die Aufregung in den Augen an. Da wusste ich – OK, es brodelt was ganz Grosses in ihrer Küche!

Und siehe da – knapp zwei Monate später droppen sie praktisch Beyoncé-mässig ZWEI Alben namens „Akim“ und „Imani“ aus dem NICHTS! Na gut, sie haben es zwar am Royal Arena angekündigt, aber ich war halt nicht dort, soooooo…..yeah. Dude! Damit hatte ich nicht gerechnet! Eländi Sausiächä! Und diese gnadenlose Guerilla-Aktion hat sich massiv ausbezahlt: diese Woche sind beide Alben auf Platz 2 und Platz 3 der Schweizer Hitparade gestiegen! Ohne Label! Ohne Promo! Wenn das kein Mittelfinger an die Musikindustrie ist, dann weiss ich auch nicht! Unglaublich. Aber damn, Daniel…wie sehr ich mich für sie freue!

Viele fragen sich bestimmt: „Wie haben sie das geschafft? Was ist ihr Erfolgsrezept?“ Und die Antwort darauf ist ganz einfach: they make good fucking music. Wenn dein Output wirklich unbestreitbar dope, authentisch und ehrlich ist und die Leute sich mit dir indentifizieren können, wirst du die Herzen und Seelen im Nu erobern…und somit wird es automatisch zu deiner Promo. Und wenn du dein Publikum konsequent fütterst, bei deinen Live Shows 200% gibst und dazu noch en „geile, bodeständige Siäch“ bist wie Nativ und Dawill es auch ab der Bühne sind, dann kann man gar nicht verlieren. Dieser Shit geht nicht unbemerkt an den Leuten vorbei, Homie.

In den Worten des legendären Jazz-Musikers Roy Hargrove: „Take care of the music and the music will take care of you“. Perfektioniert eure Kunst, arbeitet hart, seid nachhaltig und bleibt auf dem Boden, dammi nomol. Diese altbewährte Regel setzt nämlich sich immer durch. I-M-M-E-R.

Leute – Lasst euch davon inspirieren.
S.O.S. – Danke, dass es euch gibt.

Die neuen Alben „Akim“ und „Imani“ solltet ihr unbedingt kaufen – ihr tut nicht nur ihnen, sondern vor allem euch selbst etwas Gutes an:

AKIM:
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IMANI:
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