Radical & YT – Interview

Vreneli erwacht aus dem Winterschlaf am 7. September im Holästei Glarus. Wer die Weiterentwicklung antreibt und was geschehen würde wenn eine Sage Wirklichkeit wird. Diese Fragen beantworten Radical und YT im Interview mit Paddy für Aightgenossen.

CH Rap

Ganz im Zeichen der regionalen Sage des Vrenelis, welches einen Garten hoch oben pflanzen wollte, tauft ihr euer erstes Duo-Album. Wie würdet ihr den roten Faden, der durch die elf Titel führt für den Zuhörer beschreiben?

Der rote Faden besteht in erster Linie in der Kollaboration zwischen uns beiden. Ursprünglich war eigentlich eine EP geplant gewesen, welche auf Grund der vielen entstandenen Tracks dann in ein Album umgewandelt wurde. Entsprechend ist „Vrenelisgärtli“ kein Konzeptalbum mit einem inhaltlich oder musikalischen / beattechnischen roten Faden.

 

Aha! Wie möchtet ihr den Hörern euren Titeltrack Vrenelisgärtli beschreiben?

Im Prinzip basieren die Parts auf der für uns Kernaussage der Sage vom Vrenelisgärtli. Nämlich dass man im Leben Chancen beim Schopf packen soll, manchmal auch Risiken eingehen. Oftmals zahlt sich das aus. Auch wenn einem vielleicht auch Leute vom Ziel oder der Idee abraten oder sie nicht verstehen. Nur durch Leute, die ausserordentlich mutig waren und Neues probiert haben, hat sich die Menschheit und die Gesellschaft weiterentwickelt.

 

Was würde eurer Meinung nach geschehen, wenn man das Vreneli auf dem Glärnischmassiv tatsächlich entdecken würde

Wahrscheinlich wäre nicht mehr allzu viel von ihr übrig. Blick und 20Minuten würden mit einem Liveticker vor Ort berichten und bei der Glärnischhütte gäbe es ein Public-Viewing. Beiläufig würde unser Album Platin holen. Oder so….

 

Da habt ihr absolut recht! Der Medienrummel wäre enorm. Mit welcher Stückzahl habt ihr die Scheibe pressenlassen? Oder anders gefragt: Müsstet ihr nachpressen lassen wenn Vreneli auferstehen würde?

CD’s haben wir 300 gepresst. Wir gehen schwer davon aus, dass der Souvenirstand gestürmt würde am Fusse des Vrenelisgärtlis, wo die CD dann verkauft würde. Dann hätte Gold-Vreni eine komplett neue Bedeutung.

 

DJ Blackflame, Freedo, Johnny Pepp und SandroBeats lieferten Beats und PC-Work. Da ihr ja bereits eigene Solo-Projekte veröffentlichten in eurer Laufbahn, interessiert es mich was der Unterschied zum Beatpicken, Aufnehmen und Mastern diesesmal anders machte?

Zu zweit muss natürlich jeder – mindestens ab und an – beim Beatpicken Kompromisse eingehen, oder zumindest ein Stück über seinen musikalischen Schatten springen. Oftmals stellen sich aber Beats, die auf den ersten Moment den einen nicht „catchen“, beim zweiten Anhören oder zusammen mit einer Songidee oder einem Part, also umso cooler heraus. Beim Aufnehmen besteht kein grosser Unterschied. Jeder hat seine Vorgehensweise. Aber es hören zwei Ohren mehr mit und man kann sich gegenseitig Inputs geben, sich pushen.

 

Radical, du bist 13 Jahre deinem Textbruder voraus. Merkst du da was, oder eben genau nicht?

Nein, das Alter spielt eigentlich keine Rolle schon seit wir uns kennengelernt haben. Ich glaube wir gehen gewisse Themen bestimmt etwas anders an, was die Zusammenarbeit aber sehr spannend macht und bereichert. Ich unterscheide Menschen grundsätzlich nicht nach ihrem Alter, das macht das Leben generell spannender.

 

Eine Brauerei aus eurer Region braut Bier mit dem gleichen Namen, wird an der Releaseparty die Scheibe damit getauft?

Adler Bier wird hoffentlich an der Releaseparty in Strömen fliessen. Mit was die Scheibe getauft wird werden wir uns allerdings noch überlegen.

 

 

 

Interview by Paddy Puur