Winterthurer Musikfestwochen mit starker CH-Rap Vertretung

An den 46. Winterthurer Musikfestwochen vertraten GeilerAsDu, Krysl und Luuk & Knackeboul den Schweizer Hip-Hop. Sie hatten bei dem renommierten und stark besuchten Festival nach der Corona-Pause ihre ersten Auftritte und brachten das Konzert-Feeling eindeutig zurück!  

CH Rap
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Nachdem letztes Jahr die Winterthurer Musikfestwochen aus bekannten Gründen ausgefallen sind, findet sie dieses Jahr in kleinerem und spezielleren Rahmen statt. Anders als jeweils in der Altstadt wurde das diesjährige Fest auf drei verschiedene Parks aufgeteilt. Bei dem ältesten Altstadt Open-Air-Festival der Schweiz, bei welchem schon Hip-Hop-Grössen wie Ice-T, Run-D.M.C. und Black Eyed Peas auftraten, spielen jeweils für 12 Tage über 70 Künstler aus der Schweiz sowie internationale Newcomern aus allen Musikgenres. Neben den Topacts wie Faber, Majan oder Kummer, traten dieses Jahr auch mehrere Künstler aus dem CH-Hip-Hop auf. 

 

 

GeilerAsDu bringen die Festival-Stimmung zurück!

Den Anfang machten am letzten Donnerstag GeilerAsDu. Zwar ohne DJ aber mit kleiner Live-Band gaben sie ihr erstes Konzert nach über eineinhalb Jahren. Den Jungs merkte man an, dass sie sich riesig freuten wieder auf der Bühne zu stehen. Sie legten los wie die Feuerwehr und spielten gleich auch ihren erst kürzlich erschienen Song «Uber as Meer» und brachten damit das Sommer-Feeling zurück. Ich muss zugeben ich kannte noch nicht allzu viele Songs vom Luzerner Rap-Duo. Aber es spielte bei den Jungs gar keine Rolle, da man bei der Energie die die beiden auf das Publikum übertrugen, gar nicht anders konnte als abzugehen. Zu guter Letzt spielten die Jungs sogar noch einen neuen Song von ihrer im Oktober erscheinenden EP.

 

 

 

Krysl präsentierte sein neues Album vor heimischer Kulisse

Am Montag hatte Krysl dann seinen grossen Auftritt. Erst vor kurzem veröffentlicht der Winterthurer Rapper sein neues Album «Uf Em Bapi Sim Kompi». So passte es gut das er seinen ersten Auftritt nach der Corona-Pause in seiner Heimatstadt hatte. Den alten «Compi» von seinem Vater, auf welchem er sein Album produzierte, nahm er gleich auf die Bühne mit und präsentierte sein neues Werk. Für Krysl war es wie ein Familienfest. „Hier in Winterthur bin ich Zuhause. Meine Familie und Freunde kamen ans Konzert. Für mich war es wie ein Heimspiel.“ und genau so fühlte sich das ganze Konzert auch an.

 

 

Zu seinem Auftritt gesellten sich viele Gastauftritte dazu. Musikfreunde mit denen er seit Jahren seine Liebe für Hip-Hop teilte und nun zusammen mit ihnen auf der Bühne performen konnte. Für Krysl war es ein Konzert was er, glaube ich, nicht so schnell vergessen wird. Am 22. Oktober steht jedoch schon sein nächster Auftritt an, dann spielt er im Salzhaus in Winterthur.

 

 

 

Luuk und Knackeboul bringen das Festival zum beben!

Nach Krysl spielten dann Knackeboul und Luuk vor über 1’600 Zuschauer*innen ihre Show.  Abwechslungsweise performten sie ihre Hits wie «James Dean», «Patrone», «Pächschwarz» oder ihren gemeinsamen Song «Sandro Protz». „Im ersten Moment war es ein komisch Gefühl. Aber schlussendlich fühlte es sich an als hätte man nie was anderes gemacht“, meinte Luuk zum Auftritt, der sein zweites Konzert nach der langen Pause spielte. Das Highlight war dann als Knackeboul seine Gudrun auf die Bühne holte und einen seiner Freestyles auspackte. Er brachte sogar noch Luuk dazu mal zu freestylen. Zu guter Letzt rappte Knackeboul seinen legendären Cypher-Part aus dem Jahr 2018. Da gab es kein Halten mehr. Das Publikum ging ab und machte sogar einen langersehnten Moshpit.  

 

 

Die Musikfestwochen waren ein voller Erfolg. Die Leute hatten Spass und freuten sich darüber wieder Live-Musik zu sehen. Für mich waren es die ersten paar Konzerte nach über einem Jahr. Ich hatte es so vermisst. Die Live-Auftritte, die Konzertbesucher und das Festival-Feeling es ist wieder da und ich freue mich bereits auf die nächsten Konzerte. 

 

Bilder:  GeilerAsDu – Marcel Bihr (Musikfestwochen)

Krysl + Luuk & Knackeboul – Jonathan Labüsch (Musikfestwochen)

Stimmungs- und Publikumsbilder – Andrin Fretz (Musikfestwochen)