J. Cole rechnet mit New School ab

Die Nachricht kam wie eine Bombe als "Dreamville" (das Label von J. Cole) letzten Mittwoch sein Album auf den 20.04. ankündigte. So schnell wie es erschien, hat es auch schon für Aufsehen gesorgt.

 

 

Das neue Album „KOD“ kannst du hier streamen:

 

Int. Rap
AlbumDreamvilleJ. Colekod

J.Cole hat zwischen all den neuen Rappern schon so Etwas wie einen frühzeitigen Legendenstatus erreicht. Seine Entwicklung führt den 33-jährigen definitiv weg von popsouligen Liebesliedern und bringt ihn zurück in eine Sparte, aus welcher schon lange nichts mehr kam.

Ein kurzer Kommentar zu jedem seiner 12 neuen Songs:

 

01. Intro – Smoothe, jazzige Töne und eine weibliche Stimme, welche den roten Faden für das Album spannt: „Life can bring much pain. There are many ways to deal with it. Choose wiseley.“

 

02. KOD – Der Titelsong des Album bedeutet so viel wie „Kids on Drugs“ und transferiert den Hörer mit seinem basslastigen Beat schon mal in eine andere Welt. In die Welt, wie J. Cole sie sieht. Realistisch.

 

03. Photograph – „fell in love to photographs“. Wie soll man sich in einer Zeit von Instagram und Snapchat präsentieren und was hat es für Auswirkungen? Mit dem Song stellt er die mediale Welt an den Pranger. Classical Cole.

 

04. The Cut Off – Im friedlichen Takt mit sympahtischem Piano-sample geht`s weiter. Das einzige Feature auf dem Album ist „kiLL edward“. Seine Stimme klingt sehr harzig und ist gewöhnungsbedürftig. Trotzdem ist er zweimal auf dem Album zu hören und war bisher noch völlig unbekannt. 

 

05. ATM – Ist einer der grossartigsten Songs auf dem Album. Die Sozialkritik am Umgang mit Geld ist nichts neues aus dem Munde des Amerikaners. Das „Peep“ durch das gewohnte „Ching“ einer Kasse zu ersetzen, too future (So wie der Videoclip, den es dazu gibt)! 

 

06. Motiv8 – Jaman! Cooler und tanzlastiger wird`s nicht mehr ab jetzt. Der Song macht Spass und pusht zum durchdrehen.

 

07. Kevin`s Heart – Seit Heute gibt es auch hier ein Video dazu, welches wir dir nicht vorbehalten möchten (am Ende des Beitrages). Der Song erzählt die ehrliche Geschichte von „Kevin Hart“ welcher vor drei Jahren seine Frau betrog. Dieser spielt sogar selber im Clip mit und erfährt eine wichtige Message. Ihm wird vergeben, aber von nun an gibt es nur noch einen Rat: „Choose wisely“.

 

08. BRACKETS – Auf Brackets zeigt Cole einmal mehr seine Stimme von der besten Seite. Allerdings hat er hier, wie auch auf andern Songs wieder andere Sänger (welche nicht als Feature angegeben sind) und genau die zeichnen sich vor allem durch ihre speziellen und gewöhnungsbedürftigen Stimmen aus.

 

09. Once an Addict – Klingt ein bisschen wie das kürzlich erschienene „Babblo Boat“ und ist eine Interlude. J. Cole wie man ihn kennt. ehrlich und selbstreflexiv. 

 

10. FRIENDS – Hier kommt kiLL edward wieder vor. Auf diesem Song harmonieren die beiden besser und kiLL edward zeigt, dass sein spezieller Flow seine Einzigartigkeit ist und nicht etwa eine Schwäche.

 

11. Window Pain – Ist das Outro des Albums und umrundet die wichtigen Messages die J.Cole einem die letzten knappen 40 Minuten mitgeben wollte.

 

12. 1985 – Heisst ebenfalls „Intro to „The Fall of““ (könnte so das nächste Album heissen?)…  Dieser Song hat am meisten für Gesprächsstoff gesorgt. Cole rappt:

“All these ni**as poppin’ now is young, everybody say the music that they make is dumb / I remember, I was 18 / Money, pussy, parties, I was on the same thing.” 

J.Cole rechnet mit dem 17-jährigen „Lil Pump“ ab, welcher ihn in mehreren Videos extrem herablassend beleidigt hat. Dies konnte er wohl nicht auf sich sitzen lassen und so zerstört er kurzer Hand nicht nur eine kleine, freche Eintagsfliege, sondern gibt den Startschuss zur Beerdigung des Mumble Raps…

“Just remember what I told you when your shit flop / In five years you gon’ be on ‘Love & Hip Hop.’”